Wie werde ich Landwirt?

Hast du...
  • Spaß am Umgang mit Tieren und der Natur?
  • Verständnis für ökologische Zusammenhänge?
  • Interesse an betriebswirtschaftlichen Vorgängen?
  • eine hohe Einsatzbereitschaft?
Bist du...
  • verantwortungsbewusst?
  • körperlich belastbar?
  • zuverlässig
  • technisch geschickt?
... dann erfüllst du die wichtigsten Eigenschaften, die man als angehender Landwirt oder als angehende Landwirtin braucht! 

Wenn du dich noch fragst, ob der Beruf des Landwirtes genau das Richtige für dich ist, teste doch einfach deinen Persönlichkeitstyp in unserem Berufsscout!

Schulabschluss

Um einen Ausbildungsplatz zum Landwirt zu bekommen, benötigst du mindestens einen Hauptschulabschluss , vorzugsweise die mittlere Reife. Doch egal über welchen Abschluss du verfügst, mit einer guten Bewerbung hast du die besten Chancen, deinen zukünftigen Arbeitgeber von dir zu überzeugen.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Landwirt?

Ob es uns bewusst ist oder nicht, landwirtschaftliche Produkte begegnen uns auf die ein oder andere Art und Weise täglich. Die Milch in deinem Müsli, die Butter auf dem Pausenbrot, das Schnitzel zum Mittagessen und der Salat am Abend. All diese Produkte landen so selbstverständlich auf unseren Tellern, doch wo kommen sie her? Sie müssen sorgfältig erzeugt werden und das ist deine Aufgabe als Landwirt.

Pflügen, säen, düngen, ernten

Der Betrieb, in dem du arbeitest, baut unter anderem pflanzliche Produkte an. Je nach Jahreszeit werden zum Beispiel Erdbeeren, Kartoffeln, Mais, Getreide oder Raps angepflanzt. Bevor du das sorgfältig ausgewählte Saatgut ausstreuen kannst, bearbeitest du mithilfe von landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen und Geräten den Boden auf die Einsaat vor. Natürlich geht auch hier heutzutage nichts mehr ohne Technik! Du pflügst den Acker, damit der Boden aufgelockert wird und du das Saatgut verteilen kannst. Um sicherzustellen, dass die Pflanzen optimal heranwachsen können, werden sie regelmäßig gedüngt und Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Hierbei spielt der Naturschutz eine große Rolle, es kommt ganz auf die Dosierung der Dünge- und Pflanzenschutzmittel an. Sind die pflanzlichen Produkte bereit zur Ernte, machst du dich wieder an die Arbeit. Natürlich ist es damit noch lange nicht getan. Das Erntegut muss weiter versorgt werden. Du lagerst Getreide ein, stapelst Heu und Stroh, füllst die Maissilos auf verkaufst die Kartoffeln oder Erdbeeren vielleicht direkt an deinem eigenen Hofladen: "Frisch vom Bauernhof" – wie es so schön heißt.

Schweine, Hühner, Rinder, Schafe

Neben der Arbeit auf dem Acker, kümmerst du dich um die Tiere des Betriebes. Früh am Morgen gehst du in den Stall und versorgst die Rinder und Schweine mit Futter und füllst die Tränken mit frischem Wasser auf. Mit deinem fachkundigen Blick erkennst du sofort, ob es deinen Tieren gut geht oder ob sie kränkeln und es Zeit ist, den Tierarzt anzurufen. Du mistest die Ställe aus und legst sie mit neuem Stroh aus. Mithilfe von Maschinen melkst du die Kühe und scherst das Fell der Schafe. Deine Aufgaben als Landwirt sind abwechslungsreich. Natürlich stehen auch Buchführungsaufgaben und Qualitätskontrollen an. Du musst berechnen, wie viel Futter die Tiere benötigen und die dafür anfallenden Kosten kalkulieren. Nicht nur die Bedienung der landwirtschaftlichen Maschinen gehört zu deinem Alltag, sondern auch ihre Wartung und Pflege. Eventuell bietet dein Ausbildungsbetrieb sogar Dienstleistungen im Bereich Freizeit und Erholung an. Du erinnerst dich bestimmt an deinen ersten "Urlaub auf dem Bauernhof" - eine unvergessliche Erfahrung. Du erklärst den Gästen, wie der Alltag auf dem Hof abläuft und lässt sie hautnah an die Tiere heran.  

Inhalte der Ausbildung

Die Ausbildung zum Landwirt ist eine duale Ausbildung. Dies bedeutet, dass du entweder ein bis zwei Tage in der Woche in der Berufsschule verbringst, oder der Unterricht blockweise stattfindet. Die restliche Zeit verbringst du im Ausbildungsbetrieb.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule lernst du alle wichtigen theoretischen Grundlagen, die für deinen Alltag als Landwirt erforderlich sind. Im Chemieunterricht erlangst du ein Verständnis dafür, wie zum Beispiel Futter- und Düngemittel zusammengesetzt sind. In Biologie lernst du alles über die verschiedenen Tiere auf einem Hof, wie sie richtig gehalten und gepflegt werden und natürlich auch, wie man sie züchtet. Auch dein Wissen über Nutzpflanzen wird erweitert, damit du diese erfolgreich anbauen kannst. Da heutzutage vieles elektronisch gesteuert wird und ein Alltag als Landwirt oder Landwirtin ohne Maschinen kaum noch möglich wäre, lernst du in Werken und Technik den Umgang mit technischen Geräten und Maschinen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb setzt du das Gelernte in die Tat um. Zu Beginn schaut dir dein Ausbilder noch genau auf die Finger und erteilt dir Anweisungen, nach einer gewissen Zeit bekommst du mehr Verantwortung übertragen und arbeitest eigenständig. Du lernst das Futter für die Tiere anzumischen, zu erkennen, ob ein Tier gesund ist oder krank wirkt und du arbeitest eng mit den Tierärzten zusammen. Du hältst die Ställe in Schuss, indem du sie ausmistest oder mit neuem Stroh auslegst. Auch das Arbeiten mit Maschinen und deren Wartung will gelernt sein, da du diese zum Beispiel für die Bodenbearbeitung, Saat, Düngung oder Ernte einsetzen musst. Es gelten bestimmte Qualitätsnormen, die eingehalten werden müssen. Du wirst im Betrieb lernen, wie man Qualitätskontrollen durchführt. Auch für die Kalkulation von Futtervoranschlägen bedarf es einiger praktischer Erfahrungswerte, da diese von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich ausfallen kann.

Ablauf der Ausbildung

Bei der Ausbildung zum Landwirt handelt es sich um eine duale Ausbildung. Dies bedeutet, dass du einen Teil der Zeit im Ausbildungsbetrieb verbringst, den anderen Teil in der Berufsschule.

Als Landwirt-Azubi hast du die Möglichkeit, deine Ausbildungsjahre in verschiedenen Betrieben zu absolvieren. So kannst du im ersten Lehrjahr zum Beispiel auf einem Hof arbeiten, der sich auf Milchvieh spezialisiert hat. Im zweiten Jahr arbeitest du auf einem Schweinebetrieb und im dritten Jahr legst du den Fokus auf Ackerbau. Durch diesen Wechsel der Betriebe hast du die Möglichkeit, die Vielseitigkeit des Berufes als Landwirt hautnah zu erleben und die verschiedenen Bereiche kennenzulernen.

Wie gut passt der Beruf Landwirt zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne aus der Reihe tanzen möchtest, ist der Beruf Landwirt genau der richtige für dich.

Wenn du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Technisches Verständnis
  • Handwerkliches Geschick

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