Ein Rettungssanitäter versorgt einen verletzten Reiter ©Pixabay Public Domain

Ausbildung
Rettungssanitäter (schul.) (m/w/d)

Bildungsweg
Schulische Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
0,2 Jahr(e)

Rettungssanitäter versorgen Verletzungen und ergreifen, falls erforderlich, lebensrettende Maßnahmen. Sie übernehmen die Notfallversorgung von Patienten, bis sie diese an Ärzte im Klinikum übergeben können.

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Was macht ein Rettungssanitäter ?

Wenn ein neuer Notfall beim Rettungsdienst eingeht, ist so manches Mal deine Schnelligkeit gefragt, wenn du und dein Kollege losfahren. Habt ihr zum Beispiel einen Schlaganfall- oder Herzinfarktpatienten, kommt es nicht auf Stunden oder Minuten, sondern auf jede Sekunde an. Adrenalin ist dementsprechend immer auch ein Teil deines Arbeitsalltages.

Lebensretter

Rettungssanitäter zu sein bedeutet, in jedem Einsatz auch in eine neue Situation hineingeworfen zu werden. Zwar bekommt ihr von der Leitstelle schon im Rettungswagen viele wichtige Informationen für den Einsatz, manchmal ist die Situation konkret aber auch erst vor Ort einschätzbar. Ergibt sich ein kritisches Gesamtbild, glänzt du vor allem mit routiniertem Handeln und erstklassiger Teamarbeit: Mit den anderen Rettungssanitätern und Notfallsanitätern überprüfst du die lebenswichtigen Körperfunktionen eines Schützlings, versorgst ihn mit Sauerstoff und überwachst die Vitalfunktionen, während du mit deinem Kollegen schnell entscheidest, einen Notarzt zum Einsatz hinzuzuziehen.
Nach der ersten Stabilisation an Ort und Stelle kommt es bei einigen Notfällen vor allem darauf an, den Patienten schnell ins Krankenhaus zu fahren, um ihn hier versorgen oder auch operieren zu können. Andere Fälle in deinem Arbeitsalltag lassen sich direkt vor Ort lösen: Schwindelanfälle an warmen Sommertagen oder Platzwunden, die von dir fachmännisch versorgt werden, gehören zum Beispiel ebenfalls zu deinen Aufgaben.

Krankentransporte

Und dann gibt es im Rettungsdienst auch immer wieder Situationen, die eindeutig planbar und alles andere als spontan und schwer einschätzbar sind: Als Rettungssanitäter übernimmst du ebenfalls Krankentransporte. Die werden zum Beispiel dann nötig, wenn ein Patient von einem Krankenhaus in eine Spezialklinik verlegt werden muss. Den Transport bereitet ihr in der Regel gemeinsam mit euren Kollegen aus der Klinik vor und betreut deinen Schützling während der Fahrt.

Aufgaben außerhalb der Einsätze

Jeden Tag Leben zu retten kann auch manchmal anstrengend sein. Umso besser, dass du während deiner Tages- und Nachtschichten auch etwas ruhigere Aufgaben in der Rettungswache zu erledigen hast. Du bereitest zum Beispiel den Rettungswagen auf den nächsten Notfall vor, indem du den Notfallkoffer auf seinen Inhalt überprüfst. Fehlen Kompressen oder Infusionsnadeln, kannst du diese nachfüllen. Außerdem werden alle Instrumente im Wagen von dir gereinigt und desinfiziert. Du schreibst die Einsatzberichte, um alles Nötige genau zu dokumentieren und meldest nach deinem letzten Einsatz eure erneute Einsatzfähigkeit an die Zentrale.

Inhalte der Ausbildung


Die Rettungssanitäter Ausbildung besteht in der Regel aus Lehrgängen und Unterricht in der Schule, wo du die theoretischen Grundlagen erlernst und praktischen Teilen, die du über verschiedene Praktika absolvierst. Wie die Inhalte in der Ausbildung genau aussehen, erfährst du hier.

Theoretische Ausbildung

Während den Stunden in deinen Lehrgängen wirst du nicht nur auf deine abschließende Prüfung, sondern auch auf die Arbeit perfekt vorbereitet. Du lernst die Rechtsgrundlagen deiner Arbeit kennen, lernst die Anatomie des menschlichen Körpers und bekommst von deinen Lehrern erklärt, wie man die Vitalfunktionen kontrolliert und zum Beispiel Schockzustände erkennt. Wie legt man einen Zugang und wann werden Infusionen und Injektionen verabreicht? Auch diese Frage wirst du in der Berufsschule beantwortet bekommen. Du lernst die Wirkungsweise von verschiedenen Notfallmedikamenten kennen und weißt nach deiner theoretischen Ausbildung auch, wie ein Rettungswagen vorbereitet werden muss und wie ein Patient ordnungsgemäß mit dem RTW transportiert wird.

Praktische Ausbildung

Um als Rettungssanitäter auch mit Praxisinhalten zu füllen, machst du in den Monaten deiner Ausbildung auch ein Klinikpraktikum, in dem du viele Notfälle miterlebst und die Arbeitsabläufe im Klinikum genauer kennenlernst. Dies gewährleistet zum Beispiel, dass du auch später bei der Arbeit perfekt mit den Ärzten, Pflegern und Schwestern im Klinikum zusammenarbeiten kannst. Außerdem machst du selbstverständlich ein Praktikum im Rettungsdienst auf der Rettungswache. Hier arbeitest du eng mit anderen Rettungssanitätern und Notfallsanitätern zusammen und lernst von ihnen die wichtigsten Handgriffe in einem Einsatz von der Wundversorgung bis zur Abstimmung im Einsatzteam.

Besonderheiten


Der anerkannte Ausbildungsberuf des Rettungssanitäters ist eine schulische Ausbildung. Sie dauert in Vollzeit 3 bis 4 Monate und in Teilzeit bis zu einem Jahr.
Möchtest du eine ausführlichere Ausbildung im Rettungsbereich machen, solltest du dich über das Berufsbild des Notfallsanitäters (Folgeberuf des Rettungsassistenten) informieren.



Wie werde ich Rettungssanitäter ?


Schon den erste Hilfe-Kurs in der Schule hast du mit Spannung verfolgt und du liebst es im medizinischen Bereich zu arbeiten? Außerdem bringst du für deine angestrebte Tätigkeit einen Hauptschulabschluss mit und…

  • Kannst Blut sehen
  • Bist belastbar
  • Hast kein Problem damit auch nachts zu arbeiten
  • Kannst Situationen schnell erfassen
  • Handelst gewissenhaft
  • Bist immer konzentriert
  • Besitzt Einfühlungsvermögen
  • Hast die Gesundheitliche Eignung (Gesundheitszeugnis)

… Diese Eigenschaften passen zu dir? Dann solltest du überlegen, in die Rettungssanitäterausbildung zu starten.

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter ist doch noch nicht das Passende? Kein Problem! Mach unseren Berufstest und finde viele weitere spannende Berufe!


Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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