Benjamin O.

Benjamin O.


Welche Aufgaben übernimmst du hauptsächlich?
In der Regel sind meine Aufgaben den Umständen eines Projekts geschuldet. Als Anwendungsentwickler steht die Programmierung von Software natürlich im Mittelpunkt. Allerdings sind auch Tätigkeiten im Bereich des Projektmanagements von großer Bedeutung. So ist man als Azubi an der Konzeption, Planung, Realisierung und Kontrolle von Projekten beteiligt. Weiterhin haben wir in unserer Abteilung viele Praktikanten, die von uns Auszubildenden betreut werden. Es ist eine spannende Sache, zu sehen, wie man sich vor anderen Leuten präsentiert und wie man sein Wissen (erfolgreich) vermitteln kann.

Was ist das Besondere an deinem Betrieb?
Das Arbeitsklima ist sehr angenehm, man bekommt viele Freiheiten, die auf Eigeninitiative und Selbstständigkeit beruhen. Allerdings stehen bei Rückfragen auch immer Mitarbeiter oder andere Azubis mit Rat und Tat zur Seite. Ich erachte es als äußerst positiv, dass ich mit anderen Auszubildenden ein eigenes Projekt in seiner Gesamtheit konzeptioniert und realisiert habe. Zudem ist mir sehr wichtig, dass Materna eine Perspektive nach der Ausbildung bietet. Die Möglichkeiten, als Mitarbeiter Berufserfahrung zu sammeln, als studentischer Mitarbeiter weiter tätig zu sein oder ein berufsbegleitendes Studium zu beginnen, sind alles mögliche Optionen.

Warum hast du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden?
Weil ich mich nach der Schule zunächst in einem praxisnahen Umfeld etablieren wollte. Das Berufsbild des Fachinformatikers ist eines mit Zukunft, denn die IT ist eine spannende, faszinierende Branche, die in diversen Gebieten Einsatz findet und eine zentrale Rolle einnimmt. Dementsprechend ist ein Ende der Entwicklung nicht abzusehen. Die Entwicklung von Software, in welcher Form auch immer (Webapplikationen, etc.), sagt mir mehr zu, als die hardwarenäheren Tätigkeiten der Systemintegratoren.

Welche Aufgaben gefallen dir besonders?
Spezielle Aufgaben, die besonders hervorstechen, kann ich in nicht nennen. Als besonderes Ereignis während meiner Ausbildung ist ein Projekt zu nennen, das in Zusammenarbeit mit der Hauptschule Hörde realisiert wurde. Hierbei handelt es um ein softwaregestütztes Verfahren zum Entwickeln, Archivieren und Auswerten von Förderplänen. Ziel ist es, die erfolgreiche individuelle Förderung der Schüler zu unterstützen. Auch wenn dieses Projekt den Charakter eines Übungsprojekts besitzt, konnte ich früh den Umgang mit Kunden erproben, sowie Konzeption und Realisierung eines Projekts in seiner Gesamtheit erlernen.

Wie lange dauert deine Ausbildung und unter welchen Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich?
Die Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung dauert in der Regel 3 Jahre. Allerdings besteht die Möglichkeit, diese bei entsprechend guten schulischen und betrieblichen Leistungen auf 2,5 Jahre zu verkürzen. In der Berufsschule muss man einen Notendurchschnitt von 2,49 oder besser aufweisen, um vorzeitig zur Prüfung zugelassen zu werden.

Welche schulischen und persönlichen Voraussetzungen sollten für den Beruf vorhanden sein?
Auf Grund der Komplexität einiger Themengebiete und Zusammenhänge sollte schon das Abitur als schulische Voraussetzung genannt werden. Allerdings ist es auch möglich über andere Ausbildungsformen, die bereits Grundlagen vermitteln, diesen Berufszweig zu erlernen. Zu nennen wäre an dieser Stelle die Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten. Als persönliche Voraussetzungen zählen, unabhängig von der Vorbildung, ganz klar die Bereitschaft zum Lernen und das Interesse, Grundlagen zu vertiefen. Hoch einzuschätzen sind auch Eigeninitiative und selbstständiges Arbeiten. Das Klischee des Informatikers als Einzelgänger kann ich weiterhin nicht bestätigen, da in der Regel in Teams gearbeitet wird und dementsprechend Kommunikation stattfinden muss. Vorkenntnisse, z.B. bezüglich Programmiersprachen, sind natürlich nie von Nachteil, allerdings nichts zwingend erforderlich.

Wie ist der Unterricht an der Berufsschule organisiert und welche Fächer sind besonders wichtig?
Unterrichtet werden folgende Fächer: Deutsch, Englisch, Religion, Politik, IT-Systeme, Wirtschaft und Anwendungsentwicklung. Wobei die drei zuletzt genannten über den kompletten Ausbildungszeitraum gelehrt werden und dementsprechend einen höheren Stellenwert einnehmen. Die anderen vier Fächer werden nur im ersten Ausbildungsjahr unterrichtet, allerdings fließen die Noten in die Abschlussnote ein, also sind diese ebenfalls von Bedeutung.

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung?
Grundsätzlich bietet Materna einige Perspektiven nach der Ausbildung, was mir persönlich sehr wichtig ist. Neben einer Festanstellung besteht auch die Möglichkeit, als studentischer Mitarbeiter zu arbeiten, falls man die Ausbildung noch einen Vollzeitstudium ergänzen möchte. Darüber hinaus kann man auch berufsbegleitend studieren, z.B. an der FOM oder FH Dortmund, wobei diese Varianten bei entsprechender Leistung auch unterstützt werden können.

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Materna Information & Communications SE

44141 Dortmund (Nordrhein-Westfalen, Deutschland)

- - Die Materna-Gruppe wurde 1980 gegründet. Heute gehören zum Familienunternehmen mehrere Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Gemeinsam erwirtschaften wir einen Gruppenumsatz von 288,6 Millionen Euro (2018). -

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