Hüllhorst (WB). Aubi-plus will sich künftig stärker nach Europa öffnen und jungen Leuten auch im Ausland Karrierechancen bieten. Ein Türöffner könnte CDU-Politiker Elmar Brok werden. Der Europaparlamentarier war Freitag zu Gast bei Aubi-plus – und regelrecht begeistert. Vor seinem Besuch sei ihm das Konzept des Nachwuchsrekrutierers aus Hüllhorst nicht näher bekannt gewesen, räumte Elmar Brok ein. »Ich bin sogar mit einiger Skepsis hierher gekommen, aber nun bin ich wirklich sehr angetan.« Es sei schon beeindruckend, was Aubi-plus in Deutschland und der Schweiz aufgebaut habe. Und Brok fügte schmunzelnd hinzu: »Sie haben sich am Markt durchgesetzt – eigentlich muss man Sie gar nicht mehr loben.« Jetzt gelte es aber in der Tat zu schauen, wie sich das Konzept noch europäischer aufstellen lasse. Begleitet wurde Elmar Brok bei seinem Unternehmensbesuch vom heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Friedhelm Ortgies, dem Hüllhorster CDU-Vorsitzenden Sven Öpping sowie Bürgermeister Wilhelm Henke (SPD). Aubi-plus-Geschäftsführer Heiko Köstring hatte den erfahrenen und europaweit vernetzten Bielefelder eingeladen, um Informationen über Ansprechpartner und Fördermöglichkeiten für ein europaweites Karriereportal zu erhalten. »Die Betriebe, mit denen wir arbeiten, haben uns darauf schon angesprochen«, berichtet Köstring. Immerhin weite sich gerade bei der Suche nach Fachkräften der Blick immer mehr über die Grenzen hinaus, und auch junge Leute wollten gerne Auslandserfahrungen sammeln. Diesem Wunsch von Aubi-plus komme die EU-Wirtschaftsstrategie »Europa 2020« entgegen, das europaweite Ziele für den Arbeitsmarkt setze. Einen gesamteuropäischen Arbeitsmarkt aufzubauen, sei eine hochspannende Angelegenheit, sagte Elmar Brok. »Allein schon der demografische Faktor wird dazu führen, dass wir zunehmend qualifizierte Europäer bei uns brauchen.« Auch für deutsche Jugendliche würden Sprachkenntnisse und Auslandserfahrungen immer wichtiger. Brok legte den Hüllhorstern zwei konkrete europäische Projekte ans Herz, über die Bildung im Ausland bezuschusst werde: das Erasmus-Programm für Studierende und das Leonardo-Programm für Auszubildende. Und Brok empfahl Geschäftsführer Heiko Köstring, gerade im Ausland mit dem deutschen Pfund der dualen Ausbildung zu wuchern. Denn in den Ländern, in denen rein schulisch ohne Anbindung an Lehrbetriebe ausgebildet werde, sei die Jugendarbeitslosigkeit besonders hoch. »Dort wird am Markt vorbei ausgebildet.« Aubi-plus sollte das eigene Angebot auf diese Situation im Ausland »umstricken«, um so den eigenen Mehrwert zu betonen. Elmar Brok lud die Geschäftsführung für den 10. Mai zu einem besonderen Treffen ein. Dann wird nämlich der EU-Regionalkommissar Johannes Hahn nach OWL kommen. Und der verantworte jede Menge Fördermittel, so Brok. Bildquelle: Friederike Niemeyer @ Westfalen-Blatt

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