Als Unternehmer ist man für die Versteuerung seines Einkommens selbst verantwortlich. Dafür hat man wesentlich höhere Gestaltungsspielräume bei der Berechnung seines zu versteuernden Einkommens. Aber dies kann unter Umständen ein sehr aufwändiges Unterfangen sein. Besser man hilft sich von Beginn an mit einer leistungsstarken Software. Hier gibt es schon einmal einen kleinen Überblick über die wichtigsten Steuerfragen von Unternehmensgründern:

Wer muss Steuern welche Steuern zahlen?
Drei Steuerarten stehen bei Selbständigen und Unternehmern im Fokus des Interesses der Finanzbehörden: Einkommenssteuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer. Die Einkommenssteuer bemisst sich progressiv an der Höhe des zu versteuernden Einkommens. Aus diesem Grund ist das Einkommen der flexibelste Posten in der Berechnung der Versteuerung: Je mehr ein Unternehmer von diesem Einkommen als Betriebskosten geltend machen kann, desto geringer fällt seine Steuerlast aus. Aufgrund der Progression geht es dabei um Euro und Cent: Je weniger Einkommen angerechnet werden kann, desto niedriger ist auch der Satz der Einkommenssteuer in Prozent. Wenn also in der Einkommenssteuererklärung eine Stufe um wenige Euro überschritten wurde, ist auch ein höherer Steuersatz fällig. Es lohnt sich also, wirklich exakt zu prüfen, welche Einnahmen als Einkommen und welche als Betriebskosten geltend gemacht werden kann. Die Umsatzsteuer beträgt für alle Dienstleistungen und Gebrauchsgüter bis auf wenige Ausnahmen 19%. Sie gelten als "Durchlaufender Posten" und können im Zuge der Vorsteuerrückerstattung auch im laufenden Geschäftsmonat vom Finanzamt auf Antrag zurück erstattet werden. Es gibt hier allerdings auch die "Kleinunternehmerregelung", die vom Abführen der Umsatzsteuer befreit. Diese ist vor allem für Startups interessant, weil sie zur Liquidität des Unternehmens in den ersten beiden Geschäftsjahren beiträgt. Aber Vorsicht: Es gelten hier Höchstbeträge, die nicht überschritten werden dürfen.
Gewerbesteuer zahlen hingegen alle Gewerbetreibende - zu denen Freiberufler aber nicht zählen. Um exakt einschätzen zu können, welche Geschäftsform für den einzelnen gilt, ist eine genaue Beratung notwendig. Die örtliche IHK oder auch das Finanzamt hilft dabei gerne weiter.

Sozialversicherungen für Selbständige
Was viele nicht wissen: Ab 2013 gilt für alle Selbständige eine allgemeine Rentenversicherungspflicht. Zusätzlich zur schon bestehenden verpflichtenden Krankenversicherung sind hier schon zwei laufende Posten im Etat, die bedient werden müssen. Steuerrechtlich ist aber gerade die Altersvorsorge sehr interessant. Der Gesetzgeber kommt dem Unternehmer bei der Bildung einer Grundrente sehr weit entgegen. Die absetzungsfähigen Beträge sind sehr hoch und erleichtern somit diese Verpflichtung, ohne den Schwung des Unternehmens von Beginn an abzubremsen.

Betriebsvermögen oder Privatvermögen?
Gerade als Kleinunternehmer oder Gründer werden häufig sehr viele private Mittel in das Engagement eingebracht. Steuerrechtlich wäre es aber einfacher, einen Kredit aufzunehmen und alles bis auf die letzte Büroklammer als Betriebsausgaben damit zu finanzieren. Die Vermengung von Privat- und Betriebsvermögen führt regelmäßig zu großen Unstimmigkeiten zwischen dem Finanzamt und dem Unternehmer. Besonders problematisch wird der umgekehrte Fall: Privat genutzte Betriebsausstattung gilt als Entnahme und kann unter Umständen als geldwerter Vorteil dem zu versteuernden Einkommen angerechnet werden. Es empfiehlt sich daher, von Beginn an strikt zwischen den Bereichen "Privat" und "Geschäftlich" zu trennen.

Besser informieren
Diese Informationen können nur einen sehr kleinen Einblick in die Komplexität des Unternehmenssteuerrechts bieten. Genügen die Umsätze, ist der Gang zum Steuerberater mit Sicherheit anzuraten. Man kann aber mit einer hochwertigen Software ebenfalls gute Ergebnisse erzielen. Wichtig ist, hier nicht am falschen Ende zu sparen. Darum besser die zu absetzbare Betriebsausstattung um diese Investition erweitern.

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