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Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz und chronischen Einschränkungen (M. A.)

58448 Witten
2021
Studium

Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz und chronischen Einschränkungen (M. A.)

Demenz ist ein komplexes medizinisch-soziales Syndrom, das hohe Anforderungen an die Betreuung und Pflege stellt. Es geht mit langfristigen pathophysiologischen, psychosozialen und versorgungsbedeutsamen Prozessen einher, die in der ambulanten und stationären Langzeitversorgung, aber auch in Akutkliniken sichtbar werden.

Für viele andere Menschen mit chronischen gerontologischen Einschränkungen wie Altersdepression oder Suchtproblematiken und somatische Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Multiple Sklerose oder rheumatischer Formenkreis stellen sich ähnliche Gestaltungsanforderungen. Dies bezieht sich insbesondere auf all die Schnittstellen zwischen Angeboten des Gesundheits- und Sozialsystems sowie der sozial-räumlichen und technisch-materiellen Ausstattungen, die individuell passgenau ineinandergreifen müssen, um Inkompetenz- und Problemkaskaden zu verhindern.

Für die zukünftige Versorgungslandschaft bestehen gesundheits- und sozialpolitische, ökonomische, humanitäre und zivilgesellschaftliche Aufgaben, die nur in multiprofessionellen Teams gelöst werden können.

Hier setzt unser Masterstudiengang an. Er widmet sich wissensbasierten, multiprofessionellen wie interdisziplinären Versorgungs-Lösungen für diese Herausforderungen. Die Lerninhalte sind interdisziplinär zusammengesetzt und werden von erfahrenen Lehrenden unterschiedlicher Professionen vermittelt. Ausgehend von einem großen Bedarf an Expertinnen und Experten zielt der Studiengang auf die Aneignung fundierter wissenschaftlicher Erkenntnisse, methodischer Kompetenz und berufspraktischer Qualifikationen. Sie sollen zum fachübergreifenden Handeln in Tätigkeitsfeldern der direkten und indirekten Versorgungsgestaltung befähigen.

Das zentrale Bildungsziel ist, systematisch die notwendigen Fähigkeiten zu entwickeln und zu erproben, um in multiprofessionellen Teams perspektivübergreifend arbeiten zu können. Der Abschluss des Studienganges öffnet den Zugang zur Promotion. Ebenso besteht die Möglichkeit, sich an Forschungsprojekten zu beteiligen.


Berufliche Perspektiven

Immer mehr Menschen werden immer älter. Vor diesem Hintergrund der demographischen Entwicklung verändert sich die Versorgungsgestaltung für Menschen mit Demenz und anderen chronischen Einschränkungen der Alltagskompetenz erheblich. Neue Berufsfelder entstehen. So benötigen zum Beispiel Akutkliniken, Kommunen, Gesundheits-, Sozial- und Pflegeeinrichtungen, Trägerorganisationen, Wohnungsbauunternehmen und Wohlfahrtsverbände Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die multiprofessionell aufeinander abgestimmte Problemlösungen entwickeln können. Ähnliches gilt für die Bereiche der städtischen Infrastrukturentwicklung, der Architektur und Psychologie sowie für Therapieberufe und die Sonderpädagogik.

Die Chancen für die Absolventinnen und Absolventen unseres Studiengangs, ihre beruflichen Tätigkeiten zu erweitern, sind bereits aktuell sehr gut und werden zukünftig weiter wachsen. Denn schon heute haben Versorgungsfragen eine zunehmende soziale, politische, ökonomische und kulturelle Bedeutung, und der Bedarf an umfassend qualifizierten Experten, Beratern und Leitungskräften steigt.


Zielgruppe des Studiengangs

Zur Zielgruppe gehören nicht nur Interessenten aus medizinischen, therapeutischen oder pflegerischen Berufen, sondern z. B. auch Städteplaner, Sozial- und Geisteswissenschaftler, Psychologen, Sozialarbeiter, Ingenieure, Juristen, Architekten, Ökonomen oder Verwaltungs- und Politikwissenschaftler. Angesprochen sind letztlich alle, die in ihrem Beruf einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung und Reduzierung der Belastungen von betroffenen Menschen und ihren Familien leisten und die auf unterschiedlichen Versorgungsebenen innovative und ineinandergreifende Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität anstreben. Wie unsere Studierenden das Studium erleben und welchen Mehrwert sie daraus ziehen, können Sie in einem Blog-Beitrag nachlesen.


Der Studiengang in der Übersicht

  • Multiprofessionelles Lernen: Nur hier studieren alle Gesundheits- und Nicht-Gesundheitsberufe zusammen.
  • Gemeinsame Lösungen zu Versorgungsfragen finden: eine deutschlandweit einmalige Studiengangskonzeption bietet Raum für gemeinsame Initiativen
  • Service Lernen: Projekte aus der Praxis werden wissenschaftlich begleitet
  • Sie studieren in kleinen Seminargruppen und genießen dadurch eine persönliche Atmosphäre
  • Ihre Persönlichkeit zählt - das Studium ist NC-frei
Studiengangsdetails:
  • Studiengebühren: pro Semester 2.000 Euro
  • Voraussetzung: Abgeschlossenes Studium
  • Studienbeginn: Wintersemester
  • Regelstudienzeit: 6 Semester
  • Studienabschluss: Master of Arts
  • Referenz-Nr: AUBI-6750 (in der Bewerbung bitte angeben)
Bewerbungsunterlagen:
  • siehe Website
58448 Witten
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