Musik fördert die Kreativität und effektives Arbeiten

Die arbeitende Bevölkerung liebt Musik bei der Arbeit. Sieben von zehn Deutschen gaben in einer Studie des Unternehmens Logitech von 2005 an, während der Arbeit Musik zu hören. Musik wirke sich positiv auf die Kreativität und das Leistungsvermögen aus. 75 Prozent der Befragten glauben, dass sie so effektiver arbeiten können. Über die Hälfte hört am liebsten Popmusik. Eine britische Psychologin begleitete die Studie. Sie glaubt vor an den Mozart-Effekt, wonach vor allem Klassik die Konzentration steigert. Außerdem wirke sich Musik generell auf unser Wohlbefinden aus.
Das diese Studie von einem Unternehmen in Auftrag gegeben wurde, das Computerzubehör und weitere Hardware herstellt, lassen wir mal so stehen.

Ablenkung beim Lernen

Natürlich gibt es auch einige wissenschaftliche Studien, die das Gegenteil beweisen wollen. Demnach haben Forscher bereits 1985 herausgefunden, dass Verbesserungen hauptsächlich bei monotonen Arbeiten eintreten. Ein Experiment mit 25 Freiwilligen an der Universität Wales hat ergeben, dass Musik besonders beim konzentrierten Lernen von Zahlen oder Vokabeln ablenkt. In ihrem Versuch sollten die Testpersonen  eine Zahlenreihe auswendig lernen. Sie wurden in Gruppen eingeteilt. Die Erste wurde mit Musik beschallt, die Zweite durfte in absoluter Stille büffeln. Das Ergebnis: Die Testpersonen, die Musik hörten, schnitten deutlich schlechter ab. Ergebnis: Beim konzentrierten Lernen und komplexen Aufgaben sollte Stille herrschen.

Die perfekte Musik?

Sollte ich nun Musik während der Arbeit hören? Das ist nicht eindeutig zu sagen. Es gibt zahlreiche Studien, die sowohl dafür als auch dagegen sprechen. Wenn es schon Musik sein soll, dann bitte nicht zu laut und die richtige Playlist. Wissenschaftlern des Max Planck Institut in Leipzig zufolge kommt es auf die richtige Art der Musik bei entsprechender Aufgabe an.

·  Kreative Aufgaben: Beim Brainstorming oder kleineren Aufgaben kann ruhig leise Musik im Hintergrund laufen. Mitten in der kreativen Phase sollte die Musik aber ausgeschaltet werden.

·  Schreiben und lesen: Du liest zum hundertsten Mal denselben Satz? Und hast später auch noch eine Schreibblockade? Könnte an Popmusik liegen. Die Texte lenken ab. Erst recht, wenn sie in deiner Sprache sind. Soll es trotzdem Musik sein, eignet sich Klassik und andere Instrumentalmusik.

·  Routineaufgaben: Daten einpflegen, Akten sortieren, E-Mails bearbeiten – alles Routineaufgaben, für die man nicht seine volle Konzentration benötigt. Sie werden schnell eintönig. Schnelle und fetzige Beats eignen sich dafür am besten, da sie wach machen und motivieren.


Quellen:

Techniker Krankenkasse

Karrierebibel

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