Wir zeigen dir in ein paar Schritten, wie du in Sachen Sicherheit am Arbeitsplatz Topfit bleibst!

Der Erste-Hilfe-Kurs

Falls du einen Führerschein gemacht hast, bist du nicht um ihn herumgekommen: Den Erste-Hilfe-Kurs. Für viele stellte er einen eher lästigen Pflichtzusatz vor dem Führerschein dar, den es zu absolvieren galt. Spätestens heute, wenn du in einer Notsituation bist, in der andere Menschen deine Hilfe benötigen, wirst du froh sein, auf das gelernte zurückgreifen zu können.

Gerade auf der Arbeit musst du in erster Hilfe besonders geschult sein, dort passieren bekanntlich die meisten Unfälle. Meist, wenn man gar nicht mit ihnen rechnet. Mittlerweile ist es für jeden, also auch für deinen Betrieb notwendige Pflicht, ausreichend ausgebildete Ersthelfer sowie Erste-Hilfe-Material zur Verfügung zu stellen. Die Anzahl der Ersthelfer, sowie die Art und Menge des Erste-Hilfe-Materials richtet sich hinsichtlich der Gefährdungsbeurteilung nach betrieblichen Gefahren, der betrieblichen Strukturen und natürlich der Betriebsgröße.

Da auf der Arbeit täglich Risiken lauern, sollten alle Mitarbeiter in gewisser Weise in erster Hilfe geschult sein. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bietet in diesem Zuge Erste-Hilfe-Kurse für ganze Unternehmen an, in denen die Mitarbeiter in Themen wie zum Beispiel Eigenschutz und Absicherung von Unfällen, oder lebensrettende Sofortmaßnahmen wie stabile Seitenlage und Wiederbelebung von den Lehrenden geschult werden. Kennt also jeder Mitarbeiter den Ablauf der Rettungskette und weiß außerdem, welche Vorkehrungen in Notsituationen getroffen werden müssen, sind Sicherheit und Gesundheit gleichermaßen gesichert.

Die Rettungskette

Wenn du dich an die Rettungskette hältst, handelst du genau richtig, falls du einen Kollegen in einer Notsituation vorfindest.

Die Rettungskette teilt sich in folgende vier Glieder auf, von denen du jedoch nur für drei zuständig bist:

Sofortmaßnahmen: Als erstes sicherst du den Unfallort ab, sodass keine Folgeunfälle möglich sind und rettest die Person in Not aus der Gefahrenzone.

Notruf/Alarmierung: Als zweite Maßnahme gibst du einen Notruf unter der Nummer 112 auf, um einen Krankenwagen anzufordern. Im Gespräch mit dem Notdienst werden dir die W-Fragen, also zum Beispiel „Was ist passiert?“ oder „Wo ist es passiert?“ gestellt, damit der angeforderte Notarzt über die Schwere der Verletzung bescheid weiß.

Erste Hilfe: Nun bist du gefordert. Du sorgst für eine stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit, für die Blutstillung bei einer besonders schweren Verletzung oder unterstützt den Verletzten bei seiner Schockbekämpfung, sodass dieser möglichst ruhig bleiben kann und in der Folge nicht noch mehr passiert.

Rettungsdienst/Krankenhaus: Du hast es geschafft! Sobald der Rettungsdienst am Unfallort eintrifft, kümmern sich ausgebildete Rettungskräfte um das Unfallopfer und bringen es ins nächstgelegene Krankenhaus. Hiermit enden deine Aufgaben als Ersthelfer, du hast ganze Arbeit geleistet!

Sicherheitsbeauftragter werden – Das sind deine Aufgaben

Unternehmen sind ab einer Anzahl von 20 Mitarbeitern verpflichtet, mindestens einen Sicherheitsbeauftragten zu stellen. Über einen zweitägigen Grundlehrgang, welcher zum Beispiel vom TÜV angeboten wird, kannst du dich zum Sicherheitsbeauftragten ausbilden lassen. Themen sind zum Beispiel das Erkennen von Gefährdungen und Belastungen, Wahrnehmung möglicher Schutzmaßnahmen oder die Einflussnahme auf Kolleginnen und Kollegen sowie die Abstimmung mit den Vorgesetzten.

Als Sicherheitsbeauftragter förderst du die Arbeitssicherheit deiner Kollegen und achtest speziell darauf, dass alle Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Darunter fällt zum Beispiel eine Kontrolle, ob persönliche Schutzausrüstungen getragen werden, ob die technischen Schutzeinrichtungen in Ordnung sind und ob die innerbetrieblichen Verkehrswege frei sind. Wichtig ist, dass du dir der Vorbildfunktion gegenüber deiner Kollegen bewusst bist. Falls sich dein Unternehmen bisher auf niemanden festgelegt hat, wie wäre es denn mit dir? So kannst du schon früh Verantwortung übernehmen, für andere Menschen und für dich selbst. 


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