Ein ganz besonderes Augenmerk legt das Karriere-Ranking auf die wirtschaftliche Dynamik der einzelnen Städte. Die Entwicklung des Arbeitsmarkts und der Wirtschaft trugen zusammen 30% zur Gesamtwertung bei. Als wichtigster Einzelfaktor wurde allerding das Durchschnittsgehalt mit 25% bewertet. Daneben flossen die regionalen Mietpreise sowie die Lebensqualität in das Ergebnis mit ein.

Als Sieger des Karriere-Ranking ging die bayerische Landeshauptstadt hervor, die in den vergangenen Jahren auf ohnehin hohem Niveau noch beachtliche Wachstumsraten verzeichnen konnte. Allein zwischen 2010 und 2013 ist das Angebot an Arbeitsplätzen in München um insgesamt rund neun Prozent gewachsen. Nachteilig für Arbeitnehmer wirkt sich das rasante Wachstum allerdings durch die außergewöhnlich hohen Lebenskosten aus. Wer beim hohen Gehaltsniveau den Anschluss verpasst, bekommt schnell die steigenden Mietpreise zu spüren. Deutlich günstiger lebt es sich da z.B. in Berlin.


Berlin und Leipzig wachsen am schnellsten

Doch die Hauptstadt hat weit mehr als nur bezahlbaren Wohnraum zu bieten. Das Angebot an Arbeitsplätzen ist in Berlin zwischen 2007 und 2013 pro Jahr durchschnittlich um 2,5% gewachsen. Damit liegt sie bei der wirtschaftlichen Dynamik klar in Führung. Zwar müssen die Berliner heute noch mit einer hohen Arbeitslosigkeit und vergleichsweise niedrigen Gehältern leben, doch zeigt die Entwicklung große Perspektiven auf. Für die steht geradezu sinnbildlich die boomende Berliner Startup-Szene. Laut McKinsey dürfte die Hauptstadt deren positive Auswirkungen am Arbeitsmarkt in vollem Umfang erst noch zu spüren bekommen.

Neben der Berliner Wirtschaft ist auch die in Leipzig in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen und zieht heute auch dank niedriger Lebenskosten zahlreiche junge Leute und Studenten an. Auch hier können die negativen Aspekte wie das nach wie vor niedrige Gehaltsniveau durch die guten Aussichten weitgehend kompensiert werden.


Hohe Lebensqualität in Düsseldorf und Hamburg

Auch Hamburg konnte in den letzten Jahren eine besonders positive Entwicklung am Arbeitsmarkt vorweisen. Nach Abzug der lebensnotwendigen Ausgaben haben die Hanseaten außerdem deutschlandweit das meiste Geld zur Verfügung. So lässt sich das breite Kultur-, Freizeit- und Erholungsangebot der Stadt besonders genießen, woraus sich auch eine ausgesprochen positive Wertung bei der Lebensqualität ergibt.

Platz zwei des Karriere-Rankings geht an Düsseldorf, das mit durch und durch soliden Wirtschaftsdaten punktet. Die Nordrheinwestfählische Landeshauptstadt ist nicht nur Deutschlands bedeutendster Standort für die Mobilfunkbrache. Sie bietet ihren Arbeitnehmern auch überdurchschnittliche Gehälter und laut Service Value die höchste Lebensqualität unter den deutschen Großstädten. Besonders Flair und Atmosphäre sowie Leben und Wohnen harmonieren in kaum einer Stadt so gut wie in Düsseldorf.

Dagegen haben die klassischen Vorzeigestädte Frankfurt und Stuttgart im Ranking überraschend schlecht abgeschnitten. Stuttgart ist nach wie vor ein Paradies für Ingenieure. Rund jede zehnte Stuttgarter Stellenanzeige ist an sie adressiert. Die wirtschaftliche Entwicklung ging zuletzt aber deutlich langsamer voran als in anderen Städten. Im Jahr 2011 lag die Wirtschaftskraft noch unter dem Niveau von 2007. Als karrieretechnisch schwächste Alternative ist Bremen aus der Wertung hervorgegangen.

Weitere Information sind im Karriere-Atlas enthalten.

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