Um perfekt für das Geschäftsleben gewappnet zu sein, absolvierten wir einen Knigge Lehrgang bei Vera Reich. Sie ist Inhaberin des Knigge-Reich und schult bereits seit 2003 verschiedenste Unternehmen. Als erster Tagesordnungspunkt stellte sich jeder vor. Auf diese Weise konnte auf uns individuell eingegangen werden. Gemeinsam wurden die Stärken und Schwächen des Einzelnen erarbeitet, sodass letztlich jeder im Stande war sich selbstbewusst vorzustellen und dabei auch mit einer ausdrucksstarken Körpersprache zu überzeugen.

Die Unternehmenshierarchie

Im Anschluss daran wurde uns die Unternehmenshierarchie mit verschiedenen Kostümen verdeutlicht. So bekam eine Person beispielsweise die Krone und fungierte symbolisch als Vorstand, während eine Zweite mittels Butler-Handschuhen die rechte Hand des Chefs darstellte. Als ein Kunde das Geschäft betrat, musste der Vorstand die Krone an diesen abgeben und erhielt dafür ein Diadem. Grundsatz: Der Kunde ist immer König!

Die richtige Begrüßung

Wer grüßt wen zuerst und bietet dem Gegenüber die Hand an? Während die meisten diese Entscheidung situationsabhängig aus dem Bauch heraus entscheiden, gibt es auch dafür ganz klare Regeln. So darf beispielsweise höhergestellten Personen nur andeutend gezeigt werden, dass man Ihnen die Hand geben würde, wenn dies auch in ihrem Interesse ist. Die Initiative ergreift jedoch letztlich der Ranghöhere. Dagegen bietet der Gastgeber dem Kunden den Handschlag an. Geduzt wird nur auf Anfrage des Vorgesetzen. Hingegen vieler Meinungen ist hierfür bei gleichgestellten Mitarbeitern nicht das Alter, sondern das Dienstalter entscheidender Faktor. Wir lernten, dass wir aus Respektgründen Visitenkarten fortan immer in Etuis und nie in der hinteren Hosentasche verstauen sollten. Viele weitere Tipps und Übungen für einen festen Händedruck rundeten das Kapitel „Die Begrüßung im Geschäftsleben“ ab. Wir hätten nicht gedacht wie viel man falsch machen kann.

Die Ursprünge der Benimmregeln

Wusstest du, dass es nach Knigge sogar klare Vorschriften gibt, wenn du neben einem Vorgesetzten oder einem Kunden gehst? Hat man es einmal gehört ist es ganz einfach. Der Ranghöhere, beziehungsweise der Kunde, geht auf der rechten Seite. Interessant ist der Ursprung dieses Grundsatzes. Im 18. Jahrhundert war es wichtig für den Schutz der wichtigeren Person zu sorgen. Nachdem der Säbel in der Regel auf der linken Seite angebracht war, schafft man durch diese Gangformation die beste Möglichkeit, um potentielle Angreifer von vorne effektiv mit der rechten Hand zu bekämpfen. Da in der heutigen Zeit eher selten direkte körperliche Gefahr im Verzug ist, ist diese Regel sicherlich mit zwinkerndem Auge zu betrachten. Dennoch kann es für das eigene Selbstbewusstsein bereichernd sein sich im Geschäftsleben stets Knigge konform zu verhalten und vielleicht gibt es auch den ein oder anderen Vorgesetzten, der die Bemühungen wahrnimmt und zu schätzen weiß.

Das richtige Auftreten

Ein weiteres großes Thema war die korrekte Tischetikette. Ein Geschäftsessen kann sehr schnell unangenehm werden, kennt man nicht die wichtigsten Benimmregeln. Nachdem man dem Höherrangigen die Tür geöffnet hat, wartet man auf den Kellner. Wichtig ist nun jedoch, dass man nicht nebeneinander zum Tisch geht, sondern hintereinander. Der Kellner läuft vorne und die wichtigste Person wird von der Reihe eingeschlossen. Gesprochen wird erst wieder am Platz, da man die anderen Gäste nicht stören möchte. Wir lernten, wo der beste Platz ist, wie die korrekte Haltung am Tisch ist und wie wir typische Fehler vermeiden können. Wir sind erleichtert, dass wir fortan auch vor einem Geschäftsessen nicht zurückschrecken müssen. Zweifelsfrei entscheidend für ein korrektes Auftreten ist auch der Dresscode. Wir lernten die Unterschiede zwischen Business Wear, Smart Casual und Casual Wear kennen und wann welcher Stil angebracht ist. Auch in der Kommunikation muss die Außenwirkung stimmen. Am Telefon, im E-Mail Verkehr und im persönlichen Gespräch wissen wir uns nun richtig zu verhalten. Besonders hilfreich war es passende und unangebrachte Themen für den erfolgreichen Smalltalk kennenzulernen, denn dies ist letztlich das tägliche Brot der Geschäftswelt.

Kulturelle Unterschiede

Es war nicht nur interessant die geschichtlichen Zusammenhänge des 18. Jahrhunderts, die Zeit in der der Begründer der Benimmregeln Adolf Knigge lebte, kennenzulernen, sondern auch die kulturabhängigen Knigge Regeln unterschiedlicher Länder. Beispielsweise sehen wir uns in der deutschen Kultur zwar beim Gespräch in die Augen, empfinden zu langen Augenkontakt aber als unangenehm. In den Vereinigten Staaten steht ein Halten des Augenkontaktes für Macht und geschäftliche Stärke. Da kann es einem deutschen Geschäftsmann im Land der unbegrenzten Möglichkeiten schnell passieren, dass er sich ungewollt unterordnet. Noch größere Probleme dürften an dieser Stelle chinesische Landsleute haben. Augenkontakt ist in diesem Kulturkreis absolut unüblich und so werden Konversationen Seite an Seite stehend geführt.

Wir bedanken uns bei Vera Reich für diesen kurzweiligen Lehrgang. Mit ihrer dynamischen Art zu unterrichten und einem gesunden Maß an Humor gelang es ihr unsere Aufmerksamkeit für sich zu gewinnen. Wir fühlen uns perfekt gewappnet für alle Herausforderungen der Geschäftswelt. Das einst fremde Terrain erscheint uns jetzt schon viel heimischer.

Die Azubis der CREATON AG

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