AUBI-plus GmbH Dienstag, 24. Juli 2018 3 Minuten Lesezeit

So kannst du Konditor werden – dein Weg zu süßen Schlemmereien

Du liebst es zu backen, zu gestalten und zu verzieren? Dann solltest du darüber nachdenken, Konditor werden. Denn egal ob zu Geburtstagen, Hochzeiten oder anderen Festen: Schöne Torten sind meistens das Sahnehäubchen der Veranstaltung. Rabea hat gerade die Prüfung zur Konditorin abgelegt und erzählt dir heute alles, was du über den Ausbildungsberuf wissen musst.

Als Konditor stellst du kleine Törtchen oder Gebäck her
Als Konditor stellst du kleine Törtchen oder Gebäck her© HomeMaker | Pixabay Public Domain

Warum hast du dich für diese Ausbildung entschieden? 

Ich habe schon immer gerne handwerklich gearbeitet, gebacken und gekocht. Ich wollte einen Beruf erlernen, bei dem ich sehen kann, was ich an einem Tag geschafft habe. Ich habe verschiedene Praktika gemacht und mich dann für unterschiedliche Handwerksberufe beworben. Nachdem ich eine Woche lang in einer Konditorei zur Probe gearbeitet habe, stand mein Entschluss fest: Ich möchte Konditorin werden. Schließlich kann ich mir keinen schöneren Start in den Tag vorstellen, als mit dem Duft von frischem Gebäck.


Welche Eigenschaften sollte man mitbringen und was sind typische Aufgaben in der Ausbildung?
 

Wenn man sich für den Beruf „Konditor“ interessiert, sollte man auf jeden Fall handwerkliches Geschick und Spaß im Umgang mit Lebensmitteln haben. Außerdem sollte man körperlich belastbar sein. Eine mehrstöckige Hochzeitstorte kann schon mal bis zu 30 Kilogramm wiegen. Um die Ausbildung antreten zu können, reicht bereits ein Hauptschulabschluss. Viele Betriebe stellen aber lieber Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss ein. Typische Aufgaben in der Ausbildung sind das Zusammensetzen von Gebäck und Torten nach Kundenwünschen, oder das Belegen von Fruchtteilchen. In der Weihnachtszeit steht natürlich die Herstellung von Stollen, Keksen und Baumkuchen im Vordergrund.


Das klingt sehr spannend. Welche Aufgaben davon machen dir denn besonders viel Spaß? Und gibt es auch Aufgaben, die dir nicht so viel Spaß machen?
 

Ich mag das Arbeiten nach Kundenwünschen. Wenn ein Kunde beispielsweise eine Hochzeitstorte bestellt, fühle ich mich schon geehrt, Teil dieses wichtigen Festes sein zu dürfen. Ich dekoriere am liebsten Torten, da man hier seiner Kreativität freien Lauf lassen kann und jede Torte anders ist. Somit wird es nie langweilig. Außerdem gieße ich gerne Schokolade oder gestalte Pralinen. Eintönig wird es nur beim Belegen von Obstkuchen. Das ist wie Puzzeln mit Obstststücken. Diese Aufgabe ist auf Dauer sehr anstrengend und leider auch etwas langweilig.


Ich habe gehört, dass man als Konditor ein Frühaufsteher sein muss. Stimmt das? 

Die Arbeitszeiten sind je nach Betrieb sehr unterschiedlich. Kleine Konditoreien arbeiten meist von 6.30 Uhr bis ca. 15.30 Uhr. Großbetriebe fangen aber tatsächlich oft schon gegen 2 Uhr nachts an, sodass man tatsächlich sehr früh aufstehen muss. In den ersten Wochen muss man sich natürlich erst an die Arbeitszeiten gewöhnen, aber der Rhythmus stellt sich schnell ein. Ich habe nun nach drei Jahren in der Ausbildung keine Probleme mehr, früh aufzustehen.


Backst du trotzdem immer noch gern in deiner Freizeit, oder hast du, wenn du Feierabend hast, genug von Süßem?
 

Ich backe nach wie vor sehr gerne für meine Freunde, Familie oder für die Nachbarn. Manchmal lassen mir meine Freunde auch komplett freie Hand. Dann darf ich ohne Vorgaben eine Torte beispielsweise zu einem Geburtstag entwerfen, das gefällt mir natürlich besonders gut. Am schönsten ist es zu sehen, wenn das Werk fertig ist und alle davon begeistert sind. Das bestätigt mich jedes Mal aufs Neue in meiner Berufswahl.


Was würdest du denn Schulabgängern raten, die sich für diesen Beruf interessieren?
 

Um einen besseren Einblick in die tatsächlichen Arbeiten einer Konditorei zu bekommen, solltet ihr ein Praktikum machen oder ihr vereinbart ein Probearbeiten. Der Beruf des Konditors erfordert einen starken Willen und Durchhaltevermögen. Körperlich solltet ihr belastbar sein. Natürlich solltet ihr auch Kreativität und handwerkliches Geschick mitbringen. Abschließend kann ich sagen, dass der Beruf für alle geeignet ist, die gerne mit ihren Händen arbeiten und es lieben, gestalterisch tätig zu sein.


Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute!