Wie werde ich Tiefbauer?

Für die Ausbildung zum Tiefbauer solltest du folgende Voraussetzungen mitbringen:

  • Alter: 15 - 24 Jahre
  • Abschlussdiplom der Mittelschule
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • Interesse an Maschinen
  • körperliche Fitness
  • Technisches Verständnis
  • Belastbarkeit
  • Flexibilität
  • Teamfähigkeit
  • Handwerkliches Geschick

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss)

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Tiefbauer?

Morgens 7.30 Uhr. Alle Kollegen versammeln sich im Gemeinschaftsraum, um vor der Arbeit die heutigen Arbeitsschritte zu klären und die Baupläne zu besprechen. Heute steht auf dem Tagesprogramm die Erneuerung von einer Straße, die sowohl durch das Befahren von LKW´s und PKW´s starkt beansprucht wurde als auch durch die Witterungsbedingungen in den letzten Monaten Löcher und Risse in der Straßendecke entstanden sind. Geschlossen geht es dann zur Baustelle, wo bereits die nötigen Baumaschinen wie Bagger, Planierraupen, Betonmischmaschine und Betonpumpe für die heutigen Tätigkeiten bereit stehen. Für die nötige Sicherheit auf der Baustelle bringen die Tiefbauer Absperrungen an und stellen die nötigen Verkehrszeichen für die Autofahrer auf. Anschließend ist die körperliche Fitness gefragt, denn das Bedienen der Maschinen ist oft mit sehr viel Kraftaufwand verbunden. Um eine neue Straßendecke entstehen zu lassen, muss zunächst einmal der alte Straßenbelag entfernt werden. Für die Bedienung der Baumaschinen, die du im Straßenverkehr bewegst, benötigst du einen eigenen Führerschein, den du natürlich während der Ausbildung bei dem Paritätischen Komitee im Bauwesen erhältst. Das technische Verständnis von den Maschinen wird dir sowohl von der Berufsschule als auch von deinem Ausbildungsbetrieb vermittelt.

Zu den Aufgaben im Straßenbau gehört auch der Abtransport des alten Asphalts und anderen Schuttmaterialien. Für die neue Straßenoberfläche führst du verschiedene Ausführungen für den Unterbau durch. Neuer Kies und Schotter dienen als neuer Untergrund. In Zusammenarbeit mit anderen Tiefbauern mischst mithilfe der Betonmischmaschine die nötige Menge an Beton an und verteilst diesen mit der Betonpumpe auf dem Untergrund. Nach der benötigten Trocknungszeit hast du deine Arbeit als Tiefbauer erledigt und die Straßenmarkierungen werden dann von den Straßenbauern als letzter Schritt durchgeführt.

Inhalte der Ausbildung

Während deiner Ausbildung zum Tiefbauer lernst du sowohl theoretischen Inhalte durch die Berufsschule und die praktischen Kenntnisse durch deinen Ausbildungsbetrieb kennen. Die Theorie erfolgt im Blockunterricht, wobei du für einige Woche die Berufsschule besuchst und am Ende des Blockunterrichts die Prüfungen zu den unterschiedlichen Tiefbauthemen ablegst. Anschließend setzt du die Theorie in deinem Betrieb um und kannst mit deinem Ausbilder die ein oder andere Frage oder Unklarheit klären.

Schulische Ausbildungsinhalte:

  • Mathematik
  • Physik
  • Werken/Technik
  • Deutsch
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Betriebliche Ausbildungsinhalte:

  • Erdbewegungs- und Aushubarbeiten
  • Flurbereinigung
  • Planieren
  • Setzen der Randsteine
  • Beton- und Maurerarbeiten

Ablauf der Ausbildung

Während der Ausbildung zum Tiefbauer bist du für die Bedienung der Baumaschinen verantwortlich, wobei einige von den Maschinen auch im Straßenverkehr bewegt werden müssen. Hierfür musst du eine eigene Führerscheinprüfung ablegen, die du beim Paritätischen Komitee im Bauwesen absolvieren kannst.

Wie gut passt der Beruf Tiefbauer zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest, ist der Beruf Tiefbauer genau der richtige für dich.
Wenn du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Technisches Verständnis
  • Teamfähigkeit
  • Logisches Denken
  • Handwerkliches Geschick

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