1.  Warum gibt es das Oktoberfest?
Das Oktoberfest entstand durch die Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese am 12. Oktober 1810. Anlässlich der Hochzeit gab es in München zahlreiche Feiern, u.a. auch das „Hochzeitsrennen“, welches an die mittelalterlichen Turniere erinnern sollte. Für das Pferderennen wurde eine Wiese angelegt, welche zu Ehren der Braut dem Namen „Theresens Wiese“ erhielt. Die Wiesn wuchs von Jahr zu Jahr  und ist heute das größte Volksfest der Welt.

2.  Warum startet das Oktoberfest schon im September?
Der Grund dafür ist der Altweibersommer. Dieser zeichnet sich durch seine gleichmäßige Witterung und ein warmes Ausklingen des Sommers, oft im September, aus. Die Wiesnzeit wurde also verlängert, um die warmen Tage im September zu nutzen.

3.  Was sind Haferlschuhe?
Der Haferlschuh ist sozusagen das „Must-Have“ für die männlichen Wiesn-Besucher. Er rundet das Trachtenoutfit ab und darf auf dem Oktoberfest nicht fehlen. Ursprünglich ist er ein Arbeitsschuh, wird aber in Bayern in verschiedenen Varianten auch heute als Alltagsschuh getragen.

4.  Wiesn Bier – Ein ganz besonderes Gebräu?
Auf der Wiesn schmeckt das Bier einfach anders… alles nur Einbildung? Nein! Denn eigens für das Oktoberfest brauen die Wirte das Bier mit einer höheren Stammwürze und mit ca. 6% einem höheren Alkoholgehalt. Ursprünglich wurde das sogenannte „Märzbier“ aus praktischen Gründen eingeführt, denn es wurde durch den höheren Alkoholgehalt nicht so schnell sauer. Den Gästen schmeckte das Bier und seither präsentieren die Brauereien das frisch gebraute „Märzbier“.

5.  Wie wird man zum Wiesnwirt?
Bei der Stadt München kann man sich ganz offiziell als Wiesnwirt bewerben. Aber: Nur die besten Wirte aus München werden jemals Wiesnwirt. Außerdem muss erst ein Wirt sein Amt ablegen, damit ein neuer Wiesnwirt antreten kann. Es kann also schonmal 20 Jahre dauern, bis es ein Bewerber auf die Wiens schafft.

6.  Gibt’s das Oktoberfest nur in Deutschland?
Ganz und garnicht! Durch deutsche Auswanderer oder deutsche Firmen vor Ort wird die Wiens mittlerweile auf der ganzen Welt gefeiert. Die meisten Oktoberfeste gibt es zum Beispiel in den USA.  In der Stadt Blumenau in Brasilien wird 17 Tage lang das deutsche Traditionsfest gefeiert – mit allem was dazu gehört: Schweinshaxe, Weißwürstchen  und sogar Fachwerkhäuser gibt es in Blumenau. Und auch in Moskau werden zur Oktoberfestzeit in einigen Bars bayrische Spezialitäten angeboten

7.  Was ist die „Oide Wiesn“?
Die Oide Wiesn findet seit 2010 parallel zur „normalen“ Wiesn statt. Nostalgische Volksfestattraktionen, Festzelte und weitere historische Attraktionen werden hier geboten. Am Südende der Theresienwiese können die Besucher in einem abgetrennten Areal die traditionelle Atmosphäre genießen. Hier steht u.a. das älteste Fahrgeschäft der Wiesn: der Kettenflieger Kalb.

8.  Warum gibt es den Trachten- und Schützenzug?
Der Trachten- und Schützenzug findet traditionell am ersten Festwochenende statt. Zu Ehren der Silberhochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese 1835 fand der Umzug das erste Mal statt. Heute nehmen ca. 9000 Mitglieder verschiedener Schützenvereine teil und präsentieren ihre prachtvoll geschmückten Wagen. Weitere Infos findet ihr in unserem Blog.

9.  Welchen Wiesn-Rekord sollte man kennen?
Der Besucher-Rekord wurde im Jubiläumsjahr 1985 aufgestellt. In diesem Jahr kamen sage und schreibe 7,1 Mio. Besucher zur Wiesn.

10.  Was ist ein „Charivari“?
Ein Charivari ist eine Art Kette, die ursprünglich mit kleinen Jagdtrophäen verziert wurde. Sie ist silber und der männliche Wiesn-Besucher trägt sie über dem Hosentürl der Lederhose. Als Dirndlschmuck ist das Charivari mittlerweile auch bekannt. Es wird meistens vererbt und bleibt so häufig über mehrere Generationen in einer Familie.

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