1. Äußerliches Erscheinungsbild
    Stets sollte man bedenken, dass man zur Arbeit geht und nicht in die Disko, ins Sportstudio oder aufs Sofa.

    Bei der Kleiderfrage kommt es immer ein bisschen auf den Beruf und das Unternehmen an. Bei einem Beruf mit viel Kundenkontakt, zum Beispiel in einer Bank, ist klassische Businesskleidung wie Anzug oder Kostüm, immer gern gesehen. Bei einigen Berufen muss auch Schutzkleidung wie ein “Blaumann“ oder Arbeitsschuhe getragen werden. In wieder anderen gibt es vom Unternehmen bereitgestellte Kleidung, die die Zugehörigkeit zu der Firma hervorhebt, wie etwa wenn im Supermarkt wo alle angestellten die gleichen T-Shirts anhaben. Normalerweise wird Dich Dein Ausbildungsbetrieb vor Beginn Deiner Ausbildung darüber informiert haben, sollte eine genaue Kleidungsvorschrift existieren und Du spezielle Kleidung benötigst. In den Berufen in denen kein Dress-Code existiert, solltest Du lieber etwas zu schick als zu lässig, an Deinem ersten Arbeitstag erscheinen. Vielleicht bist Du bei Deinem Vorstellungsgespräch einigen Mitarbeitern begegnet, dann kannst Dich von ihrem Outfit inspirieren lassen.

    Du solltest jedoch auf folgendes verzichten: Caps, Hosen die unter dem Hintern hängen, zu enge Kleider, zu kurze Röcke, Flip Flops, löchrige Hosen oder zu tiefe Ausschnitte.

    Verzichten sollte man ebenso auf zu viel Make-Up. Ein dezent aufgetragenes Make-up wird sicherlich niemanden bitter aufstoßen, aber man will ja auch nicht gleich als Clown auftreten.

    Ein gepflegtes Erscheinungsbild wünscht sich doch jeder von seinem Gegenüber. Also solltest auch Du darauf achten, dass Du immer saubere Fingernägel, keine fettigen Haare und einen frischen Atem hast. Das benutzen von Deo und evtl. Parfüm ist ratsam, jedoch sollte man hier bedenken, dass es auch zu viel des Guten sein kann. 


  2. Freundlichkeit
    Sei zu jedem freundlich. Das sollte man ja eigentlich generell sein, aber gerade in der Arbeitswelt und im Betrieb ist es extrem wichtig. Sei zu jedem freundlich, nicht nur zu Deinen Vorgesetzten, auch zum Pförtner, Hausmeister oder zur Putzfrau. Du weißt nie, ob sich Dein Chef nicht mal von ihnen eine Meinung über seine Mitarbeiter einholt. Und sei immer nett und höflich zu Fremden, es könnten (neue) Mitarbeiter oder auch Kunden sein. 


  3. Pünktlichkeit
    Gerade am ersten Arbeitstag willst Du natürlich pünktlich sein, das wird auch erwartet. Darum ist es ratsam so zu planen, dass Du vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn eintriffst. Lieber 10 Minuten zu früh da sein, als zu spät zu kommen und gleich einen schlechten Eindruck zu machen. Wenn Du den Weg zu deiner Ausbildung nicht genau kennst, gehe ihn am besten nochmal ab, damit du weißt wie viel Zeit er in Anspruch nimmt. 


  4. Begrüßen und sich vorstellen
    Du solltest jeden freundlich grüßen, der Dir bei der Arbeit über den Weg läuft, sodass sich niemand benachteiligt fühlt. Allerdings musst Du nicht jeden mit einem Handschlag begrüßen. Ein Handschlag wird Dir in der Regel angeboten. Also wenn Dir jemand seine Hand entgegen streckt, schüttele sie.

    Wenn Du Dich jemanden vorstellen musst, nenne ihm oder ihr, immer Deinen Vor- und Nachnamen. Gut ist, wenn Du dabei sagst, in welcher Funktion Du in der Firma angestellt bist. Zum Beispiel: Ich bin Tony Paker und mache hier eine Ausbildung zum Chemikant. 


  5. Anrede
    Du solltest jeden erst einmal Siezen. Wenn ein Kollege oder Vorgesetzter meint, es ist an der Zeit, dass ihr euch duzt wird er Dir das “Du“ anbieten. Es ist immer der Höhergestellte, der das “Du“ anbietet. Wenn Du in einer größeren Gruppe bist und es sind sowohl Leute anwesend mit denen Du das “Du“ und mit denen Du das “Sie“ benutzt, verwendest Du immer das “Sie“. 


  6. Umgang und Distanz
    Du solltest in Deiner Ausbildung (und auch sonst immer) höflich und respektvoll mit Deinen Mitmenschen umgehen. Dazu gehört eine vernünftige Kommunikation. Das heißt, es ist auf eine allzu umgangssprachliche Ausdrucksweise zu verzichten. Ebenso solltest Du Deine Körpersprache kontrollieren. Also lasse Dich nicht hängen und schlurfe nicht über die Gänge, sondern zeige eine gewisse Körperspannung.

    Du solltest zu deinen Mitarbeitern und Vorgesetzten eine gewisse Distanz wahren, d.h. ihnen körperlich nicht zu nahe kommen. Körperkontakt sollte vermieden werden. In der Regel ist eine Armlänge Abstand eine angemessene Distanz. 


  7. Handy und Internet 
    Du bist auf der Arbeit, das heißt, dass Dein Privatleben jetzt erst mal Pause hat. Das Handy bleibt aus oder zumindest auf lautlos in der Tasche und solltest Du einen Computer haben, sind auch Seiten wie Facebook meistens Tabu. Es gibt Firmen, bei denen Dein Verhalten in Punkto Privathandy und Deine Aktivitäten im Internet beobachtet werden und wo eine private Nutzung während der Arbeitszeit, Ärgernisse hervorruft. Es gibt aber auch Firmen, die das lockerer sehen. Am besten beobachtest Du einige Zeit das Verhalten Deiner Kollegen und Vorgesetzten und orientierst Dich später daran oder fragst einen sympathischen Kollegen nach einiger Zeit (damit sind einige Wochen gemeint), wie damit in der Firma umgegangen wird. 


  8. Fragen stellen
    Wenn Dir etwas unklar ist - stell Fragen. Lieber jetzt eine Frage stellen, als später Fehler zu machen. Deine Kollegen haben auch mal angefangen und werden es sicherlich verstehen, dass Du nicht gleich alles kannst. Bleibe dabei immer ruhig und höfflich. 


  9. Zuverlässigkeit
    Wenn Dir jemand eine Aufgabe überträgt, solltest Du diese auch gewissenhaft und termingerecht erledigen. Deine Mitarbeiter verlassen sich darauf, dass Du Dein Bestes gibst. 


  10. Verhalten bei Fehlern
    Solltest Du einmal einen Fehler machen, ist das zwar nicht unbedingt schön, aber es wird Dir niemand den Kopf abreißen. Wichtig ist, dass Du die Verantwortung für Deine Fehler übernimmst und dazu stehst. Gib sie offen zu, entschuldige Dich und frage gegebenenfalls., wie Du es in Zukunft besser machen kannst. 


  11. Emails schreiben und Telefonieren
    Bei Emails achte immer auf Deine Rechtschreibung. Smileys oder Abkürzungen wie “OMG“ oder ähnliches, denn sie haben in geschäftlichen Emails nichts zu suchen. Du solltest gutes Deutsch verwenden und nicht in die Umgangssprache verfallen. 

    Wenn Du Telefongespräche führen musst, nenne immer Deinen vollen Namen, die Firma in der Du arbeitest und ggf. die Abteilung. Du kannst Dir während eines Gesprächs Notizen machen - wer hat angerufen, was war das Anliegen, soll jemand zurückrufen oder anderweitig Kontakt aufnehmen? - Dafür musst Du dann natürlich die relevanten Daten erfragen. Wenn Du etwas nicht verstanden hast, kannst Du ruhig nochmal nachfragen. 


  12. Pausen und Feierabend 
    An Deinem ersten Tag kennst Du Dich noch nicht so aus, also frage ruhig Deine Kollegen, ob Du sie in der Pause begleiten kannst. Wichtig ist, dass Du die Pausenzeiten einhältst und eine 45 Minuten-Pause nicht auf eine 60 Minuten-Pause ausdehnst. Auch wenn in Deinem Arbeitsvertrag steht, dass Du um 17 Uhr Feierabend hast, solltest Du nicht mit dem Glockenschlag alles fallen lassen und gehen. Mach Deine aktuelle Aufgabe zu Ende oder frage, ob Du noch etwas tun kannst. Auch hierbei dienen Dir Deine Mitarbeiter als gute Orientierungshilfe.   

Wir wünschen allen, die morgen in die Arbeitswelt starten, viel Erfolg, nette Kollegen und eine schöne und lehrreiche Ausbildung!

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