Formale Absicherung: Welche Verträge abschließen?

Arbeitsunfall? Berufsunfähigkeit? Dass du einmal aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls berufsunfähig sein kannst, daran denkst du meist nicht. Jedoch ist gerade der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung für junge Azubis wie dich sinnvoll, da du noch gesund bist und die Einstiegstarife so oft relativ niedrig sind.

Du bist zudem gesetzlich mit einer Unfallversicherung abgesichert, die einen Schutz gegen Unfälle bietet, die mit deiner Tätigkeit in Verbindung stehen. Die zusätzliche private Unfallversicherung, für die einige Unternehmen werben, lohnt sich zum Beispiel, wenn du eine Extremsportart betreibst.

Eine der wichtigsten Versicherung, die für jeden wichtig und meist gesetzlich als Bestandteil der Sozialversicherung geregelt ist, ist die Krankenversicherung. Sie übernimmt die Kosten, unabhängig, ob die Krankheit nun betriebliche oder nicht-betriebliche Gründe hat, für deine ärztliche Behandlung. Du solltest jedoch beachten, dass der Beitrag für die Krankenkasse durchaus variieren kann. Klar ist, dass jeder die gesetzlich festgelegten 14,6 Prozent vom Bruttogehalt abgezogen bekommt. Aber die Krankenkassen haben mittlerweile das Recht, Zusatzbeiträge zu erheben. Deshalb stell vor der Wahl der Krankenkasse den Grundsatz und Zusatzbeiträge gegenüber.

Zudem solltest du dich als Azubis um eine private Haftpflichtversicherung kümmern, denn diese kommt für die Kosten auf, die zum Beispiel entstehen, wenn das Smartphone eines Bekannten durch eigene Unvorsicht zu Schaden kommt.

Zur Vorsorge für das Alter, kannst du außerdem bereits in eine Altersvorsorge einzahlen. Dazu bietet sich zum Beispiel die Riester-Rente an.

Innere Absicherung: Wie sorge ich für eine seelische Gesundheit und eine „gesunde“ Arbeitsatmosphäre?

Am Anfang kommen viele neue Eindrücke auf dich zu. Seien es die Arbeitsplatzgestaltung, die Aufgaben oder die Kollegen. Das kann zunächst für inneren Stress sorgen, der meist nach einer gewissen Eingewöhnung abflacht. Bestimmte Deadlines oder das Liefern eines kreativen Lösungsansatzes können auf Dauer jedoch wieder zu Stressmomenten führen, die gerade noch bei geringer Berufserfahrung belastend für dich sind. Nachfolgend ein paar Tipps, die für äußere und innere Ordnung sorgen und den eigenen Stressmotor möglichst auf Sparflamme halten:

• Rituale schaffen
Vor allem ein guter und stressfreier Start in den Tag ist wichtig, um nicht schon mit wirren Gedankenspielen im Betrieb anzukommen. Morgendliche Rituale, die für Entspannung sorgen, können die Tasse Kaffee, Frühsport oder das Lesen im Lieblingsbuch sein.

• Ruhezeiten
Um dem Stress zu entfliehen und einen freien Kopf zu bekommen, sind Pausen unabdingbar. Geregelte Ruhezeiten können zum Beispiel so aussehen: Nach 45 Minuten fünf Minuten, nach 90 Minuten 15 Minuten und nach mindestens vier Stunden 30 Minuten Pause.

• Ordnungssystem
Um dem Chaos im Kopf vorzubeugen, am besten kein zusätzliches Chaos schaffen. Also heißt es, ein grundlegendes Ordnungssystem zu schaffen und einzuhalten.

• Abstimmung und Rückversicherung
Gerade am Anfang können neue Aufgaben schnell für Unsicherheit sorgen, um mehr Sicherheit zu bekommen und damit keine Zweifel entstehen, immer wieder an Experten wenden. Denn auch wenn es eine gängige Phrase ist: „Fragen kostet nichts!“

Für innere Gelassenheit können nicht nur deine eigenen Handlungsweisen sorgen, sondern auch eine gute Arbeitsatmosphäre. Um in der Teamarbeit nicht unglücklich zu werden, ist es nicht nur wichtig, sich untereinander zu verstehen, sondern zudem Durchsetzungsvermögen zu erlernen.

Innerbetriebliche Absicherung: Was tut der Betrieb?

Jedes größere Unternehmen verfügt über einen Betriebsrat. Teil des Rates ist eine so genannte Jugend- und Ausbildungsvertretung, die sich für die Belange der Azubis unter 25 Jahren einsetzt. Die Vertretung ist durch verschiedene Grundpfeiler geregelt und übernimmt unter anderem folgende Aufgaben:

  • Beantragung von Maßnahmen für die Berufsausbildung
  • Ansprechpartner für alle Probleme, die am Ausbildungsplatz entstehen
  • Überwachung der Einhaltung von Betriebsvereinbarungen und Gesetzen, wie das Jugendarbeitsschutzgesetz

Für innerbetriebliche Absicherung sorgen zudem Arbeitsschutzrichtlinien. So muss der Betrieb dir je nach Aufgabenbereich zum Beispiel Schutzkleidung zur Verfügung stellen oder dein Arbeitsplatz eine gewisse gesundheitsverträgliche Ausstattung aufweisen. Falls du noch unter 18 Jahren bist, sieht das Gesetz noch weitere Regeln vor. Du darfst keine gefährlichen Arbeiten, die mit Lärm oder schädlichen Stoffen zusammenhängen, verrichten oder im Akkord arbeiten, wenn es die Ausbildung nicht vorsieht.

Für die gesundheitliche Absicherung sorgt außerdem ein ergonomischer Arbeitsplatz. Oft verbringst du acht Stunden lang in einer starren Position vorm Bildschirm, was zu Nacken-, Seh- oder Knieproblemen führen kann. Dein Arbeitgeber ist verpflichtet, den Arbeitsplatz ergonomisch zu gestalten. Zum Beispiel sollte der Abstand zwischen deinen Augen und dem Bildschirm circa 50 bis 80 Zentimeter betragen und die Stuhllehne die Doppel-S-Form der Wirbelsäule unterstützten. Generell sollte dein Tag im Büro etwa zu 50 Prozent aus Sitzen und zu circa 25 Prozent aus Stehen und Bewegung außerhalb des Büros bestehen. Also wie wäre es mit einem kurzen Spaziergang in der Pause? Am besten testest du einfach die Bewegungsfreundlichkeit der Umgebung.

Folgendes könnte dich auch interessieren


Eigenverantwortlich zu besserer Arbeitsmarktfähigkeit

Eigenverantwortung ist nicht nur in Bezug auf die Aufgabenerfüllung während deiner Ausbildung und der anschließenden Berufstätigkeit gefragt, sondern auch hinsichtlich der Dinge, die du selbst für deine Arbeitsmarktfähigkeit tun kannst. Denn selbst, wenn du in deinem Job gut zurechtkommst und diesen gerne ausübst, solltest du dir in regelmäßigen Abständen die Zeit nehmen, deine aktuelle berufliche Situation zu hinterfragen.

Employability – fit für den Arbeitsmarkt ein Leben lang

In der deutschen Übersetzung verbirgt sich hinter dem Begriff „Employability“ die sogenannte Arbeitsmarktfähigkeit. Jetzt könntest du dich fragen, inwieweit dich das überhaupt betrifft, immerhin erlernst du doch alle Fähigkeiten, die für das Berufsleben relevant sind, während deiner Ausbildung? Das ist nur zum Teil richtig. Was außer deinem beruflichen Fachwissen noch eine Rolle spielt, stellen wir dir heute vor.

Einrichtungstipps für Studenten

Egal ob Studienanfänger oder fortgeschrittener Student: Für die eigene Wohnung oder das WG-Zimmer wünschen sich die meisten Studis zwei Eigenschaften, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen: Günstig und schick. Dass diese beiden Kriterien keine Widersprüche sein müssen, zeigt dir dieser Artikel und gibt dir wertvolle Tipps und Tricks, wie du dich preiswert und modern einrichten kannst.

Nach oben