Wie werde ich Nageldesigner?

Der Beruf Nageldesigner ist ein Weiterbildungsberuf. Verschiedene Wege, wie zum Beispiel die Teilnahme an einer speziellen Schulung, einem Seminar oder Kurs ermöglichen dir anschließend einen Arbeitsplatz.

Die verschiedenen Schulungen werden für Teilnehmer mit und ohne Vorkenntnisse angeboten und es gilt kein besonderer Schulabschluss als Voraussetzung. Jedoch musst du als Teilnehmer die Kursgebühr übernehmen. Diese kann je nach Einrichtung von mehreren Hundert Euro bis zu Tausend Euro betragen und beinhaltet dein Materialset, mit dem du arbeitest. Auch die Dauer der Weiterbildungen unterscheidet sich stark und ist abhängig von der jeweiligen Einrichtung. Bis zu drei Monate kann deine Ausbildung dauern. Wenn du sowohl den theoretischen, als auch den praktischen Teil erfolgreich abgeschlossen hast, erhältst du ein Zertifikat und darfst dich Nageldesignerin nennen. Auf dem Arbeitsmarkt hast du mit einer Zusatzausbildung als Kosmetiker bessere Chancen, da du den Bereich Beauty viel besser abdecken kannst.

Selbständig als Nageldesignerin

Wenn du dich nach deiner Ausbildung selbständig machst, hält der Beruf Nageldesigner auch noch weitere Aufgaben für dich bereit. Solche sind zum Beispiel das Rechnungswesen, Personalwesen und auch Marketingaktivitäten. So veröffentlichst du auf Social Media deine Arbeit und schaffst die Möglichkeit sowohl neue Kunden als auch an Reichweite zu gewinnen.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Nageldesigner sind: 

  • Präzises Arbeiten
  • Ruhige Hände
  • Kreativität
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kundenfreundlichkeit
  • Stressresistenz 

Alternative Ausbildungen zum Beruf Nageldesigner

Kosmetikerin

Insbesondere als Zusatzausbildung ist die Ausbildung zur Kosmetikerin eine große Hilfe für viele Nageldesignerinnen. Der Beruf ist aus der gleichen Branche und bietet bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Kosmetiker beraten ihre Kunden im Bereich der Schönheitspflege. Sie behandeln Hautstörungen, tiefenreinigen das Gesicht, tragen Make-up bei ihren Kunden auf und verkaufen ihnen Pflegeprodukte. Du hast dich schon immer gerne mit Schminke beschäftigt und hast es geliebt die Gesichter deiner Freunde zu verwöhnen. In deinem Beruf als Kosmetiker machst du dein Hobby zum Beruf und perfektionierst deine Begabung. Gesichts- und Körperpflege ist zu deinem Handwerk geworden und deine Kunden verlassen täglich glücklich deinen Laden.

Podologe

Füße statt Hände! Podologen pflegen kranke und gesunde Füße. Sie behandeln Nagelerkrankungen, Frostbeulen und ähnliche Erkrankungen, geben Tipps zur Fußpflege und verkaufen Fußpflegemittel. Podologen, früher auch medizinische Fußpfleger genannt, führen diverse medizinische Behandlungsmaßnahmen am Fuß durch, um so die Beschwerden ihrer Patienten zu lindern. Wenn ein Patient zu dir in die Praxis kommt, wahrscheinlich durch eine Überweisung vom Arzt, schaust du dir die Ursache für sein Beschwerden zunächst einmal ganz genau an.

Was macht ein Nageldesigner?

Als Nageldesignerin pflegst du nicht nur Hand- und Fußnägeln, sondern gestaltest sie auch durch verschiedene Techniken. Bunte Farben, Formen und Muster kommen dabei nicht zu kurz. Von ganz kurzen bis zu überlangen Nägeln – du kannst alles feilen. Du betreust deine Kunden und bist flexibel, sodass alle zufriedengestellt sind. Deine Arbeitsorte in diesem Job sind alle in der Beauty-Branche. Du kannst in einem Nagelstudio oder in einem Frisör- und Kosmetiksalon angestellt sein. Wenn du den Weg in die Selbständigkeit wählst, betreust du deine Kunden in deinem eigenen Nagelstudio.

Natürlich, rund, Ballerina oder doch oval?

Neben der Naturnagelmaniküre, vor allem aktuell, sind künstliche Nägel sehr beliebt. Beauty - Seiten auf Social Media bieten dafür Inspirationen. Als Nageldesignerin kennst du alle Formen, die man feilen kann. Ganz rund, spitz oder die eckige Form kannst du ohne Probleme herbeizaubern. Natürlich ist neben der Form der Nägel die Länge das, was vor allem bei künstlichen Nägeln etwas übertriebener ausfallen kann. Bei deinem Job wirst du sicherlich nicht selten überlange Nägel modellieren, auch wenn sie zum Beispiel deinem persönlichen Geschmack nicht entsprechen. Aber der Kunde ist schließlich König. Auch das Designen kurzer Nägel ist für dich kein Problem. Das Schneiden und Feilen von Nägeln sind somit deine Grundaufgaben, denen du im Nagelstudio nachgehst.

Gel, Acryl, Shellack oder Spray on Nails? – Du kennst die Trends

Als Nageldesignerin kannst du verschiedene Mittel einsetzen, mit denen du schöne Nägel modellierst. Ein spezielles UV-Gel trägst du mit ruhiger Hand präzise auf den Nagel auf und lässt es unter einer UV-Lampe aushärten. Bei Acryl hingegen musst du beim Auftragen etwas schneller sein, da dies sehr schnell antrocknet. Du entscheidest, welches Material du verwenden willst. So kannst du deinen Kunden auch die etwas natürlicheren Dinge, wie Shellac oder Spray-on Nails empfehlen, bei denen sie etwas weniger zahlen. Wie du schon merkst, berätst du deine Kunden und kennst die aktuellen Trends, wie zum Beispiel das Modell Babybommer, bei dem ein Farbverlauf auf den Nägeln ist. Dezente und gewagte Modelle gehören zu deiner Arbeit. Das Verkaufen von Produkten und Modellen ist ebenfalls Bestandteil deines Jobs. Als Nageldesignerin bist du auch im Notfall einsatzbereit und hast immer eine Lösung parat, wie zum Beispiel bei einem abgebrochenen Kunstnagel.

Nicht nur das Stylen der Nägel ist wichtig

Das Thema Nagelpflege ist sowohl in der Ausbildung als auch im späteren Job sehr von Bedeutung, da es eng mit Hygiene-Vorkehrungen zusammenhängt. So sind dir bei der Ausführung deiner Arbeit Hautkrankheiten, Empfindlichkeiten und auch Allergien bekannt. Gesundheitliche Aspekte deiner Ausbildung sind zum Beispiel bakterielle Hautkrankheiten oder Pilzerkrankungen. Weil du diese erkennst, sind dir auch die Vorgaben für die richtige Pflege für gesunde Fingernägel und Nagelhaut bekannt.

Materialkunde beinhaltet das genaue Wissen über die Produkte, wie zum Beispiel enthaltene Stoffe, sowie Gefahrenzeichen, die auf den Produkten und Geräten abgebildet sind. Auch der Umgang mit einer elektrischen Feile gehört dazu. Alle Regeln der Kosmetikverordnung sind dir durch die Materialkunde bekannt.

Besonderheiten

Als Nageldesignerin ist es nicht unüblich, dass du bei zu viel Kundschaft (welches für den Gewinn von Vorteil ist) unter Stress arbeitest. Je nach Nagel-Modell brauchst du mal mehr und mal weniger Zeit. Kurze Pausen können deshalb bei einem sehr intensiven Arbeitstag vorkommen. Momentan bieten Nagelstudios gute Zukunftsaussichten. Die Nachfrage ist nämlich sehr hoch und es gewinnt nicht immer der günstigste Anbieter, sondern der, dessen Arbeit überzeugt. Als Nageldesigner sind längere Gespräche mit Kunden keine Seltenheit, schließlich sitzen manche bis zu eineinhalb Stunden mit dir zusammen. Du bist kommunikationsfreudig und weißt auch, wie du bei einem Notfall handelst: geduldig und mit einer guten Lösung.

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