Fast zwanzig Jahre waren Betriebsfeuerwehren nicht im Gesetz verankert. Als sich dieses im vergangenen Jahr mit der Novellierung des BHKG (Brandschutz-, Hilfeleistung-, Katastrophenschutz-Gesetz NRW) änderte, stellte Miele gleich den Antrag auf ein entsprechendes Prüfverfahren. In der Stadt Bielefeld obliegt diese Prüfung der Berufsfeuerwehr.

Mit der Antragstellung schuf Miele einen Präzedenzfall, denn zentrale Vorgaben für das Prüfverfahren gab es nicht. Die Bielefelder Feuerwehr unter ihrem Leiter Rainer Kleibrink und seinem ersten Stellvertreter Bernd Heißenberg musste erst die Maßstäbe für das Prüfverfahren erarbeiten. Mittlerweile sind diese jetzt festgelegt, so dass die Städtische Feuerwehr für weitere Anträge gerüstet ist.

Die offizielle Anerkennung dokumentiert die Qualität in der Bekämpfung von Schadenfeuern, Hilfeleistungen, Ausbildung und technischer Ausstattung, die vergleichbar mit einer öffentlichen Feuerwehr ist. „Betriebsfeuerwehren sind für die Berufsfeuerwehr von großer Bedeutung. Ihre Erfahrungen und Ortskenntnisse im jeweiligen Betrieb sind eine große Hilfe im Einsatzfall“, hob Kleibrink bei der Urkunden-Übergabe hervor. „Zudem verbindet uns mit Miele ein in vielen Jahren gewachsenes Vertrauen, das erleichtert die Zusammenarbeit nochmals“, betonte er. „Mit Überzeugung haben wir die Anerkennung ausgesprochen.“

Klaus Schneider, Leiter der Betriebsfeuerwehr des Miele-Werkes in Bielefeld freute sich über diese Bestätigung. „Durch die Anerkennung erfahren die Kameradinnen und Kameraden der Betriebsfeuerwehr eine motivierende Wertschätzung für die geleistete Arbeit in der Gefahrenabwehr.“ Mit der Ankerkennung ist aber auch eine regelmäßige Überprüfung und Leistungsbeurteilung verbunden. Dies war sowohl für Miele als auch die Bielefelder Feuerwehr ein wichtiger Aspekt des Anerkennungsverfahrens.

Die Miele-Betriebsfeuerwehr mit ihren insgesamt 24 Mitgliedern (davon zwei Frauen) arbeitet wie eine kleine freiwillige Wehr. Sie ist mit drei Fahrzeugen und technischem Gerät zur Bekämpfung von Brandschäden und für Hilfeleistungs-Einsätze gut ausgestattet. Die Alarmierung (24 Stunden, 365 Tage im Jahr) ist an die Leitstelle der Feuerwehr Bielefeld angepasst. Heißenberg stellte den Digitalfunk für die Zukunft in Aussicht, um die direkte Kommunikation zwischen den Einsatzkräften der Bielefelder Feuerwehr und der Betriebsfeuerwehr Miele im Einsatzfall zu ermöglichen.

Quellen:

  1. www.miele.de (abgerufen am 22.3.2018)

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