1. Herkunft 
Namensgeber des Wortes „Schokolade“ sind die Azteken. Sie haben Wasser, Kakao, Vanille und Cayennepfeffer zu einem Getränk gemischt und nannten ihre Erfindung xocóatl oder xocólatl.

2. Anbaugebiete
Heute wird nur noch ein Teil des weltweiten Kakaobedarfs in Lateinamerika angebaut. Die meisten Plantagen befinden sich in Westafrika, genauer gesagt an der Elfenbeinküste. Die Kakaobohne mag es warm und regenreich, so dass auch Indonesien und andere Länder in Asien und Ozeanien die klimatischen Voraussetzungen erfüllen. 

3. Verzehr
Spitzenreiter der Naschkatzen sind unsere Nachbarn aus der Schweiz. Durchschnittlich vertilgt jeder Schweizer im Jahr ca. 12 Kilo Schokolade. Mit rund 11 Kilo liegen wir Deutschen knapp dahinter.

4. Lieblingssorten
Die beliebtesten Marken sind Milka, Ritter Sport und Lindt. Bei den Geschmacksrichtungen stehen viele Schleckermäuler auf die klassische Milchschokolade, am liebsten pur oder mit Nüssen.

5. Glücklichmacher
Es stimmt: Schokolade enthält das Glückshormon Serotonin. Aber: Es kommt in so geringen Mengen vor, dass eine Wirkung eher unwahrscheinlich ist. Schokolade wirkt also nicht physiologisch, sondern psychologisch.

6. Aphrodisiakum
Das gleiche gilt für Phenylethylamin: Frisch Verliebte haben besonders viel davon. Um einen Effekt durch den Verzehr von Schokolade zu erzielen, müsstest du jedoch innerhalb kürzester Zeit riesige Mengen vernaschen.

7. Schützt das Herz
Dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil enthält besonders viel Flavonoide. Diese sekundären Pflanzenstoffe machen die Blutgefäße elastischer und senken den Blutdruck. In welchem Ausmaß das Risiko einer Herz-Kreislauf-Krankheit, eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls tatsächlich gesenkt wird, ist stark umstritten und wird in verschiedenen Studien erforscht.

8. Verbessert das Gedächtnis
Auch gibt es Studien, die Kakao eine Gedächtnisverbesserung zusprechen. In einem Versuch bekamen Probanden über einen längeren Zeitraum einen Kakao zu trinken, der mit Flavonolen angereichert war. Diese Flavonole sorgten für eine bessere Durchblutung des Gehirns, speziell des Teils, in dem Erinnerungen vom Kurzzeit- in den Langzeitspeicher verschoben werden. Allerdings enthält ein normales Kakaogetränk bei weitem nicht soviel Flavonol wie die angereicherte Variante aus dem Experiment.

9. Gut für die Haut
Wenn du an Pickeln leidest, liegt das meistens an deinem Hormanhaushalt, an verstopften Poren und überschüssiger Talgproduktion. Aber auch besonders fett- und zuckerhaltige Lebensmittel können sich negativ auf dein Hautbild auswirken. Schokolade enthält zwar viel Fett und Zucker, aber andererseits auch Antioxidantien, die deine Haut vor freien Radikalen schützen. Diese Antioxidantien sind im Kakao enthalten. Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil ist also sogar gut für deine Haut!

10. Kein Lerckerli
Schokolade enthält Theobromin. Bei uns Menschen wirkt dieser Stoff anregend wie Koffein. Bei Haustieren gelangt Theobromin vom Darm über das Blut in die Leber und löst gefährliche Stoffwechselprozesse aus. Es können Vergiftungserscheinungen mit Durchfall und Erbrechen auftreten. Im schlimmsten Fall kann der Verzehr tödlich enden. Wenn du deinen Hund belohnen willst, greif lieber zu artgerechten Leckerlis wie Hundekeksen.

Berufe mit Schokolade
Als Chocolatier stellst du Tafeln, Pralinen und andere Süßigkeiten aus Schokolade her. Im Gegensatz zu der industriellen Schokoladenherstellung arbeitest du handwerklich. Wie ein Bildhauer modellierst und dekorierst du kleine und große Kunstwerke aus Schokoladenmasse. Chocolatier ist kein eigenständiger Ausbildungsberuf. In der Regel absolvierst du zunächst eine Ausbildung zum Konditor und bildest dich dann zum Chocolatier weiter.

Wenn du statt in einer kleiner Schokoladenküche lieber in einem großen Industriebetrieb arbeiten möchtest, kommt für dich eine Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik oder Süßwarentechnologe in Frage. Ein Studium im Bereich Lebensmitteltechnologie bietet weitere Berufschancen, Schokoladenprodukte im großen Stil herzustellen.

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