Freiwilligendienst
Bestimmt hast du schon vom Bundesfreiwilligendienst, dem Freiwilligen Sozialen Jahr und dem Freiwilligen Ökologischen Jahr gehört. Doch du musst nicht in Deutschland bleiben, um Gutes für die Gesellschaft zu tun. Auch das Ausland bietet dir viele Möglichkeiten, dich in einem sozialen oder ökologischen Projekt zu engagieren. Freiwilligendienste gibt es überall da, wo Hilfe gebraucht wird: In Afrika, Lateinamerika und Asien. Wenn du dich für Berufe mit Kindern interessierst, kannst du zum Beispiel in einem Waisenhaus arbeiten, an einer Schule unterrichten oder dich um Straßenkinder kümmern. In einem Tierschutzprojekt engagierst du dich für den Erhalt gefährdeter Arten: Genau das Richtige, wenn du später einen Beruf mit Tieren erlernen möchtest. Nicht nur Tiere, auch Pflanzen und Bäume wie der Regenwald sind bedroht. Projekte aus dem Umweltschutz stellen daher ein weiteres Einsatzgebiet dar. Auch die Kibbuzim in Israel freuen sich über deine helfenden Hände, besonders bei der Feldarbeit und Viehzucht. Bei diesen Tätigkeiten erwirbst du wertvolle Kompetenzen für einen späteren Beruf in der Landwirtschaft.

Au-Pair
Wenn du in deiner Freizeit gerne babysittest und mit dem Gedanken spielst, einen Beruf mit Kindern zu erlernen, ist ein Au-Pair-Aufenthalt im Ausland eine gute Möglichkeit: Du bekommst Sicherheit über deine spätere Berufswahl, verbesserst ganz nebenbei deine Fremdsprachenkenntnisse und lernst Land, Leute und Kultur kennen. Beliebte Länder, in denen du deinen Au-Pair Aufenthalt verbringen kannst, sind USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Irland. Der Begriff „au pair“ kommt übrigens aus dem Französischen und bedeutet übersetzt „auf Gegenseitigkeit“. Das bedeutet, dass es zwischen dir und deiner Gastfamilie ein gegenseitiges Geben und Nehmen gibt:  Deine Gastfamilie nimmt dich als neues Familienmitglied auf, du wohnst in deinem eigenen Zimmer, bekommst Essen und Trinken, kannst deine Kleider waschen und erhältst ein Taschengeld. Deine Aufgaben als Au-Pair sind im Gegenzug die Kinderbetreuung und die Mithilfe im Haushalt.

Work’n’travel
„Work’n’travel“ heißt übersetzt „arbeiten und reisen“. Das Konzept ist einfach: Du verbindest das Angenehme mit dem Nützlichen und verdienst dir mit verschiedenen Gelegenheitsjobs wie beispielsweise Servicekraft in der Gastronomie, Fremdenführer im Tourismus oder Erntehelfer in der Landwirtschaft das benötigte Kleingeld für deine Weiterreise. Als Reiseziele sind vor allem die USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Südafrika sowie die asiatischen Länder Japan, Südkorea, Hongkong und Taiwan beliebt.

Bewerbungstipps
Ein Orientierungsjahr im Ausland erfordert Selbstständigkeit, Eigeninitiative und Organisationsvermögen. Fern der Heimat musst du die verschiedensten Probleme alleine bewältigen. Mit diesen Kompetenzen kannst du bei deiner Bewerbung punkten. Du solltest das Orientierungsjahr daher unbedingt in deinem Lebenslauf aufführen. Weitere Tipps zur Bewerbung und Berufsorientierung bekommst du bei AUBI-plus.

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