Bo Ludewig und Bernd Woltmann sitzen im Büro über der Lehrwerkstatt der Bremerhavener Lloyd Werft. Es hat etwas Vertrautes, als sich die beiden unterhalten. Der Ausbildungsleiter weiß, sein Lehrling liebt, was er tut. Und Bo Ludewig ist mit Begeisterung bei der Sache in den Docks im Kaiserhafen. An den Werkbänken in der Halle stehen Ludewigs Azubi-Kollegen am Schraubstock, auch sie gehören zur Lloyd-Familie, fertigen Bauteile und studieren technisches Regelwerk. „Ein Schiff ist eine Herausforderung und ein großartiges Projekt. Seit ich über die ‚Titanic‘ gelesen habe, bin ich von Schiffen fasziniert“, erzählt Ludewig. Also warum nicht selber Schiffe mitbauen? Für Bo Ludewig war klar: Es musste ein Ausbildungsvertrag für den Beruf des Anlagenmechanikers bei der Lloyd Werft sein. „Meine Aufgaben sind vielfältig, zum Beispiel der Einbau von Ausrüstungsbauteilen oder die Installation und Inbetriebnahme von hydraulischen Anlagen, der Einbau von Be- und Entlüftungskanälen und das Ausrichten und Verschweißen von Bauteilen.“ Schon nach dem ersten Lehrjahr kennt Ludewig die Grundlagen der Metallverarbeitung wie Bohren, Gewindeschneiden, Kalt- und Warmumformen und das Abwickeln von geometrischen Körpern. „Für Wartungs- und Reparaturarbeiten gehe ich sogar schon mit an Bord“, freut sich der Azubi über den herausfordernden Einsatz auf dem Schiff.

Angehende Konstruktions- und Industriemechaniker sind ebenso gefragt im Unternehmen, dessen Produktpalette den Um- und Neubau von Megayachten, Kreuzfahrt- und Spezialschiffen umfasst. „Der Industriemechaniker kümmert sich um Herstellung, Instandhaltung und Überwachung von technischen Systemen sowie Einrichtung, Umrüstung und Inbetriebnahme von Maschinenanlagen wie der Antriebsmaschine, von Wellenanlagen und Getrieben. Dem Konstruktionsmechaniker obliegt als Metall- und Schiffbauer die Fertigung von Außenhaut, Decks, Rahmen und Fundamenten“, erläutert Ausbildungsleiter Woltmann. Das erste Ausbildungsjahr wird in der unternehmenseigenen Ausbildungswerkstatt durchgeführt, dort werden verschiedene auf einer Werft anfallende Metallverarbeitungstechniken gelehrt. Anschließend geht es zur weiteren Ausbildung in die Fachabteilungen und es folgt die Integration in die Werftarbeitsabläufe.

Besonders stolz ist man bei der Lloyd Werft auf die Tatsache, dass Abgängern aller Schulformen von der Hauptschule bis zum Abitur die passende Ausbildung geboten wird. „Wir entwickeln unsere eigenen Nachwuchskräfte für die Lloyd Werft“, erläutert Personalleiter Markus Ahlfeld. „Dabei stehen den jungen Menschen mit Vollzeit-Ausbildern jederzeit Ansprechpartner an der Seite, so dass ohne Druck gelehrt und gelernt werden kann. Nach Abschluss der Ausbildung bleiben die Gesellen gerne im Unternehmen, die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit unserer Mitarbeiter beträgt 20 Jahre.“ Eine weitere Perspektive sei das duale Studium in der Fachrichtung Maschinen- und Schiffbau. „Im speziellen Studium für den Schiffbau studieren angehende Ingenieure für eine Zukunft auf der Werft. Neben den üblichen Ingenieurfächern wie Mathematik, Physik und Werkstofftechnik stehen vor allem in späteren Semestern auch spezielle Themen im Lehrplan“, sagt Ahlfeld. Was auch immer der Einzelne leistet, am Ende zählt in den Docks die Teamarbeit. Denn: nur gemeinsam werden Großprojekte zum Erfolg. Das weiß auch Bo Ludewig. „Es ist immer ein tolles Gefühl, wenn nach erfolgreicher Arbeit das Horn ertönt und ein „Dicker Pott“ fristgerecht wieder den Hafen verlässt.“

Die Lloyd Werft bildet zum 1. September 2019 aus:

Bewerbungen nimmt die Lloyd Werft Bremerhaven GmbH, Personalabteilung, Brückenstr. 25 in 27572 Bremerhaven oder per E-Mail an personal@lloydwerft.com gerne entgegen. 


Über die Lloyd Werft

Seit mehr als 160 Jahren steht die Lloyd Werft mit Kompetenz und Know-How für Qualität, Flexibilität und Termintreue. Der Schwerpunkt des einzigen noch existierenden Nachfolgers des Norddeutschen Lloyd liegt auf der Reparatur von Schiffen und in deren Umbau. Als modernes Schiffbauunternehmen mit weltweiten Kundenbeziehungen hat sich die Lloyd Werft schon früh darauf eingestellt, flexibel und kreativ auf die Anforderungen des globalen Marktes zu reagieren: Der Fertigbau von Schiffen, Neubau für kleinere Spezial-Einheiten und Sonderfertigungen von hoher Qualität runden die Arbeitspalette der Lloyd Werft ab.

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