AUBI-plus GmbH Dienstag, 12. September 2017 2 Minuten Lesezeit

So führst du dein Berichtsheft richtig

Das Berichtsheft sehen viele junge Menschen wohl als den lästigen Teil ihrer Ausbildung an, genau wie der regelmäßige Schulbesuch und die Arbeit im Ausbildungsbetrieb gehört es jedoch zur Lehre dazu. Da du deinen sogenannten Ausbildungsnachweis zur Abschlussprüfung mitbringen und ggf. auch vorzeigen musst, solltest du dein Berichtsheft ordentlich und regelmäßig führen.

Der Ausbildungsbetrieb entscheidet, ob das Berichtsheft online oder handschriftlich geführt wird
Der Ausbildungsbetrieb entscheidet, ob das Berichtsheft online oder handschriftlich geführt wird© FirmBee / Pixabay Public Domain

Warum ein Berichtsheft?

Als Auszubildender ist es deine Pflicht, ein Berichtsheft zu führen. Darin wird deine gesamte Ausbildung dokumentiert und Aufgaben, Inhalte und Kenntnisse festgehalten, die du im Ausbildungsbetrieb oder in der Berufsschule erlernt hast. Durch das Führen des Berichtshefts ist es dir nicht nur möglich, die erlernten Inhalte zu reflektieren, sondern Ablauf und Inhalte deiner Ausbildung werden auch für Beteiligte im Unternehmen und für die für Berufsausbildung zuständigen Stellen nachvollziehbar dargestellt. Dein Berichtsheft musst du nämlich bei der Abschlussprüfung, in manchen Fällen sogar bei der Zwischenprüfung, der IHK oder Handwerkskammer vorlegen.

 

Die Form des Berichtshefts

Im Berufsbildungsgesetz ist zwar festgelegt, dass du ein Berichtsheft führen musst, wie du dieses zu führen hast, wird allerdings nicht beschrieben. Daher kann dein Ausbildungsbetrieb entscheiden, ob du deinen Ausbildungsnachweis täglich, wöchentlich oder monatlich führst. Dabei reicht eine mindestens stichwortartige Beschreibung deiner Tätigkeiten aus, du brauchst also keine Romane zu schreiben, sondern lediglich kurze verständliche Sätze. Ob du das Berichtsheft in einem speziellen Programm oder ganz schlicht in einem Word-Dokument führen musst, entscheidet ebenfalls der Ausbildungsbetrieb. Es ist also sinnvoll, wenn du dich zu Beginn deiner Ausbildung direkt an einen älteren Azubi wendest. Dieser kann dir zeigen, wie er sein Berichtsheft führt, wie umfangreich dieses ist und welche Form es hat.

 

Die Inhalte des Berichtshefts

Dein Berichtsheft muss nicht nur zeigen, welche Fähigkeiten und Kenntnisse du im Betrieb und in der Schule vermittelt bekommen hast, sondern auch, in welchem zeitlichen Rahmen dies geschehen ist. Die Richtigkeit deiner Angaben kontrolliert dein Ausbilder dann mindestens einmal im Monat und ihr beide bestätigt diese auch mit eurer Unterschrift.

Auf jeder Seite deines Ausbildungsnachweises sollte zudem dein Name, das Ausbildungsjahr, in dem du dich befindest, und der Berichtszeitraum stehen, sodass eine Zuordnung leicht möglich ist. Übrigens: Das Berichtsheft darfst du während der Arbeitszeit im Unternehmen führen, da es Teil deiner Ausbildung ist. Du musst dich also nicht nochmal zu Hause an den Schreibtisch setzen.

 

Wie du siehst, ist ein Berichtsheft immer sehr individuell und vom Ausbildungsbetrieb abhängig. Daher solltest du dich gut informieren, wie du dein Berichtsheft führen musst. Hast du aber erst einmal eine klare Vorgabe für die Form, wird es dir leicht von der Hand gehen, täglich, wöchentlich oder monatlich die durchgeführten Aufgaben und erlernten Kenntnisse aufzuschreiben.


Quellen:

  1. Empfehlung für das Führen von Ausbildungsnachweisen (abgerufen am 07.9.2017)