Start-up Tipps

1. Deine ersten Schritte zum Unternehmer

„Man soll die Dinge nehmen, wie sie kommen. Aber man sollte dafür sorgen, dass die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte.“

Du hast einen Sinn für geschäftliche Abläufe, arbeitest eigenständig und bist zudem motiviert, erfolgsorientiert und fachlich qualifiziert? Hast kaufmännisches Know-how, hältst Belastungen aus und dein soziales Umfeld steht hinter dir? Wenn du alles mit „Ja“ beantworten kannst, ist der Schritt in die berufliche Unabhängigkeit sicherlich nicht abwegig.

2. Berufsbild: Unternehmer – Was kennzeichnet einen guten Unternehmer?

„Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne zahle.“

Wie bereits das Wort „Unternehmer“ vorgibt, zeichnet sich dieser dadurch aus, dass er etwas unternimmt und betriebliche Abläufe aktiv steuert. Reiner Aktionismus ist als verantwortungsvoller Unternehmer jedoch gar nicht gefragt. Die Kernaufgabe als Verantwortlicher einer Firma besteht vordergründig darin, die formulierten Unternehmensziele zu erreichen sowie möglichst viel Gewinn mit besonderen Produkten oder bestimmten Dienstleistungen zu erwirtschaften. Darüber hinaus ist der Unternehmer dafür verantwortlich, die Arbeitsethik und die Mitarbeiterzufriedenheit zu formen und zu pflegen.

3. Das Wichtigste ist die Idee

„Wenn dir jemand erzählt, deine Idee sei verrückt - höre nicht auf ihn.“

Der erste Schritt ist bekanntlich der schwerste. Gerade für die Gründung eines Unternehmens trifft diese Weisheit zu. Da ein Unternehmen ein auf Umsatz basierendes Geschäftsmodell darstellt, sollte am Anfang der Existenzgründung eine gewinnversprechende Geschäftsidee stehen. Von besonderem Interesse sind dabei natürlich solche Ideen, die über ein besonders innovatives Potenzial verfügen und eine marktwirtschaftliche Alleinstellung besitzen. Es sind auch Geschäftsmodelle denkbar, in denen bereits bekannte Dienstleistungen oder Produkte verkauft werden. Solche Unternehmungen haben jedoch nur dann Aussicht auf langfristigen Erfolg, wenn in der betreffenden Region keine gleichwertigen Anbieter den Markt besetzen, man eine besonders innovative Form des Vertriebs, des Marketings oder ähnliches entwickelt hat, die Ware oder Dienstleistung zum günstigsten Preis anbietet oder bereits über ein besonders breites Netzwerk an Partnern und Kunden verfügt.

Grundsätzlich gilt: Der wichtigste Faktor bei der Unternehmensgründung ist die Idee. Denn nichts, auch in unserer heutigen Zeit, ist so gut, dass es nicht verbessert werden kann.

4. Aller Anfang ist schwer

„Wer, wenn nicht du, und wann, wenn nicht jetzt?“

Die Vorteile einer Existenzgründung liegen auf der Hand. Im Gegensatz zu einem Beschäftigungsverhältnis genießt du als Unternehmer gewisse Freiheiten, übernimmst aber gleichzeitig auch ein hohes Maß an Verantwortung sowohl für dich selbst, als auch für deine Mitarbeiter.

Der wohl grundlegendste Unterschied zum Arbeitnehmerstatus besteht darin, dass er Eigenkapitalgeber ist. Die übergeordnete und kontrollierende Instanz des Chefs entfällt. Genauer gesagt, du übernimmst selbst diese Rolle. Man nimmt keine direkten Weisungen und Arbeitsaufträge entgegen, sondern legt selbstständig fest, welche Themen Priorität haben und welche Entscheidungen getroffen werden.

Auf der anderen Seite solltest du dir auch deiner unternehmerischen Verantwortung bewusst sein. Es reicht nicht länger aus, nur einen abgegrenzten Aufgabenbereich zu überblicken und dich auch nur für diesen verantwortlich zu zeigen. Vielmehr ist es Aufgabe des Unternehmers, alle Geschäftsbereiche zu überblicken, zu koordinieren und weiter zu entwickeln.

Auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmer ist es wichtig, sich nicht von anfänglichen Schwierigkeiten und Rückschlägen beirren zu lassen, sondern an die eigene Idee und Leistungsfähigkeit zu glauben. Du benötigst Qualitätsbewusstsein, fundiertes betriebswirtschaftliches Wissen, klare Zielsetzungsfähigkeit und Weitsicht, Risikobereitschaft, Führungsqualitäten, Verantwortungsbewusstsein, schnelle Informationserarbeitung, gute Rhetorik, Kundenorientierung, Motivation und eine gute physische und psychische Verfassung.

Es gilt: Wer ein neues Unternehmen startet, muss zu 100% hinter der Geschäftsidee und den angebotenen Dienstleistungen bzw. Produkten stehen. Bei einem Wagnis kein Risiko einzugehen, ist unmöglich.

5. Welche Hilfen Du in Anspruch nehmen kannst?

„Um schwimmen zu lernen, muß ich ins Wasser gehen, sonst lerne ich nichts.“

Die wichtigsten Schritte, um mit der Existenzgründung zu starten, sind schnell beschrieben, erfordern jedoch in der Praxis ein nicht ganz einfaches Procedere. Wie stellst du dir die Selbständigkeit vor? Wie bereitest du dich vor? Wie finanzierst du dein Start-up?

Hier findest du einige Anlaufadressen:

www.existenzgruender.de Existenzgründungsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie
www.knowhow-ev.de know how e.V. – Verein zur Förderung junger Unternehmer
www.existxchange.de Netzwerk von und für Existenzgründer
www.guss-net.de Guss – Portal zur Existenzgründung des Rationalisierung- und Innovationszentrums der deutschen Wirtschaft e.V.
www.gruenderstadt.de Gründerstadt – Wege in die Selbstständigkeit
www.erfolgreiche-firmengruendung.de Erfolgreiche Firmengründung – Alles zur Selbstständigkeit
www.ciconsultants.de Existenzgründungsberatung und erfolgreiches Marketing für klein- und mittelständische Unternehmen
www.bmwi.de Bundesministerium für Wirtschaft und Energie - Existenzgründung