Wie werde ich Süßwarentechnologe?

Als angehender Süßwarentechnologe solltest du folgende Eigenschaften mitbringen:
  • Interesse an Lebensmitteln
  • ausgeprägtes Hygienebewusstsein
  • gutes Gedächtnis
  • gute Beobachtungsgabe
  • technisches Verständnis
  • Sorgfalt
  • gutes Geruchs- und Geschmacksempfinden
  • möglichst keine Allergien 

Du findest dich in diesen Eigenschaften wieder? Dann könnte der Beruf des Süßwarentechnologen wie für dich gemacht sein! Du zögerst noch? Dann mach den Persönlichkeitstest in unserem Berufsscout und finde heraus, welcher Beruf sonst noch zu dir passen könnte. 

Schulische Voraussetzungen

Rein rechtlich gibt es keine Vorschriften, in der Praxis werden jedoch überwiegend Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss eingestellt. 

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Süßwarentechnologe?

Schon als kleines Kind konntest du von Süßigkeiten garnicht genug bekommen. Egal ob Schokolade, Bonbons, Kekse oder Weingummi - Hauptsache süß und lecker. Sobald du Süßigkeiten gesehen hast, war es um dich geschehen. Wenn du bis heute eine kleine Naschkatze geblieben bist und Süßwaren deine große Liebe sind, kannst du deine Leidenschaft zum Beruf machen, indem du eine Ausbildung zum Süßwarentechnologen machst! Den ganzen Tag von den köstlichsten Süßigkeiten umgeben zu sein und sie selber zu produzieren, klingt das für dich nicht wie ein wahr gewordener Kindheitstraum? 

Bonbons, Karamell, Schokolade, Kekse und Eis 

Die Liste an Süßigkeiten und Leckereien ist lang. Und du kannst schon bald bei ihrer Herstellung mitwirken. Auf welche der vielen Köstlichkeiten du dich fokussierst, hängt davon ab, welche Fachrichtung du bei deiner Ausbildung einschlägst. Du hast die Wahl zwischen der Fachrichtung Zuckerwaren, Schokolade, Konfekt oder Dauerbackwaren. Dementsprechend stellst du entweder Karamell, Dragees und Bonbons; Schokoladenprodukte; Pralinen oder Gebäck her. 

Backe, backe Kuchen... 

Wie man beispielsweise einen leckeren Kuchen backt, weißt du bestimmt aus der heimischen Küche und hast es selbst schon unzählige Male gemacht. Bei deiner Arbeit als Süßwarentechnologe laufen die Herstellungsprozesse in viel größeren Dimensionen ab als daheim. Den Großteil der Arbeit übernehmen große Anlagen und Maschinen, die beispielsweise die Zutaten für den Kuchen miteinander vermengen, den Teig kneten, ihn in Backformen abfüllen und so weiter. Als Süßwarentechnologe bist du also ein echter Profi im Umgang mit Produktionsanlagen. Du stellst die Maschinen richtig ein, steuerst, überwachst, reinigst und wartest sie. Du stellst sicher, dass immer alles reibungslos abläuft, damit bei der Herstellung der Süßwaren nichts schief läuft. 

Von den einzelnen Zutaten zum fertigen Produkt 

Bevor es überhaupt losgehen kann und die Maschinen ihre Arbeit erledigen können, überprüfst du die Rohstoffe, wie zum Beispiel Zucker, Nüsse, Sirup oder Kakaobohnen auf ihre Qualität. Du schaust dir Konsistenz, Geruch und Geschmack des jeweiligen Rohstoffes genau an. Außerdem nimmst du Proben, die im Labor untersucht werden, damit die Qualität des Endproduktes zu jeder Zeit gewährleistet ist. Sind die Rohstoffe einwandfrei, wiegst du mithilfe von Maschinen beispielsweise den Zucker ab und füllst ihn anschließend in die nächste Maschine, damit er mit den anderen Rohstoffen vermengt werden kann. Bei der Herstellung eines Produkts gibt es viele Produktionsschritte, die du allesamt überwachst. Und zwischendurch kann es auch mal vorkommen, dass du den Teig des Kuchens oder die Zuckermasse der Bonbons einmal probieren musst, um zu schauen, ob alles so ist wie es sein soll. 

Inhalte der Ausbildung

Deine Ausbildung zum Süßwarentechnologen ist eine duale Ausbildung. Du wirst also einen Teil deiner Ausbildung in der Berufsschule und den anderen Teil im Betrieb absolvieren. Durch diese Zweiteilung soll gewährleistet werden, dass du sowohl in der Theorie als auch in der Praxis bestens ausgebildet wirst. 


Schulische Ausbildungsinhalte 

In deinem Beruf als Süßwarentechnologe wirst du täglich mit Rohstoffen wie Zucker, Sirup, Nüssen oder Trockenfrüchten zu tun haben. Damit du diese Lebensmittel später nur einmal ansehen brauchst, um zu wissen, ob sie für deine jeweilige Süßigkeit geeignet sind, setzt du dich im Biologie und Chemieunterricht mit deren Zusammensetzung und Eigenschaften auseinander. So weißt du im Betrieb genau, ob die Produkte von feinster Qualität sind und du sie einsetzen kannst oder nicht. Schließlich möchtest du köstliche und qualitativ hochwertige Süßigkeiten herstellen! Damit die Schokolade nicht zu bitter, die Bonbons zu süß oder die Kekse versalzen sind, ist es wichtig, dass du die Mischungsverhältnisse für die Herstellung deiner Süßigkeiten genau kennst. Hierzu bedarf es natürlich einem guten Umgang mit Zahlen, der dir im Mathematikunterricht beigebracht wird. 


Betriebliche Ausbildungsinhalte

Zunächst einmal lernst du deinen Ausbildungsbetrieb genau kennen. Hierzu zählt auch die Auseinandersetzung mit Arbeitsschutz und Sicherheitsvorkehrungen. Da du täglich mit Lebensmitteln zu tun hast, ist es ein absolutes Muss, dass du die Hygienevorschriften genau kennst und dich strikt an sie hältst.  Während deiner Ausbildung wirst du lernen, wie du Roh- und Fertigmassen herstellst und diese bearbeitest. Da die meisten Arbeitsschritte in der Süßwarenproduktion heutzutage von Maschinen übernommen werden, wirst du lernen, wie du die jeweiligen Maschinen und Anlagen einstellst und bedienst. Auch das fachgerechte Verpacken der fertigen Produkte sowie deren Lagerung wirst du während deiner Ausbildung gezeigt bekommen. Welche Art von Süßigkeit du in deiner Ausbildung herstellst, hängt davon ab welchen Schwerpunkt du wählst bzw. für welchen Betrieb du arbeitest. Mögliche Schwerpunkte sind das Herstellen von Konfekt, von Schokolade, von Zuckerwaren oder von Dauerbackwaren und Knabberartikeln. 

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