Freiwilligendienst


Wenn du dich nach der Schule erst einmal orientieren möchtest, ist der Freiwilligendienst eine sehr gute Möglichkeit, erste Berufserfahrung zu sammeln und einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Weiterhin gilt der Freiwilligendienst als Wartezeit, wenn du studieren möchtest, aber keinen Studienplatz bekommen hast.

Neben den nationalen Freiwilligendiensten, die in Deutschland absolviert werden, hast du auch die Möglichkeit, für einen internationalen Freiwilligendienst ins Ausland zu gehen. In Deutschland sind der Bundesfreiwilligendienst, das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr die verbreitetsten Formen.

Der Freiwilligendienst erfolgt ehrenamtlich. Statt eines Gehaltes erhältst du eine sogenannte Aufwandsentschädigung. Zusätzlich zu diesem Taschengeld kommen Fahrtkostenzuschüsse und Sachleistungen wie Unterkunft und Verpflegung, die in bestimmten Fällen auch ausbezahlt werden können.

Neben deiner praktischen Tätigkeit nimmst du an Seminaren teil. In zwölf Monaten finden insgesamt 25 Seminartage statt, die sich auf Vorbereitungs-, Zwischen- und Abschlussseminare verteilen. In den Seminaren werden soziale und ökologische Inhalte vermittelt. Weiterhin kannst du dich mit anderen Freiwilligen austauschen. Deine Erfahrungen während des Freiwilligendienstes werden dich persönlich weiterbringen!

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Während des FSJ arbeitest du in sozialen Einrichtungen (Kindergärten, Altenheimen, Behindertenwerkstätten usw.), in der Kultur (z.B. im Theater oder Museum), im Sport, in der Politik oder in der Denkmalpflege. In der evangelischen Kirche wird das FSJ als „Diakonisches Jahr“ bezeichnet. Je nach Einsatzgebiet kannst du eine interessante Qualifikation erwerben und eine Ausbildung zum Übungsleiter, Rettungshelfer oder Rettungssanitäter beginnen. Die Kosten für diese Ausbildung übernimmt der Träger der Einrichtung, in der du arbeitest.

Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)

Das Freiwillige Ökologische Jahr wird auch als „Freiwilliges Umweltjahr“ bezeichnet. Wie der Name schon sagt, arbeitest du in Einrichtungen, die mit Umwelt und Ökologie zu tun haben. Dazu gehören zum Beispiel die Landwirtschaft, Forstwirtschaft, der Gartenbau sowie Umwelt-, Tier- und Naturschutzzentren.

Bundesfreiwilligendienst (BFD)

FSJ und FÖJ sind Jugendfreiwilligendienste, d.h. die Teilnehmer dürfen maximal 27 Jahre alt sein. Der Bundesfreiwilligendienst ist auch für ältere Teilnehmer offen. Zusätzlich zu den sozialen, ökologischen, kulturellen und sportlichen Einsatzbereichen kommen beim BFD noch der Zivil- und Katastrophenschutz sowie der Bereich der Integration.

TIPP: Die VGL Verlagsgesellschaft mbH hat einen Ratgeber herausgegeben, in dem häufige Fragen rund um das Thema Freiwilligendienst wie Bewerbung, Dauer und Vergütung beantwortet werden. Den Ratgeber stellen wir dir kostenlos zum Download zur Verfügung.


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