Bauhaus-Universität Weimar

Lehramt an Gymnasien: Doppelfach Kunsterziehung Erste Staatsprüfung

99423 Weimar
2021
Studium

Lehramt an Gymnasien: Doppelfach Kunsterziehung Erste Staatsprüfung

Die Studienstruktur der modularisierten Studiengänge Lehramt an Gymnasien: Kunsterziehung im Zweifachstudium und Doppelfach Kunsterziehung zeichnet sich in besonderer Weise durch ihre Projektorientierung aus, welche neben der Befähigung zur Selbstorganisation die Reflexionsfähigkeit, das Kooperationsvermögen sowie das forschungsorientierte Arbeiten fördert.

Neben der gleichberechtigten Integration der Lehramtsstudierenden in die Projekte der Freien Kunst, des Produktdesigns, der Visuellen Kommunikation und der Medienkunst/ Mediengestaltung werden im gesamten Studienverlauf Bezüge zu schulischen und außerschulischen kunstvermittelnden Kontexten herstellt, die in kontinuierlichen Kooperationen mit der Klassik Stiftung Weimar und der Fakultät Architektur im Arbeitsfeld Architektur und Schule zum Ausdruck kommen.

Die Integration eines Praxissemesters nach dem Jenaer Modell fördert einen zeitigen intensiven Schulkontakt. Neben der Zweifachausbildung ist an der Bauhaus-Universität Weimar auch das Doppelfachstudium möglich. Zudem kann in Kooperation mit der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar die Fächerkombination Lehramt an Gymnasien Kunst und Musik studiert werden. Das Studium eines anderen zweiten Faches und der Bildungswissenschaften erfolgt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.


Inhalte des Studiums
Das Studium der Kunsterziehung befähigt auf der Grundlage von Kenntnissen zu aktuellen und historischen Konzeptionen und Theorien zur reflexiven Auseinandersetzung mit künstlerischen, gestalterischen, wissenschaftlichen und didaktischen Fragen und Problemstellungen sowie zur Erteilung von Unterricht im Fach Kunsterziehung durch die Entwicklung von Kompetenzen im kunstpädagogischen Denken und Handeln. Die reflexive Auseinandersetzung mit fachspezifischen Rollenerwartungen zielt auf die Erarbeitung eines je individuellen, professionellen kunstpädagogischen Selbstverständnisses. Dazu gehören die Ausbildung einer künstlerischen bzw. gestalterischen Expertise sowie die Entwicklung einer forschenden Grundhaltung. Die interdisziplinäre Vernetzung künstlerischer, wissenschaftlicher und kunstvermittelnder Frage- und Problemstellungen bestimmt dabei die Studienstruktur.

Neben fachwissenschaftlichen Erkenntnissen in den Bereichen Geschichte und Theorie der Kunst, des Design, der Visuellen Kommunikation und der Ästhetik werden fachdidaktische, methodische und angewandte entwicklungspsychologische Erkenntnisse vermittelt. Einen wesentlichen Studienbestandteil bilden künstlerische wie gestalterische Grundlagen und Anwendungen. Ein zentrales Studienziel mündet in der Erkenntnis, das professionelle kunstpädagogische Selbstverständnis als je individuell und anhaltend in Entwicklung befindlich zu begreifen. Die Entwicklung eines persönlichen künstlerischen oder gestalterischen Ausdrucks, die Befähigung zum Umgang mit verschiedenen Materialien und Techniken in den Werkstätten der Fakultät sowie die Befähigung zur kritischen Reflexion des eigenen künstlerischen oder gestalterischen Prozesses sowie des kunstvermittelnden Handelns sind wesentliche Fähigkeiten, die im Studienverlauf gefördert werden. Im Rahmen fachdidaktischer Module steht die Befähigung zu theoriegeleitetem Handeln und Deuten, zur Kooperation sowie zum Innovieren im Vordergrund.


Besonderheiten
Im Zweifachstudium kann das Fach Kunsterziehung mit allen anderen für das Gymnasium angebotenen Lehramtsfächern an der Friedrich-Schiller-Universität Jena kombiniert werden. Eine Kooperation mit dieser Hochschule macht ein Pendeln zwischen den Hochschulorten Weimar undJena notwendig.

Kunsterziehung kann auch als Doppelfach studiert werden. In diesem Fall entfällt das zweite Lehramtsfach und es werden in Jena nur die Erziehungswissenschaften studiert.


Studienstruktur
Das Studium umfasst eine Regelstudienzeit von 10 Semestern, darin enthalten sind zwei Prüfungs- sowie ein Praxissemester. Der Erwerb von Studienleistungen ist innerhalb der ersten 9 Semester vorgesehen. Es wird aufgrund der hohen Arbeitsintensität empfohlen je Semester ein Projektmodul oder zwei Fachmodule zu besuchen. Die Examensprüfungen werden studienbegleitend absolviert.

Das Studium kann zum Wintersemester eines jeden Jahres aufgenommen werden und schließt mit dem Ersten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien Kunsterziehung im Zweifachstudium oder Doppelfach Kunsterziehung. Diese Abschlüsse qualifizieren für den Vorbereitungsdienst sowie die spätere Arbeit als Kunstlehrender an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen. Zugleich wird ebenso für verwandte Berufszweige wie jener der Kunstvermittler in außerschulischen und museumspädagogischen Bildungseinrichtungen qualifiziert. Darüber hinaus werden durch das Studium die Voraussetzungen zur Promotion im Feld der Kunstdidaktik oder im Rahmen des Ph.D.-Promotionsprogramms an der Fakultät Gestaltung erworben.


Aussichten
Die Aussichten für Lehrerinnen und Lehrer sind derzeit eher günstig, jedoch regional und je nach Schulart und -fach unterschiedlich. Der in Thüringen abgelegte Abschluss Lehramt an Gymnasien Kunsterziehung im Zweifachstudium wird in allen anderen Bundesländern anerkannt. Der Abschluss Doppelfach Kunsterziehung wird nur in wenigen Bundesländern (Thüringen, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Berlin). Um die Einstellungschancen für Doppelfachstudierende zu erhöhen, wird empfohlen, ein Ergänzungsfach zu studieren.
Studiengangsdetails:
  • Studiengebühren: siehe Website
  • Voraussetzung: Allgemeine Hochschulreife
  • Studienbeginn: Wintersemester
  • Regelstudienzeit: 10 Semester
  • Studienabschluss: Staatsexamen
  • Referenz-Nr: AUBI-1683 (in der Bewerbung bitte angeben)
Bewerbungsunterlagen:
  • siehe Website

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Christian Eckert

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