Wie beschreiben Sie die Zusammenarbeit mit AUBI-plus hinsichtlich der Zertifizierung?

Durch die angenehme und einfache Zusammenarbeit mit dem Team von AUBI-plus liefen die Planung und Umsetzung des Zertifizierungsprozess reibungslos. Vor allem unsere zuständigen Ansprechpartner erleichterten uns den Zertifizierungsprozess, da wir unsere Fragen oder Schwierigkeiten direkt ansprechen und lösen konnten.

Wie haben Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Teilnahme an der Befragung erwärmen können? Gab es Schwierigkeiten? Wie sind Sie diesen ggf. begegnet?

Bereits in der Planungsphase haben wir alle Mitarbeitenden mit einbezogen und über das Ziel, die Vorgehensweise und die Durchführung informiert. Im Anschluss haben wir zu den Befragungsteilnehmenden direkt Kontakt aufgenommen und nochmals detailliert über den Ablauf gesprochen. Doch vor allem während der Befragungsphase war es wichtig, dass wir mit den Teilnehmenden in Kontakt blieben, um eine möglichst hohe Teilnahmequote zu erreichen. 

Zur hohen Ausbildungsqualität trägt auch die verantwortungsvolle Arbeit des ausbildenden Personals bei. Welche Anregungen konnten Sie bzw. die betreffenden Personen für diese Aufgabe aus der Zertifizierung mitnehmen?

Durch die Zertifizierung und den Ergebnisreport haben wir erkannt, dass sich unsere betriebliche Ausbildung kontinuierlich verbessert hat. Wir haben einen frischen Blick auf unser bisheriges Ausbildungskonzept erhalten und konnten dadurch hilfreichen Input für Optimierungsmaßnahmen oder Entwicklungsmöglichkeiten für die zukünftige Planung mitnehmen. 

Wie bereiten Sie neue Ausbilderinnen und Ausbilder auf die Aufgabe vor? Welche Leitlinien sind Ihnen bzw. dem Unternehmen wichtig? Unterliegt die Ausbildungsarbeit einem Motto?

Als traditionelles Familienunternehmen basiert unser Erfolg auf starker Gemeinschaft und intensiver Nachwuchsförderung. Bereits mit Beginn der Ausbildung sind unsere Azubis vollwertiger Bestandteil des Unternehmens und daher legen wir viel Wert auf einen respektvollen und familiären Umgang in allen Bereichen. Dieses Verständnis versuchen wir unseren Auszubildenden zu vermitteln, damit sie mehr Wertschätzung für ihren Beruf, ihre Arbeit und unser Unternehmen entwickeln. 

Welchen Herausforderungen sehen Sie sich in der Ausbildungsarbeit noch gegenübergestellt? Nicht nur, aber z. B. auch im Hinblick auf Themen wie Digitalisierung und Ausbildung 4.0?

Die wohl größte Herausforderung für uns ist, dass wir junge Menschen aus der Region für einen handwerklichen Ausbildungsberuf begeistern. Wir müssen den Handwerksberuf attraktiver machen und Jugendlichen aufzeigen, welche Chancen und Entwicklungspotentiale es in diesem Berufszweig gibt. 

Auch wenn die Zertifizierung recht frisch ist: Welche Impulse nehmen Sie mit? An welchen Stellen Ihrer Ausbildungsarbeit möchten Sie nachbessern?

Dank des ausführlichen Ergebnisreports konnte unser Ausbildungspersonal viele hilfreiche Anregungen mitnehmen. Zum einen möchten wir das Onboarding verbessern, um unseren neuen Auszubildenden den Ausbildungsstart zu erleichtern. Zum anderen haben wir erkannt, dass regelmäßige Feedback-Gespräche zwischen Ausbildenden und Auszubildenden einen höheren Stellenwert bekommen müssen, denn dadurch können wir ihre Stärken oder Schwächen frühzeitiger erkennen und besser darauf eingehen. 

Und wie fiel das Feedback der jungen Menschen dazu aus?

Da wir die Zertifizierung erst Ende Juli abgeschlossen haben, haben wir bisher wenig Feedback erhalten. Doch insbesondere für unsere Jugend- und Ausbildungsvertretung (JAV) war der Ergebnisreport sehr aufschlussreich. Durch die ausführliche Ergebnisanalyse haben sie einen guten Einblick in unsere betriebliche Ausbildung erhalten und können Hintergründe besser verstehen, um dies auch in ihrer Arbeit nutzen zu können. 

Auf welchen Teil Ihrer Ausbildungsarbeit sind Sie besonders stolz? Wie gestalten Sie diesen?

Wichtige Bestandteile unseres Ausbildungsplans sind betriebsinterne Schulungen, die unseren Auszubildenden helfen, den theoretischen Unterrichtsstoff der Berufsschule besser zu verstehen. Wir wollen, dass unsere Azubis sowohl Theorie und Praxis verinnerlichen, damit sie ihre Prüfungen erfolgreich abschließen können und bestens auf ihren späteren Berufsalltag vorbereitet sind. 

Und zum Abschluss: Was ist Ihr Tipp für eine gelungene Ausbildung?

Eine gelungene Ausbildung setzt sich aus vielen Komponenten zusammen. Doch vor allem müssen wir unsere Azubis für ihren Ausbildungsberuf und ihre Arbeit begeistern, damit sie dies auch nach Außen tragen.

Vielen Dank für das Interview!



Über die J. Schneider Elektrotechnik GmbH

Seit 1939 ist J. Schneider Elektrotechnik langsam aber stetig gewachsen: vom kleinen Reparaturwerk zum Industriebetrieb mit mehr als 370 Mitarbeitern. Inzwischen hat das Unternehmen drei Standorte in Offenburg und gilt als Innovationsführer in den Bereichen Transformatoren, unterbrechungsfreie Stromversorgungen sowie Hochspannungs- und Plasma-Stromversorgungen. Das hauseigene Service-Center hält elektrische Anlagen in der Region in Schuss. Basis dieser Entwicklung sind die Werte Qualität, Verantwortung und Weitblick, kombiniert mit einem vertrauensvollen und familiären menschlichen Umgang.

Über das Gütesiegel BEST PLACE TO LEARN®

BEST PLACE TO LEARN® ist das Gütesiegel für die betriebliche Ausbildung. Für die Auditierung werden ausbildendes Personal, aktuelle und ehemalige Azubis des Unternehmens umfassend befragt – selbstverständlich anonym. Die Auswertung erfolgt auf Basis der Erkenntnisse des BIBB-Forschungsverbunds und der wissenschaftlichen Arbeiten von Rauner und Piening von der Universität Bremen. Mehr Infos gibt es auf unserer Website: https://www.bestplacetolearn.de/

Folgendes könnte Sie auch interessieren


J. Schneider Elektrotechnik GmbH ist offiziell BEST PLACE TO LEARN®

J. Schneider Elektrotechnik GmbH ist offiziell BEST PLACE TO LEARN®

Pressemitteilung der J. Schneider Elektrotechnik GmbH vom 13.08.2021): Das Offenburger Unternehmen erhält renommiertes Ausbildungssiegel für seine betriebliche Ausbildung. Das Familienunternehmen J. Schneider Elektrotechnik wurde mit dem Ausbildungssiegel BEST PLACE TO LEARN® ausgezeichnet und gehört damit zu den TOP-Ausbildern in der Region. Nach der offiziellen Übergabe des Gütesiegels ist die Begeisterung bei allen Beteiligten groß, denn diese Zertifizierung ist eine besondere Anerkennung für das Engagement und die Arbeit des Offenburger Ausbildungsbetriebs

Ausbildung im Fokus: Individuelle Entwicklung in der Ausbildung

Ausbildung im Fokus: Individuelle Entwicklung in der Ausbildung

Bei den Stadtwerken Tübingen (swt) steht die individuelle Entwicklung ihrer Auszubildenden im Vordergrund – sowohl fachlich als auch persönlich. Für ihre Ausbildungsarbeit wurden die Stadtwerke nun erfolgreich mit dem Gütesiegel BEST PLACE TO LEARN® ausgezeichnet. Somit gehören die swt zu den Top-Ausbildern in Deutschland. Im Interview mit unserer AUBI-news-Redaktion erklärt Ingo Straten, Sachgebietsleiter Personalentwicklung und Ausbildungsleiter, worauf es den swt beim Recruiting, Onboarding und der Ausbildungsarbeit ankommt und welche Impulse die Ausbildungsverantwortlichen aus dem Zertifizierungsverfahren mitnehmen.

Lernortkooperation – so gelingt die erfolgreiche Zusammenarbeit

Lernortkooperation – so gelingt die erfolgreiche Zusammenarbeit

In Deutschland erlernen junge Menschen einen Beruf vorwiegend im dualen System. Theorie und Praxis an den unterschiedlichen Lernorten passen jedoch nicht immer optimal zusammen, ein systematischer Austausch zwischen dem Betrieb und der Berufs- bzw. Hochschule findet kaum statt. In diesem Artikel erklären wir, warum eine erfolgreiche Zusammenarbeit wichtig ist, wie sie gelingen kann und was Sie als Ausbilderin bzw. Ausbilder dazu beitragen können.