Pferdewirte wissen, wie Pferde artgerecht gehalten werden ©Pixabay Public Domain

Ausbildung
Pferdewirt (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)

Pferdewirte kümmern sich um Pferde und übernehmen, je nach Fachrichtung, auch deren Züchtung und Ausbildung. Außerdem bereiten sie Pferde und Reiter auf Turniere vor und beraten Kunden.

Umwelt, Landwirtschaft und Tiere Berufe mit Tieren Berufe im Freien

Was macht ein Pferdewirt ?

Pferde hast du in deinem Arbeitsalltag als Pferdepfleger jederzeit um dich – du kümmerst dich um ihr Wohlbefinden, um ihr Futter, ihren Auslauf und ihre Ausbildung. Dabei bist du vor allem körperlich, aber – je nachdem in welchem Schwerpunkt du arbeitest – auch organisatorisch tätig. Unabhängig von deiner Vertiefung kommen diese Aufgaben auf dich zu:

Füttern und Pflege

Es ist sieben Uhr morgens und deine Arbeit auf dem Reiterhof beginnt. Mit Kraftfutter auf dem Futterwagen bist du wahrscheinlich der meistgeliebteste Mensch in den Stallungen und wirst mit freundlichen Wirren zum Schichtbeginn begrüßt. Zielsicher verteilst du das Futter in den Trögen und weißt dabei ganz genau, welches Sportpferd welche Futtermischung bekommt und auf welche Allergien du bei dem Kraftfutter und dem Heu achten musst. Anschließend holst du zum Beispiel einige Pferde aus dem Stall, um sie zu putzen, zu satteln und für die Reitstunde und ihre Ausbildung vorzubereiten. Dabei achtest du genau auf das Befinden der Pferde: Kleine Wunden, die bei Raufereien auf der Weide entstanden sind, kannst du verarzten. Dein geschärfter Blick für den Gang des Pferdes verrät dir außerdem direkt, ob es lahmt und ein übermäßig warmes Bein kann für dich zum Beispiel der Anlass sein einen Tierarzt hinzuzuziehen.

Die Arbeit auf dem Hof

Auf dem Reiterhof herrscht ein genauer Ablaufplan: Während dein Kollege die Pferde auf die Weide führt, fängst du schon einmal an, die Stallungen auszumisten – Mistgabeln, Schubkarren, aber auch elektronische Fahrzeuge oder kleine Trecker sind dir dabei eine Hilfe. Bist du mit allen Pferdeboxen fertig und hast frisches Stroh hinein gefüllt, fegst du die Stallgasse und äppelst anschließend die Halle und die Außenplätze ab. Hier begegnen dir immer wieder Mitarbeiter und Kunden, deren Fragen du gerne beantwortest.

Deine Vertiefung

Je nachdem, auf welche Vertiefung du dich spezialisierst, bist du außerdem direkt in die Ausbildung der Pferde oder die Zucht involviert. Genaueres dazu kannst du in den Berufsbildern der einzelnen Fachbereiche lesen.

Inhalte der Ausbildung


Schulische Ausbildung

In der Berufsschule lernst du die theoretischen Grundlagen, um die Pferde in der Praxis perfekt betreuen zu können. Dazu gehört zum Beispiel das Lernfeld „Pferde pflegen und versorgen“. Du lernst verschiedene Futtermittel und deren Wirkung kennen, außerdem bringen dir deine Lehrer bei, wie Pferde sich verhalten, wie verschieden sie gehalten werden können und für welche Krankheiten und Verletzungen sie anfällig sind. Auch lernst du, wie der Bewegungsapparat eines Pferdes funktioniert und kannst so auch in der Praxis Pferde besser zur Bewegung anleiten.

Betriebliche Ausbildung

Im Betrieb bist du direkt bei den Pferden vor Ort und ab dem ersten Tag deiner Ausbildung mitten im Geschehen: Von Beginn an lernst du von deinen Kollegen, worauf du bei der Fütterung achten musst und wie du ein Pferd sattelst, fachgerecht putzt oder trainierst. Wie geht man mit einer Longe um oder wie hilft dir eine Führanlage bei der Bewegung von vielen Pferden weiter? – Antworten auf diese Fragen bekommst du ganz praxisorientiert. Genauso lernst du eine Kolik schnell zu erkennen, die Pferde vor Ort in deinem Ausbildungsbetrieb zu beobachten und dementsprechend mit ihnen umzugehen.

Besonderheiten


Die Ausbildung zum Pferdewirt wird dual unterrichtet. Das bedeutet, du lernst die theoretischen Inhalte in der Berufsschule und die praktischen in deinem Ausbildungsbetrieb kennen. Du kannst dich auf folgende Fachbereiche spezialisieren:


Wie werde ich Pferdewirt ?


Du musst nicht gleich ein Pferdeflüsterer sein, um Pferdewirt werden zu können – einen guten Pferdeverstand, Verantwortungsbewusstsein und einen Hauptschulabschluss solltest du jedoch mitbringen. Außerdem helfen dir auch diese Eigenschaften im Beruf:

  • Einfühlungsvermögen
  • Gute körperliche Verfassung
  • Belastbarkeit
  • Organisationstalent
  • Verlässlichkeit
  • Spaß am Umgang mit dem Pferd
  • Reiterliches Talent

Ist der Beruf des Pferdewirtes genau das Richtige für dich oder bist du dir noch nicht sicher? Teste dich mit unserem Berufsscout!


Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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