Quelle: Westfalen Blatt, 11.07.2014 
H ü l l h o r s t (WB). »BEST PLACE TO LEARN« (Sehr guter Platz um zu lernen) heißt das neue Gütesiegel für die betriebliche Ausbildung, das vor wenigen Tagen offiziell an den Start gegangen ist – in Deutschland eine Premiere. Und wer hat's erfunden? AUBI-plus aus Hüllhorst.

Das Gütesiegel soll dabei unterstützen, die berufliche Ausbildung junger Menschen stetig zu verbessern und zugleich die Attraktivität der Ausbildungsbetriebe zu erhöhen. Initiatoren sind die Nachwuchsrekrutierer der AUBI-plus GmbH aus Hüllhorst und KIBO Kommunikation, ein Expertennetzwerk für Personalmarketing. Als längst überfällige und innovative Antwort auf den Wandel des Ausbildungsmarktes sieht KIBO-Inhaber Dieter Sicking die Einführung des Gütesiegels. »Wir wissen, dass demografiebedingt die Zahl der Schulabgänger in den nächsten Jahren rapide sinken wird. Immer mehr Jugendliche entscheiden sich zudem heute für ein Studium. Die klassische betriebliche Ausbildung ist bei den guten Schülern nicht mehr so gefragt«, sagt Sicking.

Gleichzeitig passten die schwächeren Bewerber immer weniger zu den gestiegenen Anforderungen der Betriebe. Hierauf müsse das duale System mit einer Qualitätsoffensive reagieren. Einerseits, um wieder an Attraktivität bei den leistungsstarken Schulabgängern zu gewinnen, und andererseits, um konzeptionelle Antworten auf die veränderte Bewerberlage zu geben.

»Mit dem entwickelten Zertifizierungsverfahren wird den Ausbildungsbetrieben ein pragmatisches und hilfreiches Instrument zur Verfügung gestellt, um ihre Ausbildungsqualität gezielt zu analysieren und zu verbessern«, betont AUBI-plus-Chef Heiko Köstring. Das Verfahren unterstütze die Unternehmen dabei, wichtige konzeptionelle Weichen für die betriebliche Ausbildungspraxis zu stellen. Zugleich erhielten die Betriebe mit dem Gütesiegel ein überaus attraktives und schlagkräftiges Personalmarketinginstrument im Wettbewerb um die besten Kräfte.

Zu den ersten
zertifizierten Unternehmen gehören das Espelkamper Technologieunternehmen HARTING, das Schienengüterverkehrsunternehmen KSW Kreisbahn Siegen-Wittgenstein sowie der norddeutsche Industriedienstleister Barghorn. Nach eineinhalbjähriger Entwicklungsphase des Qualitätsmodells erfolgte im vergangenen Jahr eine Marktbefragung. Zugleich wurde das Modell von ausgewählten Unternehmen auf Praxistauglichkeit überprüft. Parallel wurden Interviews mit Berufsbildungsexperten geführt, um die wissenschaftliche Fundierung zu gewährleisten.

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