Anschreiben

Das Anschreiben ist das erste Dokument, das der Personaler bzw. die Personalerin von dir sieht. Wenn du hier nicht überzeugst, stehen deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz schlecht. Also, worauf musst du in deinem Anschreiben achten?

1.  Die passende Form: Beim Aufbau deines Bewerbungsanschreibens musst du dich an die DIN Norm 5008 halten. Diese gibt vor, wie das Dokument strukturiert sein muss, z. B. wie viele Leerzeilen zwischen einzelne Bereiche eingefügt werden sollten und wo das Datum hingehört.

2.  Individualität ist Trumpf: Standardformulierungen wie „Hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen um…“ kannst du direkt vergessen! Ein individuelles Anschreiben gehört zu einer guten Bewerbung dazu, d. h. der Personaler darf nicht auf die Idee kommen, dass du Massenbewerbungen verschickt hast. Gehe daher genau auf die Stellenbeschreibung und auf den Ausbildungsbetrieb ein. Wieso möchtest du deine Ausbildung gerne dort beginnen? Welche Stärken und Fähigkeiten bringst du mit, die für die Lehrstelle essenziell sind? Warum bist DU die richtige Person für das Unternehmen? Diese Fragen solltest du im Bewerbungsanschreiben beantworten und schon bist du auf der sicheren Seite.

3.  Stärken mit Erfahrungen verbinden: Schön und gut, wenn du deine Stärken und Eigenschaften aufzählst – das ist jedoch nicht der Sinn eines Anschreibens. Besser ist es, wenn du deine persönlichen Fähigkeiten mit Beispielen aus Praktika, Nebenjobs oder Hobbys verbindest. Du spielst schon lange in einer Fußballmannschaft? Das zeigt deine Teamfähigkeit. Du hast bereits ein Praktikum in einer KiTa gemacht? Dann bist du wohl gut organisiert und geduldig. Nebenbei arbeitest du als Promoter? Kommunikationsfähigkeit und Offenheit sind deine Stärken. Übertreibe allerdings nicht mit der Länge, denn dein Anschreiben darf eine DIN A4-Seite nicht überschreiten.

Lebenslauf

Neben deinem Bewerbungsanschreiben ist auch der Lebenslauf von hoher Wichtigkeit und kann über deine Einstellung entscheiden. Wie kannst du also mit diesem Dokument überzeugen?

1.  Vollständigkeit ist das oberste Gebot: Du hast während deiner Schulzeit einen peinlichen Nebenjob gemacht und bist als Hot Dog verkleidet durch die Straßen gelaufen, um Flyer zu verteilen? Schreib es auf jeden Fall in deinen Lebenslauf, denn das zeigt, dass du dir nicht zu schade zum Arbeiten bist und bereits Erfahrungen gesammelt hast. Generell solltest du alle wichtigen Stationen deines Lebens aufführen. Das Stichwort dabei ist „wichtig“, denn wo du zur Grundschule gegangen bist oder wie deine Eltern heißen, ist nicht relevant. Nenne neben deinen persönlichen Daten deine weiterführenden Schulen, deine Abschlüsse, deine praktischen Erfahrungen und natürlich deine Sprach- und EDV-Kenntnisse, dann hast du alle wichtigen Punkte abgedeckt.

2.  Struktur für die Lesbarkeit: Auch beim Lebenslauf musst du auf die äußere Form achten. Da du hier ruhig zwei bis höchstens drei Seiten schreiben darfst, kannst du dich voll auf die Struktur und die gute Lesbarkeit konzentrieren. Einheitliche Daten (Monat/Jahr ist die beste Schreibweise dafür), eine chronologische Reihenfolge (du nennst zuerst das neueste Ereignis und arbeitest dich dann zu den älteren vor) und sinnvolle Überschriften und Blöcke sind das A und O. Kleines Beispiel gefällig?

Schulbildung:
08/2019 - 06/2022

Mustergymnasium in Musterstadt

Abschluss: Allgemeine Hochschulreife


08/2013 - 07/2019

Musterrealschule in Musterstadt

Abschluss: Mittlere Reife mit Q-Vermerk


3.  Kenntnisse genau beschreiben: Deine Sprachkenntnisse sowie EDV-Kenntnisse gehören natürlich ebenfalls in deinen Lebenslauf. Damit der Personaler deine Kenntnisse besser einschätzen kann, solltest du diese genauer beschreiben. Bei Sprachkenntnissen bietet sich folgende Abstufung an: Grundkenntnisse, gute Kenntnisse, fließend, verhandlungssicher, Muttersprache. Für deine EDV-Kenntnisse gilt die Beschreibung: Grundkenntnisse, gute Kenntnisse, sehr gute Kenntnisse. Vermeiden solltest du in beiden Fällen die Beschreibung „Schulkenntnisse“, da diese nicht sehr aussagekräftig ist. In unserem weiterführenden Artikel erfährst du übrigens, was du in deinem Lebenslauf nicht nennen solltest.

Wenn du nun noch ein ansprechendes Design für deine Bewerbung wählst, z. B. die Unternehmensfarben durch kleinere Elemente einbringst, du deine Unterschrift eingescannt und unter dem Anschreiben sowie deinem Lebenslauf eingefügt hast und auch deine Zeugnisse und Qualifikationsnachweise vollständig sind, kann nichts mehr schiefgehen! Bei uns im Ausbildungsportal gibt's übrigens noch mehr Bewerbungstipps und Musterbewerbungen.

Folgendes könnte dich auch interessieren


Handel ist nicht gleich Handel: So wirst du Fachverkäufer

Handel ist nicht gleich Handel: So wirst du Fachverkäufer

Wenn du an den Einzelhandel denkst, fallen dir bestimmt sofort Supermärkte, Drogerien und Bekleidungsunternehmen ein. Dabei bietet dir der Handel viel mehr Berufschancen, als dir vermutlich im ersten Moment bewusst ist, denn besonders die Fachverkäuferinnen und Fachverkäufer sind wahre Profis auf ihrem jeweiligen Gebiet. Wir stellen dir verschiedene Fachhandlungen vor, bei denen du eine Ausbildung absolvieren kannst.

Deutschland, Österreich, Schweiz: Die Ausbildung im Vergleich

Deutschland, Österreich, Schweiz: Die Ausbildung im Vergleich

Die Berufsausbildung ist und bleibt ein sehr wichtiges Thema in unserer Gesellschaft. Nicht nur in Deutschland, auch in unseren Nachbarländern werden junge Menschen wie du gesucht, die eine Ausbildung machen und ihren beruflichen Weg als Fach- oder Führungskraft weitergehen möchten. Dank des EU-Binnenmarktes mit seinen Verflechtungen der Güter-, Dienstleistungs- und Arbeitsmärkte hast du zahlreiche Möglichkeiten, deine Berufsausbildung in Deutschland oder auch in einem anderen Land zu beginnen. Im Folgenden wird die Ausbildung in Deutschland mit der Lehre in Österreich und der Schweiz verglichen - mit spannenden Unterschieden, aber auch Gemeinsamkeiten.

Outdoor-Jobs: Motivationstipps für die kalte Jahreszeit

Outdoor-Jobs: Motivationstipps für die kalte Jahreszeit

Im Sommer haben dich deine Freunde um deinen Job an der frischen Luft beneidet. Du bist schön braun geworden und konntest die Sonne genießen, während die anderen im warmen Büro ohne Klimaanlage geschwitzt haben. Doch wie ist es jetzt in der kalten Jahreszeit? Kommt bei dir ein wenig Neid auf, weil du draußen in der Kälte und Dunkelheit arbeitest? Das muss nicht sein! Wir zeigen dir die perfekten Tipps, wie du deine Arbeitsmotivation im Winter dauerhaft steigern kannst, sodass du auch bei kaltem Wetter mit Freude und Elan zur Arbeit gehst!