Bester Ausbildungsbetrieb der Republik

Auf die "Deutsche Meisterschaft" im Einzelwettbewerb folgte die Auszeichnung in der Mannschaftskategorie. Nachdem Laura Tiemeier kürzlich als bundesweit beste Orthopädietechnik-Mechanikerin ausgezeichnet wurde, erhielt die Technische Orthopädie der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen eine Ehrenurkunde als bester Ausbildungsbetrieb der Republik. Die Einrichtung ist der größte Orthopädiebetrieb in Ostwestfalen und bildet zu jeder Zeit zwischen fünf und acht Mechaniker aus. Innerhalb der letzten fünf Jahre stellte die Werkstatt schon zwei Mal den Bundessieger im Fach Orthopädietechnik.

Die Technische Orthopädie an der Auguste-Viktoria-Klinik wurde als bester Ausbildungsbetrieb der Republik ausgezeichnet
Die Technische Orthopädie an der Auguste-Viktoria-Klinik wurde als bester Ausbildungsbetrieb der Republik ausgezeichnet© Mühlenkreiskliniken (AöR)
Zur Urkundenüberreichung durch die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld in den Werkstatträumen der Auguste Viktoria Klinik wurde auch die Gehhilfe präsentiert, mit der Laura Tiemeier ihre Auszeichnung erlangte. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Ganzbein-Orthese, die speziell für einen erwachsenen Mann angefertigt wurde, der sein Bein nach einem Unfall nicht mehr voll belasten kann. Das Gesellenstück entstand unter den Augen eines Schaumeisters, also eines Orthopädietechnik-Meisters der Auguste Viktoria Klinik, und musste den Vorgaben entsprechend innerhalb von 40 Arbeitsstunden entstehen.

Über den Sieg in der örtlichen Handwerkskammer qualifizierte sich Laura Tiemeier für den landesweiten Wettbewerb in Nordrhein-Westfalen, bevor sie auf Bundesebene den Titel holte. Da die Orthese den jeweiligen Jurys vorgelegt werden musste, erhielt das Unfallopfer einen gleichwertigen Gehhilfe-Ersatz. "Die siegreiche Orthese, die dazu noch außergewöhnlich lackiert wurde, kann dem Patienten jetzt übergeben werden", sagt Ralf Torunski. "Es wird also kein Gesellenstück für die Vitrine, sondern eine täglich genutzte Gehhilfe."

Auch Holger Stürmann, Geschäftsführer der Auguste Viktoria Klinik im Verbund der Mühlenkreiskliniken, blickt zufrieden auf die orthopädische Werkstatt. "Sie stellt eine perfekte Ergänzung zur konservativen und operativen Versorgung unserer Patientinnen und Patienten in der Wirbelsäulenchirurgie und Orthopädie dar. Das Leistungsangebot wird damit komplettiert" sagt Stürmann. In der Auguste-Viktoria-Klinik werden jährlich 3.500 Patienten stationär behandelt.