Marie Schüßler


Welche Aufgaben übernimmst du hauptsächlich? 
Die Aufgaben, die man im Betrieb übernimmt sind sehr vielfältig und wechseln je nachdem in welcher Abteilung man gerade eingesetzt ist.Im Personalmanagement erstellt man hauptsächlich Arbeitsverträge, Änderungsverträge, Arbeitszeitänderungen, Kündigungen und ist für die Verträge bzw. Formulare der Praktikanten zuständig. In der Finanzbuchhaltung gehört die Bearbeitung von Rechnungen (kontieren, prüfen, bestätigen lassen und die Rechnung anweisen), Buchung von Zahlungseingängen von Kostenträgern bzw. Privatpersonen und Mahnungen erstellen zu den Hauptaufgaben. Im Bereich Einkauf und Logistik ist man für die Erstellung von Bestellungen verantwortlich, bucht Rechnungen und Lieferscheine. Speziell im Logistikzentrum nimmt man die Bestellungen der einzelnen Stationen/Häuser auf, kommissioniert diese, liefert die Ware aus, prüft den Lagerbestand und bestellt neue Ware.

Warum hast du dich für den Ausbildungsberuf entschieden?
Der Ausbildungsberuf „Kauffrau im Gesundheitswesen“ ist sehr vielfältig und man kann in den verschiedensten Einrichtungen und Abteilungen tätig sein. Von der Zahlenraffinesse der Finanzbuchhaltung oder dem Controlling, über die paragraphischen Tiefen der Personalabteilung bis hin zum „medizinischen Shopping“ der Einkaufsabteilung bietet dieser Ausbildungsberuf eine Bielzahl an Möglichkeiten für sich das richtige während der Ausbildung zu finden. Außerdem kann man in den unterschiedlichsten Einrichtungen tätig sein, z.B Pflegedienst, Krankenhaus, Reha-Kliniken etc.

Wie lange dauert deine Ausbildung und unter welchen Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich?
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Bei guter schulischer Leistung und unter der Voraussetzung, dass das Betrieb zustimmt, kann man auf 2,5 Jahre verkürzen. Die Umschulung dauert zwei Jahre.

Welche schulischen und persönlichen Voraussetzungen sollten für den Beruf vorhanden sein?
Für unser Unternehmen war das Abitur bzw. der Abschluss der höheren Handelsschule die Grundvoraussetzung. Man sollte gute Noten in den Fächern Mathe, Deutsch und englisch mitbringen. Wenn ein kleiner Ausrutscher dabei ist, ist das auch nicht so schlimm ;-)
Persönlich sollte man sich bewusst sein, dass dieser Job vorwiegend ein Büro-Job ist. Ansonsten kann man sich während der Ausbildung ordentlich austoben und erkunden, welches Arbeitsfeld das richtige für einen selbst ist bzw. was einem am meisten Spaß macht und wo die eigenen Stärken liegen.

Welche Aufgaben gefallen dir besonders?
Ich persönlich finde es gut, wenn einem eigenverantwortliche Tätigkeiten oder Aufgaben übertragen werden, die man selbständig und kontinuierlich bearbeiten kann. Ich finde es z.B. spannend Arbeitsverträge, zwar ist es immer ein vorgegebener Ablauf, aber jeder Mensch, jeder Fall ist anders. man muss sich die persönlichen Daten aneignen, für welchen Beruf wird die Person eingestellt, wen muss ich informieren, welche Entgeltgruppe bekommt die Person usw. Genauso ist es in der Finanzbuchhaltung. Ich bekomme z.B. von jemandem Geld überwiesen oder ich muss eine Rechnung begleichen -> Zu welcher Kostenstelle ist die Rechnung/Zahlung zugeordnet, muss ich die Rechnung/Zahlung teilen, habe ich das Skonto im Blick, muss ich jemanden mahnen, wenn ja welche Mahnung? Also quasi ein vorgegebener Rahmen zur Orientierung, aber jeder Fall ist anders.

Wie ist der Unterricht beim Bildungspartner organisiert und welche Fächer sind besonders wichtig?
Man hat zwei Tage die Woche Unterricht in der Berufsschule. Die wichtigsten Fächer sind Abrechnung und Steuerung (AS), Management im Gesundheitswesen (MG) und Dienstleistungsprozesse (DP).
In AS lernt man die Grundlagen der Buchhaltung kennen und die verschiedenen Abrechnungssysteme anzuwenden. Außerdem werden alle Sozialversicherungen (Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung) thematisiert und unterschieden.
Im MG spielen die Marketing-Instrumente Kommunikationspolitik, Leistungspolitik, Distributionspolitik und Preispolitik eine große Rolle, aber auch andere Punkte wie Kundenbindungsmanagement oder die Kundenbefragungen.
In DP werden viele gesetzliche Themen angesprochen. Zum Beispiel die rechte und Pflichten von Auszubildenden und Ausbilder, die kommt ein Vertrag zustande, bzw. Störungen von Verträgen, betriebliche Organisation, Bestellsysteme usw.
Zusätzlich hat man Fächer wie Gesundheitserziehung, Religion, Deutsch, Sport, Englisch und Politik.

Welche Perspektive hast du nach der Ausbildung?
Man kann natürlich in einem der verschiedenen Unternehmensfelder im Betrieb einen Job bekommen oder man kann berufsbegleitend oder Vollzeit das Studium zum Betriebswirt machen. Je nach dem für welchen Bereich man sich entschieden hat kann man z.B. als Weiterbildung in der Finanzbuchhaltung seinen Bilanzbuchalter/Finanzbuchalter machen oder als Weiterbildung im Personalbereich der Personalkaufmann. Es gibt also auch eine Vielzahl an Möglichkeiten auch nach der Ausbildung.

Mir gefällt besonders

  1. Die Menschlichkeit im Betrieb
  2. Der freundliche, offene und ehrliche Umgang miteinander
  3. Eigenverantwortliche Tätigkeiten und Aufgaben, die selbständig und kontinuierlich bearbeitet werden können
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