Wenn du dich für die Schmuckherstellung interessierst, gibt es hier gleich mehrere Möglichkeiten, beruflich Fuß zu fassen. Die Herstellung von Schmuckstücken ist eine aufwendige Arbeit, die eine ruhige Hand, viel Präzision und handwerkliches Geschick erfordert. In einigen Arbeitsschritten wird aus mehreren wertvollen Materialien ein kostbares Produkt.

Ein Beispiel: Die Herstellung eines Ringes
Ein Ring. Ein kleiner kostbarer und häufig sehr symbolträchtiger Gegenstand. Kaum zu glauben, wie viele Handgriffe notwendig sind, wie viel Zeit investiert werden muss und wie viele Berufsgruppen hinter der Herstellung eines vermeintlich so einfachen Gegenstandes stehen.

Die gängigsten Edelmetalle zur Ringherstellung sind Silber und Gold. Aus den Rohmaterialplatten arbeitest du zunächst Rohlinge heraus. Dazu werden die Platten gewalzt und erhitzt. Die hohen Temperaturen sind wichtig, damit das Material weich genug ist, um es formen zu können. Die Endstücke des Rohlings verlötest du miteinander, sodass der Ring in seiner runden Form bleibt. Im Anschluss wird der abgekühlte Rohling auf die passende Größe geschmiedet, um dann gefeilt und gefräst, poliert und mattiert, geschmirgelt und geschliffen zu werden. So erhält er sein äußeres Profil. Abschließend kannst du Verzierungen wie Linien oder Wellen einarbeiten.
Ist der Ring im Wesentlichen soweit fertig, können je nach Bedarf Edelsteine bzw. Diamanten eingelassen werden. Dieses gilt als der schwierigste Arbeitsschritt. Manche Edelsteine sind sehr druckempfindlich, sodass sie leicht platzen können. Du musst also mit äußerster Vorsicht und Feingefühl arbeiten. Hier geht es um einen hohen Warenwert, weshalb die Steine nicht kaputtgehen dürfen. Darüber hinaus muss der Edelstein vorher so bearbeitet worden sein, dass er in die dafür vorgesehene Fassung auf dem Ring passt.
Ist der Ring an sich fertig, lassen manche Kunden persönliche Gravuren in ihn einarbeiten. So sind bei Eheringen beispielsweise Vornamen des Partners oder das Hochzeitsdatum sehr beliebt.

Berufe rund um die Edelsteine
Bevor die Schmuckstücke hergestellt werden, benötigst du Material. Insbesondere bei so wertvollen Rohstoffen werden die einzelnen Komponenten genauestens geprüft. Als Edelsteinschleifer kümmerst du dich um die Auswahl der Steine und formst diese für die Verwendung in Schmuckstücken. Dazu benötigst du unterschiedliches Gerät, was die Steine spalten, schleifen oder polieren kann.
Für die anschließende Befestigung und Einarbeitung der Edelsteine in den Schmuck bist du als Edelsteinfasser verantwortlich.

Gold- und. Silberschmied
Als Gold- bzw. Silberschmied machst du Zeichnungen des Schmuckstücks, das du anzufertigen hast und bearbeitest das Edelmetall, wie bei der Ringherstellung vorgestellt. Außerdem verzierst du es mit Linien, Wellen oder indem du andere Materialien wie Metall, Diamanten usw. in den Schmuck einarbeitest. Hierzu erlernst du auch, wie du entsprechende Fassungen für Steine herstellst und befestigst. Als Gold- bzw. Silberschmied bist du auch in der Lage, Schmuck zu reparieren oder zu restaurieren.

Polierer
Der Vorpolierer – Schmuck und Kleingeräteherstellung bereitet die Metalle für den Feinpolierer vor. Als Vorpolierer bearbeitest du die Oberflächen der Edelmetalle, indem du sie schleifst, polierst und für die Weiterverarbeitung speziell reinigst.
Bei der Schaffung eines Ringes ergibt sich die glatte Oberfläche des fertigen Produktes erst nach und nach. Als Feinpolierer schleifst du scharfe Kanten und Unebenheiten weg, du bürstest und polierst das Schmuckstück solange bis es ganz eben ist und glänzt. Hierzu bedienst du unterschiedliche Maschinen, verwendest diverse Materialien und auch Chemikalien.

Weitere Berufe rund um den Schmuck

Edelmetallprüfer
• Edelsteingraveur
Uhrmacher
• Kaufmann im Einzelhandel - Bereich Uhren und Schmuck

In diesen handwerklichen Berufen kannst du deine Meisterprüfung ablegen:

• Edelsteinschleifer- und Edelsteingraveurmeister
• Gold- und Silberschmiedemeister
• Uhrmachermeister

Und auch ein Studium ist möglich:
• Schmuckdesign, zudem z. B. der Studiengang Edelstein und Schmuck zählt

Voraussetzungen:
Egal, um welche Arbeit es sich handelt und um welchen Beruf es geht: Die Arbeit mit wertvollen Materialien bedarf immer größter Sorgfalt und Geschick. Zur Herstellung von Schmuck solltest du Fingerspitzengefühl haben sowie ruhig und geduldig sein. In der Regel handelt es sich hier um handwerkliche Berufe, deswegen ist es sinnvoll, wenn du ein generelles Interesse am Handwerk und an Technik mitbringst. Künstlerische Fertigkeiten sowie Kreativität wird von dir zumeist auch verlangt.

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