Wie werde ich Justizfachangestellter?

Als Justizfachangestellter solltest du...
  • zuverlässig
  • vertrauenswürdig und
  • sorgfältig sein
  • sehr gute Deutschkenntnisse (Sprache und Schrift) haben
  • gut mit anderen Menschen umgehen können und
  • gute mathematische Grundlagen besitzen


 Treffen diese Eigenschaften auf dich zu? Dann bist du wie gemacht für den Beruf! Falls du wissen möchtest, welche Berufe auch noch zu dir passen könnte, mach den Test in unserem Berufsscout und finde es heraus.


Schulische Voraussetzungen

Rein rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis werden jedoch meist Bewerber eingestellt, die mindestens über einen mittleren Schulabschluss verfügen, vorzugsweise sogar über die Hochschulreife.


Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss)

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 1045 EUR

Was macht ein Justizfachangestellter?

Viele kennen sicherlich die Anwälte aus Hollywoodfilmen, die gekonnt ihren Mandanten vor Gericht vertreten und für seinen Freispruch sorgen. Doch nicht nur Anwälte arbeiten im Justizbereich, es gibt noch viele weitere spannende Berufe, die man erlernen kann. Damit auch hinter den Kulissen bei Gerichten und Staatsanwaltschaften alles wie am Schnürchen läuft, braucht es Fachangestellte, die sich um die verwaltenden und organisatorischen Aufgaben kümmern. Zu diesen Fachleuten zählen zum Beispiel die Justizfachangestellten, die wahre Helden sind, wenn es um Schriftverkehr, Rechnungen und Co. geht.

Den Bürgern mit Rat und Tat zur Seite stehen

Als Justizfachangestellter arbeitest du überwiegend in sogenannten Service- Einheiten von Gerichten, Staatsanwaltschaften oder Kanzleien und kümmerst dich um Angelegenheiten im Bereich Zivilprozess, Zwangsvollstreckung, Insolvenz, Ehe- und Familiensachen, Strafprozess, Grundbuch, Nachlass sowie Vormundschaft und Betreuungen. Möchte ein Paar eine Ehe schließen, kann  es nicht einfach von jetzt auf gleich zum Standesamt laufen und ist fünf Minuten später verheiratet. Zunächst einmal muss ein bisschen was an Papierkram erledigt werden, damit eine Eheschließung überhaupt möglich ist. War einer der beiden Partner zuvor schon einmal verheiratet, bedarf es einer rechtsgültigen Bescheinigung über die Scheidung vom vorherigen Partner. Als Justizfachangestellter bist du oftmals erster Ansprechpartner für Bürger und versuchst ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und ihnen bei ihren Anliegen zu helfen.

Meister des Papierkrams

Als Justizfachangstellter bist du ein echter Meister, wenn es um „Papierkram“ geht. Du verwaltest Akten zu gerichtlichen Vorgängen und führst Register. Egal ob es ums Einreichen bestimmter Akten, Papiere oder Rechnungen geht, du hast jegliche Fristen stets im Blick und stellst sicher, dass diese eingehalten werden. Du berechnest die Kosten für diverse Gerichtsverfahren, verschickst Rechnungen und kontrollierst die Zahlungsvorgänge. Du beherrschst die Arbeit mit Textverarbeitungsprogrammen wie ein Profi und nutzt diese täglich, um beispielsweise Schriftstücke aufzusetzen. Du erledigst den Schriftverkehr und nimmst Eintragungen in Karteien vor. Du kümmerst dich beispielsweise um Grundbucheintragungen und Eintragungen ins Handelsregister. Darüberhinaus lässt du Schriftstücke beglaubigen und führst bei Verhandlungen das Protokoll. Du bist für eine Vielzahl von Tätigkeiten zuständig und kannst jeden Tag aufs Neue dein Organisationstalent und deine Sorgfalt unter Beweis stellen.

Inhalte der Ausbildung

Deine Ausbildung zum Justizfachangestellten ist eine dreijährige duale Ausbildung, d.h. du verbringst deine Ausbildungszeit sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule. Durch diese Zweiteilung bekommst du sowohl die theoretischen als auch die praktischen Grundlagen deines zukünftigen Berufes bestmöglich beigebracht.

Schulische Ausbildungsinhalte

Der Berufsschulunterricht findet entweder an ein bis zwei Tagen die Woche oder als Blockunterricht statt und vermittelt dir alle nötigen theoretischen Grundlagen. Da du als Justizfachangestellter bzw. als Justizfachangestellte viel Schriftverkehr durchführen musst, ist es wichtig, dass du die deutsche Sprache einwandfrei beherrscht. Um dies zu gewährleisten, besuchst du den Deutschunterricht, in dem du beispielsweise lernst, wie du Protokolle verfasst. Damit dir im Berufsalltag kein Fehler bei der Kosten- und Zinsberechnung unterläuft, besserst du deine mathematischen Fähigkeiten auf. Als angehender Justizfachangestellter darf natürlich auch eine theoretische Ausbildung in Rechtsdingen nicht fehlen, daher wirst du dich mit juristischen Grundlagen auseinandersetzen und lernen, wie du Auskünfte über den Sachstand gewisser Rechtsangelegenheiten gibst.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Zu Beginn deiner Ausbildung ist es wichtig, dass du dich mit deinem Ausbildungsbetrieb vertraut machst. Du wirst lernen, wie du mit Textverarbeitungsprogrammen und anderen Kommunikationstechniken richtig umgehst und wo du welche Akte finden oder ablegen kannst. Dir wird gezeigt, wie du Dateien und Karteien anlegst und führst und Registraturarbeiten durchführst. Egal ob Zivilprozess, Zwangsvollstreckung, Insolvenzen, Ehe- und Familiensachen, Strafprozess, Grundbuch, Nachlass, Vormundschaft und Betreuung, Register - am Ende deiner Ausbildung weißt du genau, wie du fachmännisch zum jeweiligen Fachgebiet Auskünfte erteilst. Du lernst, wie du Beglaubigungen und Schriftstücke anfertigst, statistische Daten erhebst und Veröffentlichungen veranlasst. Darüberhinaus berechnest du Kosten und überwachst die Zahlungseingänge und verschickst Mahnungen, wenn die Fristen nicht eingehalten wurden.


Wie gut passt der Beruf Justizfachangestellter zu dir?

Wenn du dich in deinem Beruf gerne schick anziehen möchtest, ist der Beruf Justizfachangestellter genau der richtige für dich.
Wenn du nicht überwiegend im Büro sitzen möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Kommunikationsfähigkeit

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