Berufsvorbereitende Maßnahmen

Nur noch wenige Monate bis zu deinem Schulabschluss und dann ist es endlich geschafft – du hast den ersten Schritt in die richtige Richtung getan. Doch nicht jedem gelingt sofort der Übergang von der Schule in eine Ausbildung. Für diese Situationen gibt es berufsvorbereitende Maßnahmen (BvB), womit du die Wartezeit bis zum nächsten Ausbildungsjahr sinnvoll nutzen kannst und dir so der Einstieg in die Berufswelt erleichtert wird. Du kannst die berufsvorbereitenden Maßnahmen entweder allgemein oder in einem bestimmten Bereich absolvieren. Der Vorteil an BvB ist, dass du

Auf den folgenden Seiten erhältst du Informationen zu den drei bekanntesten berufsvorbereitenden Maßnahmen, die dir helfen, den richtigen Weg einzuschlagen.

Ablauf und Dauer

Die berufsvorbereitende Maßnahme wird von Ausbildern, Lehrkräften und Sozialpädagogen geleitet, die dir während der BvB an fünf Tagen in der Woche sowohl theoretisches als auch praktisches Wissen vermitteln. Je nach Maßnahme kann diese bis zu einem Jahr dauern und kann sogar auf 18 Monate verlängert werden.

Bevor es richtig losgeht, musst nicht nur du dir über deine Stärken und Talente bewusst werden, sondern auch die Betreuer. Natürlich werden auch deine Schwächen behandelt, damit du nach der berufsvorbereitenden Maßnahme einen optimalen Einstieg in der Berufswelt findest. Die Analyse deines Stärken-Schwächen-Profils hat den Vorteil, dass die bestimmten Trainingseinheiten wie zum Beispiel Berufswahl, Bewerbungstraining und soziales Verhalten auf dein Profil ausgerichtet werden. Die Ausbilder, Lehrkräfte und Sozialpädagogen helfen dir deinen Traumberuf zu finden, dich optimal auf ein Bewerbungsgespräch vorzubereiten und dir hilfreiche Tipps zum Umgang mit Anderen, zum richtigen und selbstbewussten Auftreten sowie zum Verhalten in Konfliktsituationen zu geben.

Im Anschluss werden dir zunächst die theoretischen und allgemeinbildenden Inhalte vermittelt. Hier werden dir die Grundkenntnisse in den verschiedenen Berufsfeldern sowie die Schlüsselqualifikationen angeeignet. Des Weiteren absolvierst du neben der Schule auch Betriebspraktika, um bereits Einblicke in die unterschiedlichen Berufsbilder zu gewinnen und die ersten Berufserfahrungen zu sammeln.

Finanzierung

Die berufsvorbereitende Maßnahme ist eine Initiative der Bundesagentur für Arbeit, die mit den Berufsschulen und den freien Bildungsträgern kooperieren. Dadurch entstehen dir keine Kosten. Während der BvB kannst du auch finanzielle Hilfe in Anspruch nehmen in Form von Berufsausbildungsbeihilfe (BaB) oder Ausbildungsgeld. Ob auch du Anspruch auf die Finanzierungshilfen während der berufsvorbereitenden Maßnahmen hast, erfährst du hier. Des Weiteren kannst du dir auch deine Fahrtkosten erstatten lassen und sparst so eine Menge Geld.

Ausbildungsvorbereitendes Jahr (AVJ)

Das Ausbildungsvorbereitende Jahr (AVJ) ist eine berufsvorbereitende Maßnahme, die sich an junge Menschen richtet. Jugendliche, die noch keine passende Ausbildung gefunden haben, können an dieser Maßnahme teilnehmen. Du besuchst eine Berufsschule, an der du ein ausbildungsvorbereitendes Jahr für die folgenden Berufsfelder absolvieren kannst:

Um an einem ausbildungsvorbereitenden Jahr (AVJ) teilzunehmen, musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Wenn du alle folgenden Fragen mit „ja“ beantworten kannst, kannst du diese Maßnahme in Anspruch nehmen:

Du besuchst eine Berufsschule in Vollzeit und lernst die Grundqualifikationen eines bestimmten Berufsbildes kennen. Der Berufsschulunterricht ist so gestaltet, dass dein Stundenplan sowohl allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Mathe und Sozialkunde als auch berufsbezogene Fächer wie Wirtschaft enthält. Dein erlerntes theoretisches Wissen kannst du anschließend in den Betriebspraktika anwenden und festigen. Neben den gesammelten Grundkenntnissen sammelst du auch praktische Erfahrungen, die dir bei der Entscheidung für deinen Traumberuf helfen.

Info: Diese berufsvorbereitendende Maßnahme ist nur in Kiel möglich!

Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE)

Die Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE) ist eine berufsvorbereitende Maßnahme, die sich vor allem an lern und sozial schwache Jugendliche richtet. Sie finden trotz ausbildungsbegleitender Hilfen keinen Ausbildungsplatz in einem Unternehmen und sind daher auf das BaE angewiesen. Das Ziel der Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE) ist es, dass die Jugendlichen möglichst bereits nach dem ersten Ausbildungsjahr einen Ausbildungsplatz in einem Unternehmen finden und die Ausbildung dort weiterführen können.

Die Teilnahme an der außerbetrieblichen Berufsausbildung (BaE) ist für lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte Jugendliche vorgesehen. Wenn du auch alle folgenden Fragen mit „ja“ beantworten kannst, kannst du diese Maßnahme in Anspruch nehmen:

Im Gegensatz zu anderen berufsvorbereitenden Maßnahmen kann man BaE in zwei unterschiedlichen Modellen absolvieren:

  1. Integratives Modell
    Du besuchst eine Berufsschule in Vollzeit und lernst die Grundqualifikationen eines bestimmten Berufsbildes kennen. Der Berufsschulunterricht ist so gestaltet, dass dein Stundenplan sowohl allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Mathe und Sozialkunde als auch berufsbezogene Fächer wie Wirtschaft enthält. Neben dem erlernten theoretischen Wissen werden dir auch in der Berufsschule die fachpraktischen Inhalte vermittelt. Diese werden ggf. durch Praktika in den Betrieben ergänzt.
  2. Kooperatives Modell
    Der Unterschied zum integrativen Modell besteht hier, dass du die fachpraktischen Inhalte in den Kooperationsbetrieben lernst und direkt vor Ort anwenden kannst. Du bekommst einen Einblick in die betrieblichen Abläufe und einen Überblick über die einzelnen Stationen.

Im Allgemeinen unterstützen dich auch die Lehrkräfte und Pädagogen in der Fachtheorie, Fachpraxis und den allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Mathe und Sozialkunde. Des Weiteren erhältst du auch Hilfestellungen für deine Prüfungsvorbereitung und Beratung bei Problemen.

Berufseinstiegsjahr (BEJ)

Das Berufseinstiegsjahr ist eine berufsvorbereitende Maßnahme, die sich vor allem an Schulabgänger mit einem Hauptschulabschluss richtet und noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Das Ziel des Berufseinstiegsjahrs (BEJ) ist es, dass die Jugendlichen eine Ausbildungsreife erlangen. Das bedeutet, dass sie sich für ein Berufsfeld entscheiden und durch ihre Erfahrungen in diesem Jahr selbstbewusster in die Ausbildung gehen.

Für die Teilnahme an dem Berufseinstiegsjahr (BEJ) solltest du folgende Fragen mit „ja“ beantworten können, um diese Maßnahme in Anspruch zu nehmen:

Du besuchst eine Berufsschule in Vollzeit und lernst die Grundqualifikationen eines bestimmten Berufsbildes kennen. Der Berufsschulunterricht ist so gestaltet, dass dein Stundenplan sowohl allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Mathe und Sozialkunde als auch berufsbezogene Fächer wie Wirtschaft enthält. Dein erlerntes theoretisches Wissen kannst du anschließend in den Betriebspraktika anwenden und festigen. Neben den gesammelten Grundkenntnissen sammelst du auch praktische Erfahrungen, die dir bei der Entscheidung für deinen Traumberuf helfen.

Berufseingangsklasse (BEK)

Die Berufseingangsklasse (BEK) ist eine berufsvorbereitende Maßnahme, die sich an Jugendliche mit persönlichen, familiären und schulischen Problemen richtet. Ziel der BEK ist es, dass dir der Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ermöglicht wird. Falls du keinen Schulabschluss in der Tasche hast, kannst du in der Berufseinstiegsklasse deinen Hauptschulabschluss nachholen.

Für die Teilnahme an der Berufseingangsklasse (BEK) solltest du folgende Fragen mit „ja“ beantworten können, um diese Maßnahme in Anspruch zu nehmen:

Während der Berufseingangsklasse wirst du von Berufsberatern begleitet, die mit dir eine Potentialanalyse, eine Berufsfelderprobung und die Qualifizierungsbausteine durchführen. Mit der Potentialanalyse soll ermittelt werden, welche Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten du bereits schon besitzt. Anhand der Ergebnisse hast du eine bessere Orientierung, welche Berufe am besten zu dir passen. Durch Praxisbeispiele bekommst du Einblicke in den Beruf und kannst für dich selbst feststellen, ob der Ausbildungsberuf für dich der Richtige ist. Die Qualifizierungsbausteine bieten dir die Möglichkeit, fachpraktische Inhalte und die Fertigkeiten für den jeweiligen Ausbildungsberuf zu erlernen. Je nach Bildungsträger kannst du zwischen folgenden Qualifizierungsbausteinen wählen:

Info: Diese berufsvorbereitendende Maßnahme ist nur in Kiel möglich!

Berufsgrundschuljahr (BGJ)

Das Berufsgrundschuljahr (BGJ) ist eine berufsvorbereitende Maßnahme, die sich an junge Menschen richtet. Jugendliche, die noch keine passende Ausbildung gefunden haben, können an dieser Maßnahme teilnehmen. Du besuchst eine Berufsschule, an der du ein staatlich anerkanntes Ausbildungsjahr bzw. berufsvorbereitendes Jahr abschließen kannst.

Um an einem Berufsgrundschuljahr (BGJ) teilzunehmen, musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Wenn du alle folgenden Fragen mit „ja“ beantworten kannst, kannst du diese Maßnahme in Anspruch nehmen:

Der Vorteil an dem Berufsgrundschuljahr (BGJ) ist, dass es dem ersten Ausbildungsjahr gleichgesetzt ist. Das heißt für dich, dass du nach dem BGJ bereits in das zweite Ausbildungsjahr einsteigen kannst. Du besuchst eine Berufsschule in Vollzeit und lernst die Grundqualifikationen eines bestimmten Berufsbildes kennen. Der Berufsschulunterricht ist so gestaltet, dass dein Stundenplan sowohl allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Mathe und Sozialkunde als auch berufsbezogene Fächer wie Wirtschaft enthält. Dein erlerntes theoretisches Wissen kannst du anschließend in den Betriebspraktika anwenden und festigen. Neben den gesammelten Grundkenntnissen sammelst du auch praktische Erfahrungen, die dir bei der Entscheidung für deinen Traumberuf helfen.

Natürlich erhältst du auch bei dem Berufsgrundschuljahr ein Zeugnis. Wenn du in allen Fächern mindestens die Note 4 erreicht hast und regelmäßig zum Berufsschulunterricht gegangen bist, bekommst du ein Abschlusszeugnis ausgehändigt. Ist das nicht der Fall und du hast in einem Fach die Note 5 oder 6 und warst unregelmäßig in der Berufsschule, wird dir nur das Abgangszeugnis übergeben.

Berufsorientierungsjahr (BOJ)

Das Berufsorientierungsjahr (BOJ) ist eine berufsvorbereitende Maßnahme, die sich an Jugendliche ohne einen Hauptschulabschluss richtet. Die Maßnahme vermittelt dir berufliche Kenntnisse aus verschiedenen Berufen und Bereichen. Des Weiteren kannst du deinen Hauptschulabschluss nachholen.

Um an einem Berufsorientierungsjahr (BOJ) teilzunehmen, musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Wenn du alle folgenden Fragen mit „ja“ beantworten kannst, kannst du diese Maßnahme in Anspruch nehmen:

Während des Berufsorientierungsjahres (BOJ) lernst du die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse aus den unterschiedlichen Berufsfeldern kennen. Nach der Auswahl für ein bestimmtes Berufsfeld, wird der Unterricht darauf ausgerichtet. Nach dem Berufsorientierungsjahres (BOJ) hast du deine Schulpflicht erfüllt und zugleich einen Hauptschulabschluss erlangt. Dies berechtigt dich dazu, ein Berufsgrundschuljahr zu besuchen oder eine Ausbildung zu beginnen.

Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)

Das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) ist eine berufsvorbereitende Maßnahme, die sich an junge Menschen richtet. Jugendliche, die noch keine passende Ausbildung gefunden haben, können an dieser Maßnahme teilnehmen. Du besuchst eine Berufsschule, an der du ein staatlich anerkanntes Ausbildungsjahr bzw. berufsvorbereitendes Jahr abschließen kannst. Ziel des BVJ ist es, dich optimal auf die Anforderungen einer beruflichen Ausbildung vorzubereiten.

Um an einem Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) teilzunehmen, musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Wenn du alle folgenden Fragen mit „ja“ beantworten kannst, kannst du diese Maßnahme in Anspruch nehmen:

Du besuchst eine Berufsschule in Vollzeit und lernst die Grundqualifikationen eines bestimmten Berufsbildes kennen. Der Berufsschulunterricht ist so gestaltet, dass dein Stundenplan sowohl allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Mathe und Sozialkunde als auch berufsbezogene Fächer wie Wirtschaft enthält. Dein erlerntes theoretisches Wissen kannst du anschließend in den Betriebspraktika anwenden und festigen. Neben den gesammelten Grundkenntnissen sammelst du auch praktische Erfahrungen, die dir bei der Entscheidung für deinen Traumberuf helfen.