Wie werde ich Servicefahrer?

Bist du

  • pünktlich?
  • selbstständig?
  • flexibel?
  • freundlich und zuverlässig?

Kannst du

  • unter Zeitdruck arbeiten?
  • vorsichtig und gewissenhaft Auto fahren?
  • gut erklären und beraten?
  • mit Beschwerden professionell umgehen?

Dann schlagen wir dir eine Ausbildung zum Servicefahrer vor! Welche Berufe noch zu dir passen, erfährst du in unserem Berufsscout.

Weitere Qualifikationen

Du solltest für eine Ausbildung zum Servicefahrer mindestens einen Hauptschulabschluss haben. Von manchen Unternehmen wird außerdem ein Mindestaltern von 18 Jahren und ein Führerschein der Klasse B vorgeschrieben.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

2 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 715 EUR

Was macht ein Servicefahrer?

Fragst du dich manchmal, wie die ganzen Zutaten ins Restaurant gelangen, wie die Krankenhäuser und Arztpraxen ihren Bedarf an Mullbinden, Pflastern und Papiertüchern decken? ...oder wer dir eigentlich deine Bestellungen aus dem Internet vorbeibringt oder die Möbel zu dir nach Hause liefert und sie aufbaut?

All das gehört zum Berufsalltag eines Servicefahrers. Natürlich sind Servicefahrer nicht für all diese verschiedenen Produkte zuständig. Wenn du dich für eine Ausbildung zum Servicefahrer entscheidest, suchst du dir einen Ausbildungsbetrieb aus, der ein bestimmtes Produkt oder ein bestimmtes Warensortiment herstellt, das du dann sozusagen an den Mann bringst.

Kundenzufriedenheit steht an erster Stelle

Als Servicefahrer hast du viel mit Kunden zu tun. Wenn du die Ware entgegengenommen hast, deinen LKW sicher beladen hast, prüfst du noch einmal den Lieferschein, ob du auch wirklich an alles gedacht hast. Nichts ist schlimmer, als nach einer langen Fahrt beim Kunden festzustellen, dass dir etwas fehlt. Das macht nicht nur den Kunden wütend, sondern auch den Chef. Nachdem du dein Fahrzeug für fahrtauglich und optimal beladen befunden hast, kann es losgehen. Du hältst dich streng an deine ausgearbeitete Route. Je nach Fahrtdauer musst du dich auch an die vorgegebenen Ruhezeiten halten. Deine Sicherheit und die der anderen Straßenverkehrsteilnehmern ist schließlich das A und O. Beim Kunden angekommen, übergibst du das Paket oder transportierst die Ware ins Lager bzw. ins Haus. Gegebenenfalls baust du sie dort auf, z.B. Möbelstücke oder technische Geräte, und richtest sie ein. Technische Geräte müssen außerdem noch einmal auf ihre Funktionen geprüft werden. So kannst du den Kunden direkt in die Bedienung einweisen. Du erklärst ihm geduldig die Programme des Geräts und beantwortest seine Fragen. Wenn du mal etwas nicht genau weißt oder zum Beispiel ein Gerät kaputt ist und du eine Reklamation melden musst, fungierst du als Vermittler zwischen dem Kunden und der Firma. Dazu hältst du Rücksprache mit der Kundenberatung deines Betriebs und ersparst deinem Kunden somit die Unannehmlichkeiten, sich selbst mit der Reklamation herumschlagen zu müssen. Wenn du freundlich und ruhig bleibst, vermittelst du einen positiven Gesamteindruck von deinem Betrieb. Du bist sozusagen das Aushängeschild und trägst damit eine große Verantwortung.

Technisches Know-how ist gefragt

Nicht nur der gekonnte Umgang mit Kunden ist dein Spezialgebiet, sondern auch der Umgang mit Fahrzeugen. Deinen LKW kennst du wie deine eigene Westentasche. Bevor du deine nächste Tour antrittst, prüfst du dein Fahrzeug auf das zulässige Gesamtgewicht, prüfst das Licht, den Reifendruck und den Ölstand. Wenn etwas nicht stimmt, kannst du kleinere Reparaturen selbst übernehmen. Dazu muss auch immer das entsprechende Werkzeug an Bord sein. Auch die Produkte, die du an die Kunden lieferst, kennst du in- und auswendig. Du kannst dem Kunden genau erklären, wie alles funktioniert und erkennst einen Defekt sofort. Mit deinem Fachwissen kannst du beim Kunden punkten. Du bist nicht nur derjenige, der die Ware liefert, sondern auch ein verlässlicher Ansprechpartner für Rückfragen, Produktberatung und Produkteinweisung.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Damit du auf deinen Beruf als Servicefahrer optimal vorbereitet bist, wirst du in der Berufsschule zu den unterschiedlichen Tätigkeiten eines Servicefahrers geschult. Du lernst zum Beispiel in Sachen Fahrzeugtechnik, was es heißt, wenn ein LKW verkehrs- und betriebssicher ist. Auch den Führerschein für LKWs erwirbst du während deiner Ausbildung. Wichtige Fächer sind außerdem Mathe und Englisch. Es kann immer mal vorkommen, dass du Kunden im Ausland belieferst. Englisch bietet dir eine gute Kommunikationsgrundlage dafür.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Von deinem Ausbildungsleiter wirst du in die Abläufe deines Betriebs eingewiesen. Er beantwortet dir alle Fragen zur Beladung und Ladungssicherung, zur Tourenplanung und zeigt dir auch die Produktion, damit du weißt, wie die Waren überhaupt hergestellt werden, bevor du sie zum Kunden bringst. Du lernst auch, wie du Warenbestände prüfst, wie Ware anhand des Lieferscheins auf Vollständigkeit kontrolliert wird, wie ein elektronischer Fahrtenschreiber funktioniert, wie Reklamationen und Beschwerden gemeldet werden und wie du Abrechnungen für den Kunden erstellst und Zahlungen annimmst.

Ablauf der Ausbildung

Die duale Ausbildung zum Servicefahrer dauert zwei Jahre. Sie kann in verschiedenen Branchen durchgeführt werden, wie zum Beispiel in der Lebensmittelversorgung, im Hygienebereich, im Technikservice, im Berufsbekleidungsservice oder im Bereich der Kurier-, Express und Postdienstleistungen.

Mit einer Weiterbildung kannst du den Titel des Berufskraftfahrers erwerben.

Wie gut passt der Beruf Servicefahrer zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne viel unterwegs bist, ist der Beruf Servicefahrer genau der richtige für dich.
Wenn du nicht viel unterwegs sein möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Arbeitsgenauigkeit

Diese Berufe könnten dich auch interessieren


Kaufmann im Einzelhandel

Kaufmann im Einzelhandel

23045 freie Ausbildungsplätze

Die Kundenberatung und das Führen von Verkaufsgesprächen sind die wichtigsten Aufgaben als Kaufmann im Einzelhandel. Kaufleute im Einzelhandel verkaufen die unterschiedlichsten Konsumgüter, angefangen von Nahrungsmitteln und Getränken über Haushaltswaren und Kleidung bis hin zu Unterhaltungselektronik und Wohnbedarf.

Duale Ausbildung
Verkäufer

Verkäufer

11187 freie Ausbildungsplätze

Als Verkäufer kontrollierst, verkaufst und präsentierst du Waren aller Art in Fachgeschäften, Supermärkten und Warenhäusern. Auch die Kundenberatung und die Auszeichnung der Waren gehören zu deinen Aufgaben.

Duale Ausbildung
Fachkraft für Lagerlogistik

Fachkraft für Lagerlogistik

2724 freie Ausbildungsplätze

Fachkräfte für Lagerlogistik arbeiten in Industrie- und Handelsbetrieben sowie bei Speditionen. Sie lagern, kontrollieren, kommissionieren und versenden Güter unterschiedlichster Art.