In der Berufsschule, die sie in Kärnten besucht, lernt sie zudem auch, wie Metall vergoldet oder versilbert wird. Eine Fertigkeit, die sehr wenige können, vor allem sehr wenig Mädchen. "In die Schule gehen sieben Mädels, insgesamt sind wir aber 30 Schüler", sagt die 19-Jährige.

Dass es für die Firma selbst nicht gerade einfach ist, Lehrlinge für einen Beruf zu finden, von dem sich die wenigsten ein Bild machen können, bestätigt Betriebsleiter Johannes Ortner.

Bedeutende Abnehmer

Dabei gibt es ein großes Spektrum an Abnehmern, die die beschichteten Teile aus Uttendorf zugeliefert bekommen. Zum Beispiel die Wehrtechnik, die Medizintechnik oder die Raumfahrt. "Wir haben eigentlich fast gar keine Bewerber. Dona ist unser zweiter Lehrling, vorher hatten wir erst einen", sagt er. Meistens sind es Kinder, Verwandte oder Bekannte von Mitarbeitern, die sich bewerben. Auch Dona Thaci kam so zu ihrer Lehrstelle: Ihre Mutter arbeitete zuvor schon bei der Firma AHC Oberflächentechnik, die vor einem halben Jahr von St. Pantaleon nach Uttendorf gezogen ist. "Ich hab dann, während ich ins Poly gegangen bin, einen Tag bei AHC geschnuppert und dann hab’ ich gewusst, dass ich da hin möchte", sagt Thaci. Mittlerweile ist sie schon im dritten Lehrjahr, die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre.

Weil es ihr bei ihrer Firma so sehr gefällt, hofft sie natürlich sehr, dass sie nach dem Lehrabschluss auch übernommen wird. Da macht es der 19-Jährigen auch gar nichts aus, täglich aus dem 30 Kilometer entfernten St. Pantaleon hierher zu pendeln, obwohl die Arbeitsstätte früher quasi vor ihrer Haustüre lag. "Ich fahre da einfach gern hin, weil mir die Arbeit Spaß macht", sagt sie.

Und auf die Frage, ob sie sich wieder für eine Lehre als Oberflächentechnikerin entscheiden würde, antwortet Dona Thaci mit einem klaren "Ja!"

Quellen:

  1. www.nachrichten.at (abgerufen am 09.11.2018)

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