Mit der Ausbildung beginnt nicht nur ein neuer Lebensabschnitt für dich, sondern es kommen auch Rechte und Pflichten auf dich zu! Während deiner Ausbildung musst du dich selbstständig um Versicherungen, Finanzen, Krankmeldungen sowie um deine Prüfungen in der Berufsschule kümmern. Wir geben dir Tipps, die dir einen ersten Überblick verschaffen und dir in deinem Azubi-Alltag weiterhelfen.

Tipp 1: Versicherungsschutz als Absicherung gegen Krankheit und Unfall abschließen
Während du als Schüler noch über deine Eltern versichert bist, musst du dich während der Ausbildung selber versichern. Während der Berufsausbildung sind Versicherungen wie Kranken-, Berufsunfähigkeits- und Haftpflichtversicherung unbedingt notwendig.

  • Krankenversicherung: In der Regel bist du als Azubi während der gesamten Berufsausbildung automatisch gesetzlich krankenversichert. Viele Krankenkassen wie beispielsweise die TK haben spezielle Tarife für Auszubildende.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Wirst du als Azubi während der Ausbildung berufsunfähig und verfügst du nicht über solch eine Police, erhältst du keine staatliche Rente.
  • Haftpflichtversicherung: Diese läuft meist noch über die private Haftpflichtversicherung deiner Eltern.

Tipp 2: Einfach mal krankmachen?! Lieber nicht!
Wenn schon mal die Rede von Krankenversicherungen und Krankheit ist, kann ein weiterer Tipp hilfreich sein. In der Schule war es ziemlich einfach: Wenn du keine Lust auf Mathe und Co. hattest, konntest du dich zwischendurch einfach mal krankschreiben lassen – entweder mit einer Entschuldigung von toleranten Eltern oder durch einen nachsichtigen Arzt. Als Volljähriger konntetst du deine Entschuldigungen sogar selber schreiben. Mit dem Beginn der Berufsausbildung ändert sich das. Hier wird großen Wert auf eine regelmäßige Anwesenheit gelegt. Für dich als Azubi bedeutet das: Fair bleiben und nur dann krankschreiben lassen, wenn es dir wirklich schlecht geht! Und dann ist es wichtig, daran zu denken, dich bei der Berufsschule und dem Ausbildungsbetrieb krank zu melden. Schon so mancher Simulant ist aufgeflogen. Denn Arbeitgeber, die angesichts regelmäßiger Krankmeldungen eines Mitarbeiters stutzig werden, können sich an Spezialisten wenden, um Beweise für unrechtmäßige Krankschreibungen zu sammeln und Lohnfortzahlungsbetrüge aufzudecken.

Tipp 3: Als Azubi über die Runden kommen – auch mit Hilfe
Doch Versicherungen und faire Krankmeldungen allein reichen nicht aus. Auch deine finanzielle Situation während der Lehre ist relevant. Je nach Ausbildungsberuf und –betrieb reicht dein Azubigehalt womöglich nicht zum Leben aus – besonders, wenn du nicht mehr bei deinen Eltern wohnst. Für eine finanzielle Unterstützung gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Berufsausbildungsbeihilfe (BAB): Hierbei handelt es sich um eine Fördermaßnahme der Bundesagentur für Arbeit, die nicht zurückgezahlt werden muss.
  • Schüler-BAföG: Nicht nur Studis, sondern auch du als Azubi kannst durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz gefördert werden.
  • Kindergeld: Bis zum 18. Lebensjahr wird Kindergeld von der Familienkasse gezahlt, in manchen Fällen sogar bis zum 25. Lebensjahr.

Tipp 4: Abschlussprüfungen meistern
Last, but not least: Zwischen- und Abschlussprüfung gehören zur Ausbildung dazu. Nur mit der Abschlussprüfung kannst du deine Ausbildung erfolgreich beenden und ins Berufsleben eintreten. Am besten für die Vorbereitung ist es, Lernmethoden anzuwenden, die sich bereits in deiner Schulzeit als erfolgreich erwiesen haben. Doch was, wenn du doch durch die Abschlussprüfung fällst? Hier besteht kein Grund zur Panik. Die Abschlussprüfung kann nach § 37 Berufsbildungsgesetz insgesamt zweimal wiederholt werden. Eine Kündigung wegen nicht bestandener Prüfung ist nicht erlaubt. Du hast also genug Chancen, deinen Abschluss doch noch zu schaffen!

Folgendes könnte dich auch interessieren


Eigenverantwortlich zu besserer Arbeitsmarktfähigkeit

Eigenverantwortung ist nicht nur in Bezug auf die Aufgabenerfüllung während deiner Ausbildung und der anschließenden Berufstätigkeit gefragt, sondern auch hinsichtlich der Dinge, die du selbst für deine Arbeitsmarktfähigkeit tun kannst. Denn selbst, wenn du in deinem Job gut zurechtkommst und diesen gerne ausübst, solltest du dir in regelmäßigen Abständen die Zeit nehmen, deine aktuelle berufliche Situation zu hinterfragen.

Employability – fit für den Arbeitsmarkt ein Leben lang

In der deutschen Übersetzung verbirgt sich hinter dem Begriff „Employability“ die sogenannte Arbeitsmarktfähigkeit. Jetzt könntest du dich fragen, inwieweit dich das überhaupt betrifft, immerhin erlernst du doch alle Fähigkeiten, die für das Berufsleben relevant sind, während deiner Ausbildung? Das ist nur zum Teil richtig. Was außer deinem beruflichen Fachwissen noch eine Rolle spielt, stellen wir dir heute vor.

Einrichtungstipps für Studenten

Egal ob Studienanfänger oder fortgeschrittener Student: Für die eigene Wohnung oder das WG-Zimmer wünschen sich die meisten Studis zwei Eigenschaften, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen: Günstig und schick. Dass diese beiden Kriterien keine Widersprüche sein müssen, zeigt dir dieser Artikel und gibt dir wertvolle Tipps und Tricks, wie du dich preiswert und modern einrichten kannst.

Nach oben