Voraussetzungen für das duale Studium Polizeivollzugsbeamter im gehobenen Dienst?

Die schulische Voraussetzung für ein Studium zum Polizeivollzugsbeamten im gehobenen Dienst ist die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife. In Bundesländern, die nicht im mittleren Polizeivollzugsdienst, sondern nur im gehobenen Dienst ausbilden, sind auch Bewerber mit der mittleren Reife zugelassen, die zu Beginn des Vorbereitungsdienstes zunächst eine Zusatzqualifikation erwerben müssen.

Mit der schulischen Voraussetzung ist es jedoch noch nicht getan. Der Weg zum Polizeivollzugsbeamten ist mühsam und mit viel Aufwand und Einsatz verbunden. So wird allerdings sichergestellt, dass du diese Laufbahn wirklich einschlagen willst. Zuerst einmal musst du verschiedene Einstellungstests bestehen: Einen Sporttest, ein Diktat, einen allgemeinen Leistungstest, bei dem allgemeine Intelligenz, das Gedächtnis und die Konzentration geprüft werden und ein persönliches Gespräch, in dem deine psychologische Eignung festgestellt wird. Außerdem musst du dich einer polizeiärztlichen Untersuchung unterziehen.

Des Weiteren gibt es bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten, die dir das Berufsleben erleichtern können:

  • Körperliche Fitness und Reaktionsschnelligkeit
  • Psychische Stabilität
  • Selbstkontrolle und Gelassenheit
  • Teamfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Führungspersönlichkeit

Auch Flexibilität ist wichtig, denn du musst manchmal nachts und am Wochenende sowie an wechselnden Einsatzorten arbeiten.  

Wenn du wissen willst, ob du diesen Kriterien gerecht wirst, teste dich mit unserem Berufs-Check!

Bildungsweg

Kooperatives Studium

Empfohlener Schulabschluss

Fachhochschulreife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 1100 EUR

Was macht ein Absolvent Polizeivollzugsbeamter im gehobenen Dienst?

Als Polizeivollzugsbeamter bist du des Bürgers „Freund und Helfer“ – diese etwas salopp gesprochene Redewendung hat Hand und Fuß, denn in der Tat hilfst du den Bürgern in vielerlei Hinsicht, zum Beispiel in der Verkehrsüberwachung, in der Einbruchs- und Diebstahlprävention oder bei der Aufdeckung von Kriminaldelikten.

Schutzpolizei

Als Mitarbeiter der Schutzpolizei übernimmst du die Einsatzleitung im Streifendienst oder der Verkehrsüberwachung. Dabei führst du Geschwindigkeits- und Alkoholkontrollen durch. Das bedeutet, dass du auch nachts arbeiten musst. Bei Fahrradkontrollen überprüfst du die Räder auf Fahrtauglichkeit und kontrollierst das Verhalten im Verkehr. Gegebenenfalls erteilst du Geldbußen und fertigst Anzeigen und Berichte an. Auch bei Verkehrsunfällen bist du schnell zur Stelle, um Personalien festzustellen und den Unfallhergang nachzuvollziehen.

Als Fachlehrer bildest du Polizisten aus und unterrichtest an den Verwaltungsfachhochschulen Rechtsfächer, politische Bildung, Polizeidienstkunde oder Sport.

Kriminalpolizei

Im Bereich der sogenannten Kripo bist du zuständig für die präventive Verbrechensbekämpfung. Zum Beispiel informierst du Bürger zur Einbruchprävention, indem du Tipps und Hinweise zum sicheren Verriegeln der Fenster und Türen gibst. Auch die repressive Verbrechensbekämpfung fällt in deinen Tätigkeitsbereich. Egal ob Diebstahl oder Einbruch, Brandstiftung, Raub, Erpressung, Betrug, Korruption, Falschgelddelikte oder sogar Tötungsdelikte – deine Aufgabe ist es, mit großer Genauigkeit und Geduld zu ermitteln. Du nimmst Personalien von Opfern auf und bittest sie, den Tathergang zu beschreiben. Du befragst Zeugen, stellst Beweismaterial sicher und ziehst Schlüsse. Das machst du natürlich nicht allein, sondern organisierst dich in einem Team aus Kriminalpolizisten, Rechtmedizinern, Gutachtern usw.  Besonders die psychische Belastbarkeit und der Umgang mit Stresssituationen sollten in diesem Bereich zu deinen Fähigkeiten gehören.

Wasserschutzpolizei

Der Wasserschutz ist einer von mehreren Sonderdiensten. Besonders an Nord- und Ostsee oder an großen Häfen, wie zum Beispiel dem Hamburger Hafen, übernimmt die Wasserschutzpolizei eine wichtige Rolle. Zum Beispiel ermittelst du als Bootsführer Umweltgefahren für den Verkehr auf dem Wasser, verfolgst Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Schiffsverkehr und kontrollierst Papiere und Dokumente von Sport- und Hafenfahrzeugen sowie von See- und Binnenschiffen. Besonders der Gütertransport unterliegt strengen Auflagen, die du als Beamter der Wasserschutzpolizei überwachen solltest.

Gut zu wissen...
  • Frankfurt am Main ist mit knapp 16.000 Straftaten pro 100.000 Einwohner der traurige Kriminalitäts-Spitzenreiter der deutschen Großstädte.
  • Die Anzahl der Polizisten pro 100.000 Einwohner ist in den kleinsten Bundesländern Berlin, Hamburg und Bremen am höchsten.
  • Polizeivollzugsbeamte im gehobenen Dienst tragen silberne Sterne auf der Schulterklappe der Uniform.

Inhalte des dualen Studiums

Die Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten im gehobenen Dienst findet in der Form eines dualen Studiums statt und besteht deshalb aus fachtheoretischen Inhalten und berufspraktischen Inhalten. Die einzelnen Inhalte sind in Modulen organisiert. Das Studium führt zu einem Bachelorabschluss.

Fachtheoretische Inhalte

An einer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung bekommst du die theoretischen Grundkenntnisse, die du für deine Einsätze im Berufsleben benötigst. Dazu gehören die Einsatzlehre und Führungslehre, die Verkehrslehre und die polizeiliche Informationsverarbeitung. Im Bereich der Kriminalpolizei heißen deine Module: Kriminologie, Kriminalistik, Kriminaltechnik und Rechtsmedizin. Außerdem musst du dich mit rechtlichen Grundlagen auseinanderwissen, nämlich in den Bereichen Staats- und Verfassungsrecht, Strafverfahrensrecht, Verkehrsrecht, und Eingriffsrecht. Hier erfährst du, welche Handlungen du in welchen Situation ausführen darfst und musst.  Auch gesellschaftliche Fächer wie Psychologie und Soziologie sind zentrale Inhalte deiner Ausbildung. Du arbeitest schließlich vorrangig mit Menschen, deren Handlungen und Taten du zu verstehen versuchst. Das ist besonders in der Kriminalpolizei ein zentraler Aspekt. Beachte auch, dass deine Ausbildung einen hohen Sportanteil hat. Du solltest also Spaß an sportlichen Tätigkeiten mitbringen und körperlich fit sein.

Berufspraktische Inhalte

In den Dienststellen der Polizei absolvierst du während deiner Ausbildung zwei Praktika, die jeweils sechs Monate dauern. Hier kannst du die gelernten Inhalte in der Praxis anwenden. Je weiter das Praktikum voranschreitet, desto mehr Verantwortung wird dir übertragen und du darfst die meisten Tätigkeiten bereits eigenständig ausführen.

Ablauf des dualen Studiums

Die Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten im gehobenen Dienst findet als dreijähriger Vorbereitungsdienst in Form eines Bachelorstudiums statt. Da das Studium aus fachtheoretischen und fachpraktischen Anteilen besteht, fällt es in die Kategorie „Duales Studium“.  Es ist sowohl für Aufstiegsbeamte aus dem mittleren Dienst als auch für Direkteinsteiger mit Hochschulzugangsberechtigung (Fachabi oder Abi) möglich.

Wie gut passt das duale Studium Polizeivollzugsbeamter im gehobenen Dienst zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne Menschen helfen möchtest, ist der Beruf Polizeivollzugsbeamter im gehobenen Dienst genau der richtige für dich.
Wenn du nicht studieren möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Teamfähigkeit
  • Analytisches Denken
Polizeivollzugsbeamter im gehobenen Dienst-Quiz
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