Florian und Pascal

Florian und Pascal


Am 01.07.2019 haben wir unsere Ausbildung zum Rettungssanitäter beim Kreis Gütersloh begonnen.

Die erste Woche bestand aus einer Einführungswoche, in der wir gemeinsam einige Rettungswachen im Kreis besuchten. Hier er lernten wir zum Beispiel die Infrastruktur der Rettungswachen mit den jeweiligen strategischen Hintergründen kennen. Des Weiteren erklärte man uns  verschiedene medizinische Geräte mit denen wir nach unserer Ausbildung im Alltag arbeiten werden.

Ab der zweiten Juliwoche war es dann soweit. Der erste Ausbildungsabschnitt lautete Theorie, die wir im Stiwl (Studieninstitut Westfalen Lippe) in Bielefeld erlernten. Das Stiwl ist eine Rettungsdienstschule, mit der der Kreis Gütersloh zusammenarbeitet. Hier lernten wir gleich am Anfang vier Wochen lang sehr viel über den menschlichen Körper und seinen Aufbau sowie über sehr viele Krankheitsbilder und Verletzungsmuster mit der jeweiligen Behandlungsweise in Zusammenarbeit mit einem Notfallsanitäter (NFS). Im Kreis Gütersloh besteht eine Rettungswagenbesatzung (RTW) meistens aus einem NFS und einem RS. Diese ergänzen sich bei der Zusammenarbeit im Team.
 
Der zweite Abschnitt unserer 3 monatigen Ausbildung bestand aus einem Krankenhauspraktikum, indem wir unsere erlernte Theorie erstmals in die Praxis umsetzen konnten. Auf der Intensivstation zum Beispiel, konnten wir bei der Betreuung und Pflege der Intensivpatienten mitwirken und unterstützen. So bekamen wir auch in den weiteren Stationen wie Anästhesie und Notaufnahme die Möglichkeit einiges über akute Notfälle, welche ja zukünftig von uns erstversorgt werden, in der Praxis zu sehen und unter Aufsicht und Anleitung eigene Maßnahmen einzuleiten. Hierzu gehörte das Aufziehen von Medikamenten, das Legen von Venenverweilkanülen und die Blutentnahme.

Es war soweit: Schon viel gelernt begann endlich unser Praktikum auf einer der verschiedenen Lehrrettungswachen im Kreis. Endlich durften wir reale Einsätze mitfahren, in denen wir unsere erlernte Theorie und inzwischen auch Praxis weiter festigen und ausbauen durften. Die Zeit zwischen den Einsätzen in unseren 13Std Schichten nutzten wir, um uns auf die Prüfung im Oktober vorzubereiten. Immerhin war es ja schon September und die Prüfung rückte unaufhaltsam näher.

Auf geht’s in die Schlussphase. Nach dem Rettungswachen Praktikum „rief“ nochmal das Stiwl. Noch eine Woche Schule, dann stand die Prüfung an. In dieser Woche bereiteten uns unsere Dozenten sowie wir uns gegenseitig nochmal richtig auf die Prüfung vor. Diese bestand im Oktober dann aus drei Teilen. Eine mündliche, eine schriftliche, und eine praktische Prüfung. 

Es war geschafft! Wir haben bestanden und durften uns fortan Rettungssanitäter nennen. Eine anstrengende Zeit zahlte sich aus und ging zuende.

Kaum die Prüfung abgelegt, ging es auch schon weiter. Eine weitere Einführungswoche erwartete uns, in der wir auf die verschiedensten Geräte eingewiesen wurden. Ebenso schauten wir nochmal alles Wichtige für den Alltag genau nach. Wo liegt was im Fahrzeug? Was genau finde ich in welcher Tasche im Notfallrucksack und vieles mehr….

Nach dieser Einweisungswoche ging es dann erstmal für 4 Wochen nach Halle, wo wir zuerst auf einem Krankentransportwagen (KTW) eingesetzt wurden. Das erste Mal ging es richtig los, das erste Mal Patienten nur mit einem Kollegen / einer Kollegin transportieren, ohne das ein Lehrer oder Praxisanleiter hinter uns stand.

Dennoch gab nach wie vor noch einiges zu Lernen. Wo ist welches Krankenhaus? Welche Fachbereiche bieten die verschiedenen Krankenhäuser an? Wo ist eigentlich die Einfahrt für den Rettungsdienst und wo muss ich die Patienten anmelden? Das alles war in vier Wochen schnell gelernt und gefestigt, sodass wir einer Rettungswache im Kreis Gütersloh zugeteilt wurden und fortan unsere Dienste im Schichtsystem in der Notfallrettung antreten.

Alles in allem können wir sagen, dass wir in unserer dreimonatigen Ausbildung unheimlich viel gelernt haben. Bei einer Ausbildung beim Kreis Gütersloh erwartet euch in jeder Hinsicht ein starkes Team. Im Rettungsdienst ebenso wie in der Verwaltung. Ein aufregendes großes Arbeitsspektrum von A wie Atemnot bis Z wie Zerrung es ist wirklich alles dabei. Kein Tag, kein Dienst und kein Einsatz ist wie der vorherige. Es warten spannende und immer neue Herausforderungen, die es zusammen mit Kollegen und Kolleginnen zu bewältigen gilt.

Wir hoffen, wir konnten Dir/Euch die Ausbildung zum RS mit unserem Erfahrungsbericht ein Stückchen näher bringen. Viel Spaß und Erfolg bei der Bewerbung und der Ausbildung wünschen Dir/Euch Florian und Pascal
Rettungssanitäter (schul.) (m/w/d)

Rettungssanitäter (schul.) (m/w/d)

Rettungssanitäter versorgen Verletzungen und ergreifen, falls erforderlich, lebensrettende Maßnahmen. Sie übernehmen die Notfallversorgung von Patienten, bis sie diese an Ärzte im Klinikum übergeben können.

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Kreis Gütersloh

33334 Gütersloh (Nordrhein-Westfalen, Deutschland)

Die Kolleginnen und Kollegen von Morgen können sich bei uns über eine abwechslungsreiche Ausbildung in mehr als 11 Ausbildungsberufen freuen. In zwei Einführungswochen lernen die Auszubildenden den Kreis Gütersloh, als Arbeitgeber und als Region, näher kennen.

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