Wie werde ich Textilreiniger?

Als angehender Textilreiniger solltest du folgende Eigenschaften mitbringen:

  • technisches Verständnis
  • handwerkliches Geschick
  • Spaß am Kundenkontakt
  • Sorgfalt
  • Leidenschaft fürs Waschen und Reinigen
  • möglichst keine Allergien
  • mindestens einen Hauptschulabschluss

Wenn du wissen möchtest, welche Berufe zu dir passen, teste doch mal deinen Persönlichkeitstyp in unserem Berufsscout. 

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Textilreiniger?

Und schwupps, schon ist es passiert – die Johannisbeeren sind auf deinem weißen Shirt gelandet, Ketchup und Senf auf deiner Lieblingshose oder das Glas Rotwein auf Muttis geliebter Tischdecke. Das hinterlässt hartnäckige Flecken, die man als Laie nicht so leicht raus bekommt. Also lieber direkt einen Profi ans Werk lassen: die Textilreiniger. 

Mission Fleckenentfernung

Als Textilreiniger sagst du Flecken jeden Tag aufs Neue den Kampf an, denn es ist deine Aufgabe, Textilien jeglicher Art zu waschen und zu reinigen. Baumwolle, Polyester, Leder, Pelz – du kennst dich mit der Beschaffenheit eines jeden Materials bestens aus und weißt genau, wie du welches Material zu behandeln hast. Deine Kunden bringen dir im Laufe des Tages so einiges an Schmutzwäsche vorbei – Gardinen, Hemden, Blusen, Pelzmäntel, Bettwäsche, Designerkleider und vieles mehr. Da die unterschiedlichen Textilien unterschiedliche Pflege benötigen, sortierst du die angelieferten Textilien zunächst nach Gewebeart und nach Farbe. Dabei achtest du außerdem auf die Textilplfegesymbole – schließlich soll ein Kleidungsstück für die Trockenreinigung nicht aus Versehen in der Nassreinigung landen.

Strahlend weiß

Damit dein Kunde am Ende wieder eine „weiße Weste“ bzw. ein strahlend weißes Hemd hat, gehst du den Rotweinflecken an den Kragen. Du hüllst die Knöpfe in Alufolie oder Kunststoffschoner, damit sie bei der Reinigung nicht beschädigt werden. Bei Jacken und Hosen kontrollierst du immer die Taschen, damit bei der Reinigung kein Missgeschick passiert. Es wäre ärgerlich, wenn nach der Wäsche alle Kleidungsstücke voller Taschentuchfetzen wären oder deine Maschinen kaputt gehen, weil Schlüssel, Feuerzeuge oder sonstige Tascheninhalte sie beschädigt haben. Manche Flecken musst du vor der Wäsche detachieren, das bedeutet, dass du sie vorbehandelst, indem du Lösungsmittel aufträgst oder die Wäsche einweichst. Du belädst die Nassreinigungsmaschinen, stellst deren rechnergesteuerten Programme auf das Material der Textilien abgestimmt ein, gibst die Reinigungsmittel dazu und los geht die Wäsche. Während du Wolle nur bei niedrigen Temperaturen wäschst und schonend schleuderst, müssen beispielsweise Handtücher für ein Krankenhaus möglichst heiß gewaschen werden, damit sie hygienisch sauber werden. Außerdem fügst du spezielle desinfizierende Mittel hinzu.

Hotels, Krankenhäuser, Caterer

Du fragst dich, was das mit Textilreinigung zu tun hat? Als Textilreiniger kümmerst du dich heutzutage nicht mehr nur um die verschmutze Hemden deiner Kunden aus der Nachbarschaft, sondern arbeitest unter Umständen für Krankenhäuser, Hotels, Restaurants, Catering-Services und viele andere Großkunden. Denn all die Bettwäsche, Handtücher, Tischdecken, Uniformen und Co. müssen fachmännisch gereinigt werden und hygienisch sauber sein und genau das ist deine Aufgabe.

Kundenberatung

Neben der Reinigung ist auch die Kundenberatung Teil deiner täglichen Arbeit. Egal ob Einzelperson oder Großunternehmen, du berätst jeden Kunden individuell. Du klärst ihn über die Art der Reinigung auf, die für die jeweiligen Textilien in Frage kommen, berechnest die Preise und die Reinigungsdauer. Darüberhinaus nimmst du Reklamationen entgegen und bist dabei stets freundlich und zuvorkommend.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Deine duale Ausbildung zeichnet sich dadurch aus, dass sie sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb stattfindet. In der Berufsschule setzt du dich mit den theoretischen Grundlagen deines Berufes auseinander. Du lernst die verschiedenen Arten von Textilien kennen und wie du welche Art richtig reinigst. Das Lesen von Textilpflegesymbolen kannst du schon bald im Schlaf und du weißt, wie du die Hinweise umzusetzen hast. Dir wird beigebracht, welche Geräte, Maschinen und Anlagen in einer Textilreinigung zum Einsatz kommen und welche Wasch- und Reinigungsverfahren es gibt. Du lernst die Zusammensetzung und Anwendung von Waschmitteln, Lösungsmitteln und Reinigungsverstärkern kennen und setzt dich mit dem Thema Umweltschutz auseinander. Dieses theoretische Wissen kannst du nach und nach im Betrieb in die Praxis umsetzen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb geht es an die praktische Arbeit. Du lernst den Aufbau, die Organisation und die Sicherheitsvorschriften deines Betriebs kennen. Dein Ausbilder wird dich an die Wasch- und Reinigungsmaschinen heranführen, dir erklären wie sie funktionieren und dich in deren Einstellung und Handhabung einweisen. Zunächst wirst du unter Beobachtung die Maschinen beladen, einstellen und den Waschvorgang kontrollieren. Hierzu musst du wissen, wie du die benötigte Waschmittelmenge im Verhältnis zur jeweiligen Ladung berechnest und wie du im Fall von Störungen vorgehst. Hast du darin Übung und meisterst deine Aufgabe fehlerfrei, darfst du die Maschinen bald eigenständig beladen. Du lernst hautnah die unterschiedlichsten Flecken kennen und lernst mit der Zeit, die Fleckenart festzustellen und die passende Reinigungsmethode auszuwählen. Du wirst die Vor- und Nachbehandlung der Flecken durchführen und lernen, welche Desinfektionsverfahren und Hygienemaßnahmen es gibt. Auch die richtige Lagerung der gereinigten Textilien und ggf. deren Versand sind Teil deiner Ausbildung.

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