Wie werde ich Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent?

Du hast ein geschärftes Auge für das Wesentliche und einen Realschulabschluss. Außerdem bist du…

  • Konzentrationsfähig
  • Sorgfältig
  • Verantwortungsbewusst
  • Teamfähig
  • Belastbar
  • Interessiert an Medizin, Technik und Chemie
  • In der Lage Blut zu sehen

Bist du dir sicher, dass der Beruf des medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten, kurz MTLA, genau zu dir passt oder ist vielleicht ein anderer medizinischer Beruf geeigneter für dich? Mit unserem Test gewinnst du Klarheit!

Bildungsweg

Schulische Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent?

Blut abnehmen ist für die wenigsten Menschen leicht und die meisten sitzen nicht besonders gerne beim Arzt. Dabei kann eine Blutabnahme häufig wahre Wunder bewirken, wenn es um die Aufklärung von Symptomen und Krankheiten geht: Denn als Transportsystem deines Körpers enthält das Blut viele Inhaltsstoffe, die Aufschluss über die Gesundheit der Organe, die stärke deines Immunsystems oder deinen Blutzuckerspiegel geben. Beherrscht du den Beruf des Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten, bist du in der Lage, die Bestandteile des Blutes in sogenannte Blutwerte zu überführen, mit deren Hilfe der Arzt Aussagen über die Gesundheit seines Patienten treffen und Behandlungen vorschlagen kann.

Eine blutige Angelegenheit

Bevor du anfangen kannst das Blut zu analysieren, muss es dem Patienten erst einmal abgenommen werden. Das machst du entweder direkt selber oder assistierst dem behandelnden Arzt dabei. Anschließend kann es mit deinen Analysen so richtig losgehen: Mit Hilfe einer sogenannten Zentrifuge teilst du das Blutplasma von den den Blutzellen und analysierst diese. Dabei macht es für dich einen Unterschied, ob du ein kleines oder großes Blutbild für den Patienten anfertigen sollst. Ein kleines Blutbild wird zum Beispiel häufig dann angefordert, wenn eine Infektion vermutet wird. Stellst du bei deiner Analyse größere Abweichungen bei einzelnen Blutwerten vom Normwert fest, fordert der Arzt häufig noch ein großes Blutbild an. Während du beim kleinen Blutbild zum Beispiel nur die Anzahl der sogenannten Leukozyten – der weißen Blutkörperchen - bestimmt hast, schaust du dir bei einem großen Blutbild die genaue Zusammensetzung von diesen an. Dabei untersuchst du in dem Blut unter dem Mikroskop nichts geringeres als die mächtigen Abwehrkräfte deines Patienten. Aber auch die anderen Bestandteile des Blutes, wie die Blutplättchen, die Aussagen über die Blutgerinnung treffen können oder die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die den Sauerstoff durch den Körper transportieren, geben dir viele Informationen des Patienten an die Hand. Das Ergebnis deiner Untersuchungen dokumentierst du anschließend genauso gewissenhaft, wie du die Geräte, Mikroskope und Arbeitstische steril hältst, um keine Proben zu verunreinigen.

Analysen über Analysen

Nicht nur das Blut ist dein Fachgebiet, denn auch in anderen Körperflüssigkeiten oder Gewebe kannst du lesen, wie in einem Buch. Ein Drogentest anhand des Urins? Kein Problem für dich. Gutartiges von bösartigem Gewebe unterscheiden? Auch das kannst du beim Mikroskopieren schnell bestimmen und im Zweifel mit deiner Arbeit ein Leben retten. Und schließlich kannst du auch Bakterien und Viren untersuchen und zielsicher einordnen, indem du ganze Erregerkulturen anlegst und ihre Entwicklung dokumentierst. Manchmal finden sich in deinem Labor auch sehr schwer zu gewinnende Proben, wie zum Beispiel Knochenmark, wieder, mit dem du besonders verantwortungsvoll umgehst, indem du zum Beispiel nur kleine Teilproben mithilfe einer Trennschleuder absonderst.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

A, B oder 0? Und was ergibt Rhesusfaktor negativ plus Rhesusfaktor positiv? – Das was hier nach Teilen des Alphabets und einer Matheformel klingt, entspringt nicht deinem Mathematikunterricht, sondern bezeichnet Teile und Kombinationen der verschiedenen Blutgruppen. Wie du diese bestimmst, lernst du nämlich bereits in deiner Berufsschule.
Pilzkulturen, Parasiten oder Viren bereiten dir nach deiner Ausbildung ebenfalls keine Kopfschmerzen mehr, denn du kennst ihre Beschaffenheit und Eigenschaften vor und unter dem Mikroskop. Und auch Chemie ist eines deiner Fachgebiete in der Berufsschule, denn Enzyme, Hormone und andere Stoffwechselprodukte kannst du in Körperflüssigkeiten häufig nur mit Hilfe des Fachgebietes der Chemie bestimmen.


Praktische Ausbildungsinhalte

Klar, du machst eine schulische Ausbildung. Trotzdem sammelst du zwischen deinen Berufsschulzeiten auch praktische Erfahrung: In deinen Praxiseinsätzen bist du häufig im Krankenhaus unterwegs und assistierst deinen Kollegen im Labor. Du sortierst und beschriftest zum Beispiel Proben, lernst die Geräte in der Praxis kennen und bekommst gezeigt, wie du alles vernünftig säuberst und steril hältst. Du schaust deinen Kollegen bei der Analyse von Blutproben über die Schulter und betrachtest selber Gewebeveränderungen oder Bakterienkulturen unter dem Mikroskop.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten ist eine schulische Ausbildung.

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