Wie wird man eigentlich Moderator?



Da sitzt du abends mit Popcorn zufrieden auf dem Sofa und schaust Fernsehen, als der Moderator die Bühne betritt: Alleine mit seiner Ausstrahlung bringt er das Publikum zum Jubeln, fesselt die Blicke seiner Zuschauer und lässt dich nachdenklich auf deinem Sofa zuhause auf den Bildschirm schauen. Selber Moderator zu werden, das ist doch unmöglich. Denkst du? Dann hast du nicht ganz richtig gedacht – wir zeigen dir wie man auch in diesem nicht so klassischen Beruf Fuß fassen kann.


Eine klassische Ausbildung als Moderator gibt es leider nicht, allerdings gibt es viele Möglichkeiten, mit denen man die Chance, diesen Job zu bekommen, erhöhen kann.

Eine klassische Ausbildung als Moderator gibt es leider nicht, allerdings gibt es viele Möglichkeiten, mit denen man die Chance, diesen Job zu bekommen, erhöhen kann. (Bild: ©Pixabay Public Domain)


Was macht ein Moderator?

Wir kennen sie alle: Günther Jauch von „Wer wird Millionär?“ oder Stefan Raab, der noch vor einer Weile in fast jeder Show von Pro Sieben auftauchte. Aber auch der Radiosprecher, der dich morgens im Bad beim Zähneputzen unterhält, oder die Frau bei einer Job-Messe auf der Bühne tun es: Sie moderieren, leiten durch ein Programm oder eine Show und geben jeder Veranstaltung einen roten Faden.

Zusätzlich können Moderatoren auch in verwandten Berufs-Gebieten arbeiten. So synchronisieren sie zum Beispiel Filme, arbeiten in der Werbung oder geben TV-Beiträgen als Off-Sprecher eine Stimme.

Als Moderator machst du aber mehr, als nur am Mikro stehen: Der Hauptteil deiner Arbeit findet vor der Show statt und besteht zu großen Teilen aus Redaktionsarbeit: Du besprichst regelmäßig mit deinem Team den Redaktionsplan und den Ablauf einzelner Shows, bereitest Interviews vor und recherchierst. Außerdem schreiben die meisten Moderatoren mittlerweile ihre Moderations-Texte komplett selber, egal, ob du beim Radio oder Fernsehen arbeitest.

 

Was solltest du mitbringen?

Grundvoraussetzung für den Beruf des Moderators ist eine ansprechende Stimme und eine herausstechende Persönlichkeit. Mit einem sympathisch-charismatischen Auftreten kannst du deine Zuschauer für dich gewinnen und wertest jede Veranstaltung auf.

Außerdem solltest du Hochdeutsch sprechen, ein gutes Sprachgefühl haben und Interesse an möglichst verschiedenen Themen mitbringen.

 

Ein Studium ist für den Moderatorenjob nicht zwangsläufig Pflicht, häufig ist es sogar sinnvoller, zuerst als Redakteur zu arbeiten, da man so schon Erfahrungen mit der redaktionellen Arbeit sammeln kann.

 

Wie findest du einen Job als Moderator?

Es gibt leider nicht die klassische Ausbildung oder den einen Weg um Moderator zu werden. Trotzdem erhöhen einige Faktoren deine Jobchancen: Je früher du anfängst dich in der Medienbranche um Nebenjobs und Praktika zu bemühen umso mehr Erfahrungen und Referenzen kannst du für spätere Bewerbungen sammeln. Außerdem solltest du dich frühzeitig über Workshops und Seminare in Stimme, Körpersprache und Interviewführung ausbilden lassen.

 

Darüber hinaus sind Kontakte in die Medienbranche einer der wichtigsten Bestandteile, um für Jobs vorgeschlagen zu werden. Dementsprechend ist dein Wohnort ein wichtigerer Faktor, als in anderen Berufsgruppen. In Medienstädten wie Köln oder Berlin bspw., hast du einen besseren Ausgangspunkt, um die Menschen der Medienbranche kennenzulernen. Außerdem ist das Angebot von Workshops, Seminaren, Praktika und Nebenjobs im Medienbereich in diesen Städten deutlich höher als in anderen und du kannst dir so leichter ein Netzwerk aufbauen und deine Praxiskenntnisse ausbauen.

 

Wenn du bereits schon einige Erfahrungen im Moderatorengeschäft gesammelt hast, kannst du dich außerdem auf Moderatorenjobs und bei Künstler- und Moderatorenagenturen bewerben. Da bei den meisten Medienunternehmen diese Stellen selten ausgeschrieben werden, ist deine Initiativbewerbung gefragt. Bestandteil sollte ein Anschreiben, ein Lebenslauf und Arbeitsproben in Form von Videos oder Tonaufnahmen sein. Gern gesehen sind neben bereits ausgestrahlten Beiträgen, auch kreativ selbsterstellte Aufnahmen für die Bewerbung.


Quellen:

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