Pflegeberufe– die generalistische Pflegeausbildung kommt

Der Pflegebedarf in Deutschland steigt durch die demografische Entwicklung immer weiter an, welches unter anderem die Bedeutung der Pflegeberufe unterstreicht. Damit dir der berufliche Einstieg in die Pflege leichter fällt, wird es ab 2020 eine generalistische Pflegeausbildung geben. Du fragst dich sicherlich was das genau ist. Ganz einfach: Die bisherigen Ausbildungen in der Alten, Kranken- und Kinderkrankenpflege werden ab Januar 2020 zu einer Ausbildung zusammengeführt, die sich generalistische Pflegeausbildung nennt. Da die Ausbildungen inhaltlich sehr ähnliche Themen beinhalten, beschloss die Bundesregierung diese unter einen Hut zu packen. Diese Einheitlichkeit soll beim Einsatz der neugewonnenen Fachkräfte mehr Flexibilität bieten. Du könntest nämlich mit der abgeschlossenen Pflegeausbildung sowohl in der Altenpflege als auch in der Kinderpflege arbeiten – du hast mit dem Berufsabschluss eine größere Auswahl an Arbeitsstellen. Sie ist außerdem im gesamten EU-Ausland anerkannt. Die generalistische Ausbildung dauert unverändert 3 Jahre und du hast einen sehr großen Praxisbezug. Als Zugangsvoraussetzung ist ein mittlerer Schulabschluss erforderlich. Mit einem Hauptschulabschluss kannst du dich für eine Ausbildung zum Pflegehelfer/ Pflegeassistenten bewerben. Im Jahr 2026 wird die neue Reform zur Pflegeausbildung überprüft. Anhand der Entwicklungen wird entschieden, ob die generalistische Pflegeausbildung bleibt oder aufgehoben wird.

Mindestvergütung für Auszubildende – das ändert sich ab 2020

Gute Nachrichten: Ab 2020 wird eine Mindestvergütung für Azubis eingeführt! Das sieht eine Reform des Berufsbildungsgesetzes vor. Wenn du also nächstes Jahr eine Ausbildung beginnst, kannst du dich im ersten Ausbildungsjahr auf mindestens 515 Euro im Monat freuen. Doch das war noch nicht alles: Für die Azubis der darauffolgenden Jahre gibt es eine noch höhere Mindestvergütung. Für Auszubildende, die 2021 beginnen, liegt diese bei 550 Euro. Azubis, die 2022 starten, bekommen 585 Euro, 2023 liegt die Mindestvergütung für Auszubildende sogar bei 620 Euro.

Arbeitszeiterfassung – Pflicht für Arbeitgeber

Unternehmen sind ab 2020 dazu verpflichtet, die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter zu dokumentieren, das hat der europäische Gerichtshof entschieden. In jedem Unternehmen ist die Einführung eines Systems Pflicht, mit dem die Arbeitszeit erfasst wird. Das Ein- und Ausloggen der Mitarbeiter durch ein Online-Zeiterfassungssystems wäre eine Möglichkeit. Das neue Gesetz soll zum Schutz der Arbeitnehmer dienen. Denn durch die Arbeitszeiterfassung können unter anderem die wöchentliche Mindestruhezeit sowie die erlaubte Arbeitszeit kontrolliert werden, welches in Konfliktsituationen Vorteile für Arbeitnehmer bringen kann. Nachteile können leider im Bereich flexible Arbeitszeiten auftauchen. Modelle wie das Homeoffice oder auch mobiles Arbeiten auf Geschäftsreisen können durch die neue Pflicht der Zeiterfassung eingeschränkt werden, da keine 100%tige Kontrolle der Arbeitszeiten möglich wäre.


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