Wie werde ich Pharmazeutisch-technischer Assistent?

Bist du

  • freundlich im Umgang mit Kunden und Kollegen?
  • naturwissenschaftlich interessiert?
  • medizinisch interessiert?
  • dazu bereit, viel im Stehen zu arbeiten?
  • dazu fähig, Verantwortung zu übernehmen?
  • genau und sorgfältig beim Arbeiten?

Zusätzlich zu diesen Voraussetzungen für die PTA-Ausbildung hast du mindestens einen Realschulabschluss bzw. die mittlere Reife und gute Noten in Chemie?   

Dann sollte deiner Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen Assistenten nichts mehr im Wege stehen!

Wenn du noch darüber nachdenkst, ob der Beruf der richtige für dich ist, mach doch mal den Berufs-Check

Bildungsweg

Schulische Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

2,5 Jahr(e)

Was macht ein Pharmazeutisch-technischer Assistent?

Deine Aufgaben als PTA im Überblick

  • Arzneimittel nach Maß herstellen, z. B. Salben oder Tinkturen
  • Kunden beraten: Welche Medikamente sind bei den vorliegenden Beschwerden die richtigen? Welche Nebenwirkungen gibt es? Wie sind die Mittel zu dosieren?
  • Diagnostische Verfahren anwenden, beispielsweise Blutdruck oder Blutzucker messen
  • Medikamentenpläne erstellen

Medikamente maßgeschneidert

Viele Arzneimittel, die in deiner Apotheke verkauft werden, werden als fertige Produkte angeliefert oder nach Bedarf bestellt. Doch immer wieder kommt es vor, dass vom Arzt etwas verschrieben wird, was in dieser Form nicht produziert wird und daher von dir als pharmazeutisch-technische Assistentin oder pharmazeutisch-technischer Assistent hergestellt werden muss. Zum Beispiel mischst du spezielle Salben und Tinkturen mithilfe einer automatischen Rührmaschine, um so auf den spezifischen Bedarf einzelner Kunden einzugehen. Du kannst zum Beispiel Mischungsverhältnisse anpassen und auf Inhaltsstoffe, gegen die der Kunde eine Unverträglichkeit zeigt, verzichten. Wenn Säuglinge und Kinder Medikamente benötigen, die es in der für sie angebrachten Dosierung nicht gibt, stellst du beispielsweise Zäpfchen mit einer geringeren Dosierung her. Was immer du auch tust, du stehst dabei in ständiger Kommunikation mit den behandelnden Ärzten. Nur durch sie kann eine Verschreibung von Medizin veranlasst werden. Du bist aber auch dafür verantwortlich, Ärzte beispielsweise auf Wechselwirkungen bestimmter Inhaltsstoffe hinzuweisen. Mit der Kombination aus dem Wissen von pharmazeutisch-technischen Assistenten und dem der Ärzte sind Patienten gut aufgehoben. 

Erst ein Rat, dann die Tat

Oft kommen Kunden zu dir in die Apotheke und wissen genau, was sie brauchen. Doch das stimmt nicht immer so ganz mit der Realität überein. Es gibt immer mehr freiverkäufliche Präparate und sie gelangen immer mehr auch in den Fokus der Medien. Wie oft hörst du den Satzanfang „In der Werbung haben sie gesagt…“. Doch ist es an dir zu überprüfen, ob die Medizin wirklich geeignet ist, die Leiden deiner Kunden zu beseitigen. Einfache diagnostische Verfahren, wie zum Beispiel den Blutdruck, Blutzucker oder Cholesterin-Wert messen, können direkt in der Apotheke durchgeführt werden. Gegebenenfalls nimmst du Kontakt zu den behandelnden Ärzten auf. Bei freiverkäuflicher Arznei entscheidet der Patient jedoch letztlich selbst, ob er ein bestimmtes Produkt kaufen möchte. Du und deine Apotheker-Kollegen beratet ihn dabei kompetent und gewissenhaft zu Wirkungen und Nebenwirkungen und du gibst deinem Kunden auch Hinweise zur Einnahme, Dosierung und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Mit diesen Informationen kann der Kunde dann selbst entscheiden, ob er das gewünschte oder vielleicht doch ein anderes Produkt kauft.

In der Krankenhaus-Apotheke

Auch im Krankenhaus werden PTA, Pharmazeuten und Apothekerinnen gebraucht. Dort bist du dafür zuständig, alle pharmazeutischen Medikamente für die Patienten einer Station zusammenzustellen und übernimmst somit viel Verantwortung. Die Abführmittel für die Vorbereitung einer Darm-OP braucht Frau Müller, die Medizin gegen Bluthochdruck geht an Herrn Schulze – und nicht andersherum! Im Labor stellst du unter strengen rechtlichen Vorgaben und pharmazeutischen Richtlinien Arznei her und überprüfst die Rohstoffe, zum Beispiel auf Reinheit und auf ihre Zusammensetzung. Man könnte meinen, du wärst ein Chemielaborant, wenn du mit Schutzbrille und Kittel bewaffnet die Dichte und Schmelztemperatur von Stoffen bestimmst und dazu chemische Reaktionsprozesse überwachst. Dein Beruf als PTA ist naturwissenschaftlicher als viele Leute denken!

Gut zu wissen...
  • In Deutschland gibt es rund 20.000 öffentliche Apotheken.
  • Heroin wurde zwischen 1898 und 1931 als Mittel gegen Husten und Schmerzen verschrieben.
  • Laut Packungsbeilage gehören Kopfschmerzen zu den möglichen Nebenwirkungen von Aspirin.
  • Die Goldfliege ist in Deutschland als Medikament anerkannt, denn der Speichel der Goldfliegenmaden wirkt wie ein Antibiotikum und sorgt für eine beschleunigte Wundheilung.

Inhalte der Ausbildung

Theoretische Ausbildung 

Wichtige Fächer in der PTA-Schule

  • Arzneimittelkunde
  • Medizinproduktekunde
  • Allgemeine und pharmazeutische Chemie
  • Apothekenpraxis und EDV
  • Gefahrstoff- und Pflanzenschutzkunde
  • Diätetik
  • Körperpflegekunde

Sowohl pflanzliche als auch chemische Substanzen werden zu pharmazeutischen Medikamenten verarbeitet. Deshalb ist es wichtig, dass du in der Berufsschule in Arzneimittelkunde die Anwendung und Wirkungen dieser Stoffe kennenlernst und auch deren Neben- und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kennst. In naturwissenschaftlichen Fächern wie der pharmazeutischen Chemie wirst du den chemischen Elementen und ihren Verbindungen durch chemisch-analytische Untersuchungsverfahren auf den Grund gehen. Du lernst auch etwas über die Anatomie des Menschen und menschliche Krankheiten. Nur so kannst du die richtige Arznei für einen Patienten auswählen. In Botanik wirst du den Aufbau, die Inhaltsstoffe und Wirkungen von Arzneipflanzen studieren. Weitere Schulfächer sind Ernährungskunde und Körperpflege, da du in der Apotheke auch Produkte wie Nahrungsergänzungsmittel, Lotionen und Shampoos verkaufst.

Praktische Ausbildung

Dass die Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin eine schulische Ausbildung ist, bedeutet nicht, dass du nur theoretischen Unterricht hast und nichts über die Berufspraxis eines PTA lernst. Im schuleigenen Labor erfährst du live, praktisch und in Farbe, wie Arzneimittel mithilfe von Maschinen, Geräten und Instrumenten hergestellt und untersucht werden. Während der zwei Jahren Berufsschule verbringst du bereits vier Wochen als Praktikum in einem Betrieb und nach den zwei Jahren bist du sechs Monate lang in einem Betrieb und lernst, wie dort im Labor und/oder im Verkaufsraum gearbeitet wird. Auch die Abrechnung von verschreibungspflichtigen Präparaten mit Krankenkassen gehört zu deinen Ausbildungsinhalten. So bekommst du bereits vor deinem Abschluss in deiner praktischen Ausbildung wichtige Einblicke und die passende Übung in die Arbeit in einer Apotheke. Betreut wirst du dabei von einem approbierten Apotheker oder Apothekerin

Ablauf der Ausbildung

Das Berufsbild der staatlich anerkannten PTA ist eine schulische Ausbildung und dauert insgesamt zweieinhalb Jahre. Davon verbringst du zwei Jahre zum größten Teil an einer PTA-Schule und das letzte halbe Jahr in Form eines Praktikums im Betrieb, in der Regel in einer Apotheke.

Manche Berufsschulen bieten dir an, neben deiner Ausbildung noch Zusatzqualifikationen zu erlangen:

Wenn du dich statt der Herstellung und dem Verkauf von Arzneimitteln eher auf die Apothekenverwaltung, den kaufmännischen Bereich und die Warenwirtschaft konzentrieren möchtest, ist die Ausbildung zum pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten die bessere Wahl. Das Berufsbild des pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten findest du ebenfalls in unserem Portal. 

Pharmazeutisch-technischer Assistent-Quiz
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