In der ersten Juliwoche nahmen wir am Standort in Wertingen an einem Seminar teil, bei dem wir ein sogenanntes Planspiel spielten. In diesem Spiel leitet man über mehrere Geschäftsjahre ein Unternehmen und lernt so die Prozesse innerhalb eines Industriebetriebs auf anschauliche Weise kennen.

Wir spielten drei Geschäftsjahre durch, bestehend aus jeweils vier Quartalen. In jedem Quartal fielen verschiedene Geschäftsvorfälle an, die wir ausführen mussten: So wurden uns Waren angeliefert, die wir bezahlten, wir stellten Produkte her, die mit jeder anfallenden Fertigungsstufe wertvoller wurden, lieferten fertige Produkte aus, schrieben Rechnungen und erhielten Geld für unsere Produkte.

Am Ende jedes Jahres führten wir den Jahresabschluss durch: Dazu stellten wir die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz und die Kapitalflussrechnung auf. Dabei erklärte Marc Aschmann, Seminarleiter und selbständiger Unternehmensberater aus Stuttgart, uns von Grund auf, was die einzelnen Rechenschritte bedeuten. Mit anschaulichen Beispielen aus der Praxis beschrieb er im Detail die Vorgänge des Jahresabschlusses. So wurden Verständnisfragen aus der Berufsschule geklärt und das Wissen aus dem Studium vertieft.

Wir hatten in Zweierteams die Geschäftsführung der imaginären „Factory AG“ übernommen, als der Betrieb rote Zahlen schrieb. Nachdem wir –immer mit den hilfreichen und humorvollen Erklärungen des Seminarleiters – eine Jahresabschlussanalyse durchgeführt hatten, lernten wir die wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen kennen, die ein Unternehmen beschreiben. Wir nahmen anhand der ermittelten Kennzahlen Optimierungen im Betriebsablauf vor und stellten so fest, wie sich unser Handeln Jahr für Jahr auf den Unternehmenserfolg auswirkte.

Nach drei Geschäftsjahren endete das Spiel – mit einem positiven Ergebnis für die „Factory AG“. Auch wir konnten viel aus dem Seminar mitnehmen und haben wertvolle Erfahrungen gesammelt.

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