Eltern-Ratgeber für die Ausbildung

Wie Sie Ihr Kind bei der Bewerbung unterstützen

Elektronisch statt postalisch

Die Zeiten haben sich geändert: Waren zu Ihrer Zeit vermutlich noch Bewerbungsmappen gefragt, die per Post verschickt wurden, geht der derzeitige Trend zur Online-Bewerbung. Einer jüngsten Befragung zufolge bevorzugen 68 % der Personalverantwortlichen die Bewerbung über ein Online-Formular. 24 % präferieren die Bewerbung per E-Mail und nur noch 4 % der Personaler setzen weiterhin auf papierbasierte Bewerbungsmappen.

(Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/223909/umfrage/praeferierte-formate-der-bewerbungen-durch-unternehmen/)

Detailliertere Informationen zu den einzelnen Bewerbungswegen finden Sie in unseren Bewerbungstipps:

Bewerbungsunterlagen im Wandel der Zeit

Auch wenn die Bewerbung heutzutage elektronisch statt postalisch versendet wird, hat sich an den Inhalten wenig geändert: Anschreiben und Lebenslauf gehören zu jeder Bewerbung dazu. Achtung: War es früher noch üblich, Angaben zu Eltern, Geschwistern und der Konfession zu machen, verzichtet man heute darauf. Ausnahme: Bewirbt sich Ihr Kind bei einem sog. Tendenzbetrieb, beispielsweise bei einer Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft, gehört die Konfession mit in den Lebenslauf.

Ein weiterer Unterschied zu Ihrer Zeit: Der Lebenslauf wird nicht ausführlich als Fließtext, sondern in tabellarischer Form geschrieben. Üblich ist, Anschreiben und Lebenslauf am Computer zu tippen. Sollte eine handschriftliche Bewerbung gewünscht sein, steht dies explizit in der Stellenausschreibung. Welche Unterlagen sonst noch verlangt werden, können Sie ebenfalls der Stellenausschreibung entnehmen. In der Regel sind dies das letzte Schulzeugnis sowie Praktikumsnachweise. Generell gilt für die Auswahl der Anlagen: Weniger ist mehr! Wenn Ihr Kind also voller Enthusiasmus die Ehrenurkunde der letzten Bundesjugendspiele beilegen will, sollten Sie ihm dies ausreden.

Weiterführende Informationen finden Sie in unseren Bewerbungstipps:

Schlüsselkompetenzen

Neben dem erforderlichen Schulabschluss und ggf. Mindestnoten in ausgewählten Fächern sind in der Stellenausschreibung auch verschiedene Eigenschaften aufgeführt, die Ihr Kind als Bewerber mitbringen soll. Zu diesen sog. Soft-Skills zählen beispielsweise:

Spätestens jetzt kommen die Notizen aus der Checkliste ins Spiel: Suchen Sie für die verlangten Soft-Skills nach Belegen. Auf diese kann Ihr Kind dann zurückgreifen, wenn es das Anschreiben und den Lebenslauf schreibt.

Tipp: Auch wenn es Ihnen als Eltern in den Fingern juckt, sollten nicht Sie die Bewerbung für Ihr Kind schreiben. Das muss Ihr Sohn oder Ihre Tochter schon selber machen! Halten Sie sich einfach im Hintergrund als Ansprechpartner bereit und bieten Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter an, die Bewerbung Korrektur zu lesen, bevor diese versendet wird. Achtung: Auch die Rechtschreibung hat sich in den letzten Jahren geändert. Schauen Sie bei Unsicherheiten im Duden nach! Einer unserer besonderen Services ist der Bewerbungs-Check: Unser Beratungs-Team prüft die Bewerbungsunterlagen auf Aussagekraft, Tippfehler und formale Gestaltung.

Häufige Fragen