Konstruktionsmechaniker bei der Arbeit ©ludex2014 | Pixabay Public Domain

Ausbildung
Konstruktionsmechaniker (schul.) (m/w/d)

Bildungsweg
Schulische Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3,5 Jahr(e)

Konstruktionsmechaniker/innen stellen Stahlbau- und Blechkonstruktionen her. Dazu fertigen sie mithilfe manueller und maschineller Verfahren einzelne Bauteile aus Blechen, Profilen sowie Rohren und montieren diese.

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Was macht ein Konstruktionsmechaniker ?

Schiffskörper, Werkshallen und Stahlstraßen, Aufzüge und Kräne, Verladeanlagen und Häfen, Fahrzeugrahmen und –aufbauten, Metallbehälter und –verkleidungen, Verpackungsmaschinen und Schallschutzverkapselungen- alle genannten Beispiele sind Metallkonstruktionen, die aus zahlreichen Einzelteilen mit ganz bestimmten Funktionen und Eigenschaften bestehen.

Konstruktionsmechaniker/- innen stellen Teile aus Blech für solche Maschinen und Anlagen her und wenden dabei die unterschiedlichsten Metallbearbeitungsverfahren an. Zunächst werden die vom Kunden gelieferten Unterlagen, wie Entwürfe und technische Zeichnungen, auf Vollständigkeit. Nur mit einem gut räumlichen Vorstellungsvermögen und logischem Denken kommen Konstruktionsmechaniker/- innen hier weiter, denn sie müssen bereits anhand der Zeichnung erkennen, wie das zu fertigende Bauteil einmal aussehen soll. Ggf. müssen sie im Gespräch mit dem Kunden noch zusätzliche Informationen einholen. Benötigen sie Komponenten anderer Hersteller, müssen sie sich darüber hinaus auch mit den Zulieferfirmen absprechen.
Anschließend schreiben Konstruktionsmechaniker/- innen eigenverantwortlich einen Projekt- und Aufgabenplan, werten- z.T. auch englischsprachige- technische Unterlagen aus und erstellen Montagezeichnungen und Fertigungspläne. Sie wählen die passenden Bleche, Maschinen, Werkzeuge, Fertigungsverfahren und Prüfmittel aus und berücksichtigen dabei auch sicherheitstechnische, ökologische und terminliche Vorgaben, Werkzeug- und Maschinenkosten sowie den Materialverbrauch.

Wenn sie die geeignete Schutzkleidung angelegt haben - Sicherheitsschuhe, ggf. Gehörschutz und Schweißerschutzmaske -, können sie mit den eigentlichen Arbeiten beginnen: Für den Aufzug und die tragende Stahlkonstruktion übertragen sie die in der technischen Zeichnung festgelegten Maße auf Stahlstreben und Bleche und trennen die Materialien entweder maschinell oder von Hand.
Besonders zum Ausschneiden unregelmäßiger Formen programmieren sie CNC-Maschinen und überwachen den Arbeitsgang.
Zum Präzisionsschneiden setzen sie ggf. Industrielaser ein. Nach dem Trennen bearbeiten sie die Bleche weiter: Sie entfernen an den Einzelteilen Grate und scharfe Kanten, richten die Bleche mit Stahlhämmern oder biegen sie - beispielsweise für einen Schiffsrumpf - in die erforderliche Form, bringen Bohrungen an und fügen die Einzelteile zusammen.
Dies kann durch Schweißen und Verschrauben, teilweise auch durch Pressverbindungen oder Nieten geschehen. Vorgefertigte oder zugelieferte Einzelteile prüfen Konstruktionsmechaniker/innen mit Messgeräten auf Maßhaltigkeit, Bauform und montagegerechte Ausführung.
Mit speziellen Lehren kontrollieren sie die Nahtdicken der Schweißnähte und die Winkelmaße.

Dem zukünftigen Lastenaufzug fehlen nun noch Steuerung und Antriebsteile: Möglichst in der Werkstatt bauen Konstruktionsmechaniker/innen diese in den Aufzugskörper ein. Auch dann, wenn sie diese Teile nicht selbst herstellen, kennen sie sich z.B. mit hydraulischen Systemen gut genug aus, um diese auf Funktionstüchtigkeit hin testen und installieren zu können.
Haben sie schließlich im Aufzugsschacht die Stahlkonstruktion für den Aufzug errichtet und diesen montiert, überprüfen sie, ob er vorschriftsgemäß funktioniert. Anschließend schreiben sie ein Abnahmeprotokoll, übergeben den Aufzug den Verantwortlichen des Einkaufszentrums und weisen sie sowohl auf auftragsspezifische Besonderheiten als auch auf die Sicherheitsvorschriften hin. Darüber hinaus übernehmen sie Instandhaltungsaufträge, erstellen Wartungs- und Inspektionspläne, prüfen und reparieren einzelne Bauteile oder tauschen Verschleißteile wie die Bremsbacken im Triebwerk aus.

Bei vielen Aufgaben im Betrieb sprechen sich Konstruktionsmechaniker/innen mit Kollegen ab, etwa um den Materialfluss zu verbessern und Kundenwünsche zu berücksichtigen.

Sie arbeiten mit vor- und nachgelagerten Bereichen zusammen und wirken so daran mit, Qualitätsstandards einzuhalten und Prozessabläufe, Fertigungsqualität und Arbeitssicherheit ständig zu verbessern.

Inhalte der Ausbildung


In der 3 1/2- jährigen Ausbildung lernen angehende Konstruktionsmechaniker/- innen die:

  • Planung und Vorbereitung von Arbeitsaufgaben im Team
  • Arbeit mit Bauteilen und Metallkonstruktionen
  • Durchführung von Qualitätskontrollen
  • Führung von Kundengesprächen
  • Einweisung von technischen Systemen und Produkten

Besonderheiten


Staatlich anerkannter Beruf

Wie werde ich Konstruktionsmechaniker ?


Angehende Konstruktionsmechaniker/- innen sollten folgende Eigenschaften und Interessen mitbringen:

  • Interesse an praktisch- konkreten Tätigkeiten
  • Interesse an theoretisch- abstrakten Tätigkeiten
  • Interesse an organisatorisch- prüfenden Tätigkeiten
  • Rechenfertigkeiten
  • Räumliches Denken
  • Handwerkliches Geschick
  • Technisches Verständnis
  • Zeichnerische Befähigung
  • Mündliches Ausdrucksvermögen
  • Textverständnis
  • Sorgfalt
  • Umsicht
  • Flexibilität
  • Teamfähigkeit

Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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