Mehr als elf Milliarden Fahrgäste in Deutschland nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel, und die Beliebtheit für Busse sowie Bahnen steigt jährlich. Kein Wunder, denn die Großstädte sind überfüllt und mit dem PKW steht man viel im Stau oder ist lange auf der Suche nach einem Parkplatz. Insbesondere Berufspendler bevorzugen die Fahrten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der in Deutschland hervorragend ausgebaut ist. Um das große Angebot des ÖPNV kümmern sich vorwiegend die Fachkräfte im Fahrbetrieb, die in den Bereichen Transport, Kundendienst und Marketing tätig sind.

Fachkraft im Fahrbetrieb werden: Aufgaben während der Ausbildung

Während deiner Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb lernst du die verschiedenen Transportmittel sowie die entsprechenden Aspekte der Verkehrs- und Betriebssicherheit der Fahrzeuge kennen. Die Kontrolle über die Funktionen in der Fahrzeugkabine, das Öffnen und Schließen der Türen, die Reifen, die Lichtanlage sowie die Reversiereinrichtung sind Bestandteile deines Arbeitsbeginns. Eine Besonderheit deiner Ausbildung ist die Fahrprüfung für Busse, Straßen- und U-Bahnen, die von deinem zukünftigen Arbeitgeber finanziell übernommen wird. Neben den Regeln des Straßenverkehrs sind auch Punkte bei Personenbeförderungen zu beachten, die du in der Fahrschule vermittelt bekommst.

Ein weiterer Aufgabenbereich erwartet dich im Kundendienst, der vorzugsweise an einem Servicepoint oder in der Leitzentrale zu finden ist. Mit deiner kommunikativen und freundlichen Art erteilst du den Fahrgästen Auskünfte über die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel und informierst sie zudem über Preise sowie Angebote. Diese dienen dazu, Kunden zu werben und zielgruppengerechte Produkte anzubieten. Als Fachkraft im Fahrbetrieb kennst du die einzelnen Leistungen, aus denen sich das Angebot zusammensetzt.  Insofern sind auch deine mathematischen Kenntnisse für die Kalkulation der Preise und die Durchführung von Abrechnungen notwendig. Für die Verbreitung der Angebote erarbeitest du mit deinen Kollegen ein Konzept und stellst dein Marketing-Know-how unter Beweis. Die Zielgruppe, der Kanal und das Budget müssen von dir geplant, beobachtet und im Anschluss analysiert werden.

Ablauf und Organisation der Ausbildung

Die Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb findet im dualen System statt, sodass du zwei Lernorte hast – die Berufsschule und deinen Ausbildungsbetrieb. In der Berufsschule bekommst du die theoretischen Inhalte vermittelt und musst Klausuren sowie Abschlussprüfungen ablegen. Den praktischen Teil lernst du im Unternehmen kennen, wo du dein theoretisches Wissen in der Praxis anwenden kannst. Deine Kenntnisse und Fähigkeiten werden stets erweitert und vertieft. Eine duale Ausbildung sieht auch eine Ausbildungsvergütung vor, die sich von Ausbildungsjahr zu Ausbildungsjahr steigert. Durchschnittlich verdienst du als Fachkraft im Fahrbetrieb im ersten Ausbildungsjahr 850 bis 870 Euro. Allerdings gibt es auch Arbeitgeber wie zum Beispiel die Stadtwerke Bielefeld, die ein überdurchschnittliches Gehalt an ihre Auszubildenden auszahlen. Dein Gehalt während der Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb richtet sich nach dem TVAöD und beträgt 918 Euro.

Wie es nach der Ausbildung weitergeht

Auch die Zukunftschancen nach dem erfolgreichen Abschluss deiner Ausbildung stehen gut. Du hast die Möglichkeit, im öffentlichen Dienst zu arbeiten oder aber auch bei Privatunternehmen, die Personenbeförderung anbieten.

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