Der Erfinder des Adventskalenders, so wie wir ihn heute kennen, nämlich gefüllt mit jeder Menge Leckereien und kleinen Überraschungen, war Gerhard Lang. Er lebte von 1881 bis 1974 und war ein Pfarrerssohn aus Maulbronn. Bereits als kleiner Junge erhielt er von seiner Mutter einen selbstgebackenen Adventskalender. Sie hat 24 Kästchen auf einen Pappkarton gemalt und auf jedes Kästchen einen „Wibele“ (schwäbisches Baiser-Gebäck) genäht. Als Erwachsener wurde Gerhard Lang Teilhaber eines Unternehmens und ließ 1908 zunächst Adventskalender mit Bildern zum Ausschneiden drucken. Im Jahre 1920 verließen dann erstmals Kalender mit Türchen zum Öffnen die Druckerei.  Hinter den Türen befanden sich farbenfrohe Bilder oder, bei religiösen Kalendern, stattdessen Bibelverse.

In den 30er Jahren war Gerhard Lang gezwungen seinen Betreib aufzugeben, da durch den Krieg die Rohstoffe für die Produktion knapp waren und Bildkalender verboten wurden. Erst in der Nachkriegszeit konnte er wieder an seinen Erfolg anknüpfen. Jedoch zeichnete sich nun auch Konkurrenz ab und ein Herr namens Richard Sellmer gründete 1945 einen Verlag und brachte den ersten Adventskalender nach dem zweiten Weltkrieg heraus. Dabei waren die Kalender für Erwachsene genauso beliebt wie die Modelle für Kinder. Der erste Schokoladen-Adventskalender kam allerdings erst im Jahre 1958 auf den Markt. Die Herstellung war damals noch sehr aufwendig, da die Linoleumschnitte noch von Hand hergestellt wurden. Heutzutage gibt es den Sellmer-Verlag immer noch, nur werden die Zuschnitte mittlerweile digital angefertigt.

Jegliche Arten von Überraschungen sind heutzutage gängig geworden, ob es nun Süßigkeiten, kleine Spielzeuge oder andere persönliche Dinge sind. Doch der schönste und persönlichste Adventskalender ist immer noch der Selbstgebastelte. Deshalb haben wir dir hier die Top 5 der schönsten und kostengünstigsten Bastelideen zusammengestellt:

  1. Der Selbstgebackene
    Hierfür benötigst du lediglich 24 Keksbeutel, Zahlen von 1 – 24 zum Aufkleben oder Anbinden, Geschenkband und deine selbstgebackenen Plätzchen. Die Kekse füllst du in die Beutel, befestigst die Zahlen daran und knotest die Tütchen mit dem Geschenkband zu. Anschließend kannst du sie zum Beispiel in einer schönen Schachtel dekorieren. 
  2. Die Überraschungs-Bonbons
    Hierfür benötigst du 24 leere Toilettenpapierrollen, Geschenkpapier, Geschenkband, 24 kleine Geschenke und Zahlen von 1 – 24 zum Aufkleben. Die leeren Toilettenpapierrollen beklebst du mit dem Geschenkpapier, sodass sie aussehen wie Bonbons. Links und Rechs von der Rolle lässt du etwas von dem Papier über den Rand hinaus stehen. Dann klebst du die Zahlen auf und füllst deine Bonbons mit deinen Überraschungen. Anschließend bindest du die überstehenden Enden mit dem Geschenkband zu, damit der Inhalt nicht herausfallen kann. 

  3. Die kleinen Nikolaussäckchen
    Hierfür benötigst du 24 kleine Säckchen in den Farben deiner Wahl, 24 kleine Geschenke und Zahlen von 1 – 24 zum Kennzeichnen. Alternativ geht auch ein Textilstift, mit dem du die Zahlen aufmalst. Du füllst sie mit den Überraschungen und knotest sie zu. Anschließend kannst du deine gefüllten Säckchen an einer Stange oder Girlande befestigen und im Haus aufhängen. 

  4. Die Weihnachtspost
    Hierfür benötigst du 24 Briefumschläge in den Farben deiner Wahl, einen großen Bogen Pappkarton, einen schönen Farbstift, um die Zahlen aufzumalen oder Zahlen von 1 – 24 zum Aufkleben. Natürlich benötigst du für den Inhalt 24 kleine Briefe, Gutscheine oder was alternativ in einen Briefumschlag passt. Nun klebst du die 24 Briefumschläge auf den Pappkarton. Anschließend steckst du deine Überraschungen in die Umschläge und diese nummerierst du dann von 1 - 24 und schon ist dein Kalender fertig! Bei diesem Kalender kommt es auf den Inhalt der Briefe an, damit er etwas ganz Besonderes ist!

  5. Der Kreative
    Hierfür benötigst du unterschiedliche Behälter, Gefäße oder Schachteln, Zahlen von 1 – 24 zum Kennzeichnen, Geschenkpapier oder bunte Farben und natürlich deine 24 kleinen Präsente. Die unterschiedlichen Behältnisse schlägst du in Geschenkpapier ein oder bemalst sie. Bei diesem Kalender sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Zuletzt füllst du deine Geschenke hinein und verschließt die Verpackungen. Jetzt kannst du alles hübsch auf einer Anrichte dekorieren oder an einer Vorrichtung zum Aufhängen befestigen.  


Damit du dir nicht allzu große Gedanken um die Inhalte deines Adventskalenders machen musst, haben wir auch hier fünf tolle Anregungen für dich zusammengestellt:
  1. Selbstgebackene Kekse
    Wie in unserem Adventskalenderbeispiel Nr. 1 kannst du natürlich auch selbstgebackene Kekse für einzelne Tage verwenden. Wichtig hierbei ist nur, dass du sie gut verpackst, denn sonst sind sie später trocken und nicht mehr genießbar. 

  2. Selbstzusammengestellte CD/USB-Stick
    Hier kannst du zum Beispiel die schönsten Musiktitel des Jahres oder eine selbsterstellte Diashow draufbrennen. Ein 10er Pack Rohlinge bekommst du bereits für ca. 3,00€ im Supermarkt. 

  3. Gerahmtes Bild
    Ein Foto von dir und der beschenkten Person in einem edlen Bilderrahmen ist nicht nur eine schöne Erinnerung, sondern auch etwas ganz Persönliches. Den Ausdruck kannst du bereits für kleines Geld bei einem Elektrofachgeschäft oder im Drogeriemarkt in deiner Nähe bekommen.  

  4. Selbstgebastelter Gutschein
    Die Aktivität die hinter dem Gutschein steht, muss nicht einmal viel Geld kosten. Dies kann zum Beispiel eine Einladung zu einem gemeinsamen Spiele- oder DVD-Abend sein, aber auch gemeinsam etwas zu kochen. 

  5. Drogerieartikel im Miniaturformat oder Warenproben
    Diese sind nicht groß und lassen sich somit gut in einem Adventskalender unterbringen. Zudem sind sie auch in der Anschaffung nicht sehr teuer und liegen preislich meist zwischen 0,30 € und 2,00 €. 


Beim Füllen deines Adventskalenders sind deiner Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt und es gibt keine Idee, die nicht möglich ist, sofern sie hinein passt. Selbstverständlich kannst du neben materiellen Dingen auch einige Tage mit Süßigkeiten füllen. Die Art und die Ausführung deines gebastelten Adventskalenders hängen natürlich auch damit zusammen, wie viel du für den Kalender ausgeben möchtest. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein „günstiger“ Kalender weniger Wert ist oder weniger liebevoll gebastelt worden ist. Hierbei kommt es auf die nette Geste an!

Foto: CC0 Public Domain - pixabay.com

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