„Ausbildung ist ein beidseitiger Prozess“
Die erneute Auszeichnung als BEST PLACE TO LEARN® bestätigt den Weg von DÖRKEN: Ausbildung wird bei DÖRKEN kontinuierlich weiterentwickelt – gemeinsam mit den Auszubildenden. Im Interview mit Heidi Becker aus der AUBI-news-Redaktion sprechen Amelie Ullosat (Ausbildungsleitung & Personalleitung DÖRKEN Services) und Lys Vormann (Personalreferentin Recruiting & Ausbildung) darüber, warum Feedback so wichtig ist, welche Verbesserungen daraus entstanden sind und welche Themen die Ausbildung in den kommenden Jahren prägen werden.
Heidi Becker: Herzlichen Glückwunsch zur erneuten Auszeichnung mit dem Ausbildungssiegel BEST PLACE TO LEARN®. Starten wir doch zunächst mit einer Vorstellung!
Lys Vormann: Vielen Dank für die Glückwünsche. Ich bin Lys Vormann und bei DÖRKEN im HR-Bereich tätig. Ich bin die erste Ansprechpartnerin für unsere Bewerberinnen und Bewerber - von Praktikanten über Auszubildende bis hin zu Fach- und Führungskräften. Außerdem kümmere ich mich um die Ausbildung.
Amelie Ullosat: Auch von meiner Seite ein herzliches Dankeschön für die Glückwünsche. Mein Name ist Amelie Katharina Ullosat und als Personalleiterin der DÖRKEN Service begleite ich unsere Mitarbeitenden und Führungskräfte in allen personalrelevanten Fragestellungen. Darüber hinaus verantworte ich übergreifend unter anderem das Thema Ausbildung sowie weitere bereichsübergreifende HR-Themen.
DÖRKEN wurde bereits 2020 und 2023 zertifiziert. Was bedeutet Ihnen die erneute Rezertifizierung im Jahr 2026?
Amelie Ullosat: Die erneute Rezertifizierung im Jahr 2026 ist für uns eine wichtige Bestätigung und zugleich eine wertvolle Möglichkeit, Feedback aus unserer Organisation zu erhalten. Dabei geht es nicht nur darum, Verbesserungspotenziale zu identifizieren, sondern auch die Themen sichtbar zu machen, die bereits besonders gut funktionieren. Im Arbeitsalltag werden viele positive Aspekte oft als selbstverständlich angesehen und deshalb selten ausdrücklich angesprochen. Die Zertifizierung gibt uns die Chance, genau dieses Feedback zu erhalten, Stärken bewusst wahrzunehmen und gleichzeitig Anregungen für unsere weitere Entwicklung mitzunehmen. Diese Kombination aus Wertschätzung und kontinuierlicher Verbesserung macht den Prozess für uns besonders wertvoll.
Lys Vormann: Die erneute Rezertifizierung macht uns stolz und gibt uns, wie Amelie Ullosat schon gesagt hat, gleichzeitig die Möglichkeit, Themen näher zu beleuchten, in denen wir uns noch verbessern können. Durch das Feedback aus verschiedenen Perspektiven lassen sich sowohl für die Ausbildung allgemein als auch für die Einzelbereiche sowohl unsere Stärken als auch Verbesserungspotentiale ableiten.
Die Auszeichnung basiert auf dem Feedback von Auszubildenden, ehemaligen Azubis und Ausbildungsverantwortlichen. Welche Ergebnisse aus der aktuellen Zertifizierung haben Sie besonders gefreut oder vielleicht sogar überrascht?
Lys Vormann: Besonders gefreut hat mich das Ergebnis rund um den Bewerbungsprozess. Dieser liegt ja mit in meiner Hand und ich bin froh, dass wir es schaffen, dass sich Bewerbende schnell wohlfühlen und DÖRKEN authentisch kennenlernen.
Überrascht war ich darüber, dass die aktuellen Auszubildenden die Ausbildungsqualität höher bewertet haben als die Ex-Azubis. Wir entwickeln die Ausbildung natürlich immer weiter, aber durch die Ergebnisse wird deutlich, dass die Maßnahmen auch wirklich etwas verändern und wir unsere Ausbildung weiter optimieren konnten.
Amelie Ullosat: Besonders gefreut hat uns, dass die Ergebnisse erneut eine positive Entwicklung gegenüber der letzten Rezertifizierung zeigen. Für uns ist das ein wichtiges Signal, dass die Maßnahmen und Projekte, die wir in den vergangenen Jahren angestoßen und umgesetzt haben, die gewünschte Wirkung entfalten. Die Verbesserung der Ergebnisse bestätigt uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind und unsere Ausbildungsarbeit kontinuierlich weiterentwickeln. Genau dieses direkte Feedback ist für uns besonders wertvoll, weil es uns zeigt, wo wir bereits erfolgreich sind und worauf wir künftig weiter aufbauen können.
DÖRKEN hat sich im Vergleich zur letzten Zertifizierung noch einmal deutlich verbessert. Wie binden Sie Ihre Auszubildenden in die Weiterentwicklung der Ausbildung ein? Können Sie ein Beispiel nennen, bei dem das Feedback Ihrer Azubis zu konkreten Veränderungen geführt hat?
Lys Vormann: Mir fällt direkt unsere LernLounge ein. Unsere Auszubildenden haben uns das Feedback gegeben, dass sie sich Räumlichkeiten zum Lernen wünschen, der nicht ihr direkter Arbeitsplatz ist. Seit Mai 2025 können wir diese Räumlichkeiten nicht nur zum Lernen, sondern auch zum Netzwerken und für Projektarbeiten zur Verfügung stellen.
Junge Menschen kommen mit bestimmten Wünschen und Erwartungen in die Ausbildung. Wie ist das bei DÖRKEN? Wie begegnen Sie diesen Erwartungen?
Lys Vormann: Bereits in den Vorstellungsgesprächen sprechen wir über die Erwartungen der Bewerbenden und gleichen diese mit unseren Möglichkeiten ab. Innerhalb der Ausbildung sind wir auch dankbar für Feedback, sodass wir die Ausbildung weiterentwickeln können. Dabei muss aber natürlich auch gesagt werden, dass nicht alles geändert werden kann. Hier versuchen wir dann möglichst transparent zu sein, damit die Auszubildenden auch verstehen, warum wir wie entscheiden und handeln.
Amelie Ullosat: Junge Menschen bringen heute ganz unterschiedliche Erwartungen an ihre Ausbildung mit, sei es in Bezug auf persönliche Entwicklung, spannende Aufgaben, Flexibilität oder eine offene Unternehmenskultur. Uns ist wichtig, diese Erwartungen frühzeitig kennenzulernen und darüber in den Austausch zu gehen. Gleichzeitig verstehen wir Ausbildung als beidseitigen Prozess. Nicht nur wir haben Erwartungen an unsere Auszubildenden, sondern auch die Auszubildenden an uns.
Deshalb legen wir großen Wert auf einen offenen und regelmäßigen Dialog. Mein Lieblingssatz ist „Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.“ Wir hören zu, nehmen Anregungen ernst und prüfen kontinuierlich, wie wir unsere Ausbildung weiterentwickeln können. Gleichzeitig gehört zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit auch, die jeweiligen Rahmenbedingungen und Anforderungen transparent zu machen. So schaffen wir ein gemeinsames Verständnis und können Erwartungen auf beiden Seiten bestmöglich zusammenbringen. Das ist aus unserer Sicht eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche und wertschätzende Ausbildung.
Wenn Ihre Auszubildenden die Ausbildung bei DÖRKEN in drei Worten beschreiben müssten – welche wären das?
Lys Vormann: Wenn ich an die Kommentare innerhalb der Befragung denke, dann würde ich folgende wählen: Familiär, Verantwortung und Integration.
Amelie Ullosat: Wertschätzend, abwechslungsreich und gemeinschaftlich.
Wenn Sie auf die nächsten drei Jahre schauen: Welche Themen möchten Sie in der Ausbildung bei DÖRKEN weiter voranbringen?
Lys Vormann: Wir werden uns vorrangig mit den Themen „Qualifizierung des Ausbildungspersonals“, „Lernen im Betrieb“ und "Vernetzungsmöglichkeiten" beschäftigen. Hier werden wir die verschiedenen Befragungsgruppen auch wieder miteinbeziehen, um das Feedback besser verstehen zu können und gemeinsam Ideen zu erarbeiten.
Amelie Ullosat: Dem kann ich nur zustimmen. Gleichzeitig halten wir es für wichtig, nicht immer nur auf die nächsten Handlungsfelder zu schauen, sondern auch die positiven Rückmeldungen bewusst wahrzunehmen und wirken zu lassen. Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass viele der Maßnahmen, die wir in den vergangenen Jahren umgesetzt haben, erfolgreich sind und nachhaltig Wirkung entfalten. Darauf sind wir stolz. Diese Anerkennung motiviert uns, Bewährtes weiterzuführen und gleichzeitig neue Impulse für die Zukunft zu setzen. So schaffen wir die Balance zwischen kontinuierlicher Weiterentwicklung und dem wertschätzenden Blick auf das bereits Erreichte.
Vielen Dank für das Gespräch und die spannenden Einblicke in die Ausbildung bei DÖRKEN!
Über DÖRKEN
DÖRKEN ist eine mittelständische Gruppe aus Familienunternehmen mit einer über 130-jährigen Tradition. Die Unternehmen entwickeln und produzieren hochwertige Bauverbundfolien und Bautenfarben für die Bauwirtschaft, leistungsstarke Farbpasten- und Korrosionsschutzsysteme für den industriellen Einsatz sowie komplexe Thermoformteile für Industriekunden. Mit rund 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird ein Umsatz von über 500 Millionen Euro erwirtschaftet.
Über das Gütesiegel BEST PLACE TO LEARN
Das branchenübergreifend anerkannte Gütesiegel wird ausschließlich an Unternehmen vergeben, die im Zuge einer 360-Grad-Befragung zu über 70 Qualitätskriterien nachweisen, dass sie ihre Nachwuchskräfte herausragend beruflich qualifizieren. Mit einem kostenfreien Selbsttest können interessierte Ausbildungsbetriebe herausfinden, ob sie die Voraussetzungen zur Zertifizierung erfüllen: Zum Selbsttest
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